Archiv der Kategorie: Fantasiebücher

[Rezension] Die Stadt der tausend Treppen

German Cover

English Cover

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‚Die Stadt der tausend Treppen‘
von Robert Jackson Bennett

Die göttlichen Städte # 1

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Einst besaß die Stadt Bulikov die Gunst der Götter – bis diese vernichtet wurden. Die göttlichen Wunder und Schreine sind zerschlagen oder einfach verschwunden. Tausende Treppen führen ins Nichts – ein Mahnmal vergangener Größe. Offiziell ist die junge Shara Thivani Nachwuchsdiplomatin, doch hinter der Fassade verbirgt sich eine Meisterspionin – nach Bulikov geschickt, um einen Mörder zu fassen. Bald beginnt sie zu ahnen, dass es um viel mehr geht und die Götter nicht so tot sind, wie es heißt. (Source: Goodreads.com)

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Dieses Buch und ich hatten es nicht leicht miteinander. Das habe ich bereits auf den ersten Seiten bemerkt, was vor allem an dem hochgestochenen, gestelzten Schreibstil gelegen hat. Nicht nur, dass er mir zu gewollt wirkte, war es deshalb auch extrem mühsam zu lesen. Ich habe für diese Geschichte statt ein paar Tage sogar fast zwei Wochen gebraucht, was für meine Verhältnisse echt untypisch ist.

Zuerst werden einige Kapitel von einem dritten, allwissenden Erzähler geschildert, wodurch man ein klein wenig über die aktuelle Situation dieser High Fantasy Welt bzw. der Stadt Bulikov, die früher Sitz der Götter war, erfährt. Doch die Götter wurden vor Jahrhunderten getötet und seitdem werden die einst göttlich gesegneten Menschen von ihrem Eroberern unterdrückt. Sämtliche religiösen Handlungen und Wörter wurden verbannt und stehen unter Strafe, genauso wie die Geschichte, die Vergangenheit zu den Göttern. Jahrhunderte später treten wir mit Shara in diese Welt, diese Stadt ein, nachdem ein Historiker, ein Professor ermordet wurde. Sie ist historisch bewandert und soll den Mord aufklären. Bald schon merkt Shara aber, dass hier viel mehr im Gange ist, als ‚nur‘ der Mord an dem geschätzten Professor und sie in einem gefährlichen, vielleicht sogar göttlich angehauchten Hornissennest gelandet ist, in das sie herumstochert.

Generell fand ich Shara zwar ganz interessant und ihre Klugheit war bewundernswert – sie war ein wandelndes Lexikon für vergessene Götter und alles Mögliche -, aber sie wirkte auch immer distanziert auf mich. Was daran liegt, dass sie generell ein in sich gekehrter Charakter ist, der sich mehr durch Forschung, Intelligenz definiert und nach außen, wie auch zum Leser hin, wenig Gefühl zeigt.  Ihr zur Seite fand ich Sigrud einfach toll, da er ein ‚Anpacker‘ ist, der handelt und tötet und ausmerzt anstatt lange nachzudenken, dabei aber ein Herz am rechten Fleck hat. Dieses Gespann war interessant und manchmal auch ulkig. Genauso wie ihr Ex-Freund Vohannes. Ich fand seine Unverblümtheit zum restlichen Text, der so hochgestochen und ermüdend war, echt toll und lockerte zum Glück später alles ein wenig auf. Schade, dass es hier nicht mehr gab.

Und trotz dieser drei Figuren, die durchaus mein Interesse wecken konnte, wurde ich nie so wirklich in die Geschichte gezogen, fiel es mir sehr schwer, am Ball zu bleiben, um weiter zu lesen. Erst nachdem ich angefangen habe, die unwichtigen Informationen, diese ganze Info-Dumb zu überfliegen, wurde es für mich besser und die Handlung kam zu tage, die zuvor von zu viel geschichtsträchtiger Erzählungen verschüttet war. Meiner Meinung nach hätte man das Buch rund um 20% kürzen können, straffen und nur das wichtigste behalten, dann hätte man immer noch genug Information und würde nicht total ermüdet lesen, sondern wirklich Spaß an dem Buch haben. Sicher, man merkt, der Autor liebt seine Welt, die er hier mit den Göttern und Kulten usw. erschaffen hat, die auch interessant sein könnte, nur bitte mit einer gänzlich anderen Umsetzung. Oft kam es mir wie Pflichtlektüre, wie ein Lehrbuch vor und nicht mehr wie eine Geschichte, ein Buch, das man als Spaß liest. Und so sollte es nicht sein.

Das Ende war okay für mich, auch wenn ich eine Situation, oder auch zwei, sehr schade fand. Aber da ich nicht vorhabe, diese Trilogie noch weiter zu verfolgen, machen sie mir nicht viel aus. Allen anderen weiterhin viel Spaß auf dieser göttlichen, historischen Entdeckungsreise, die ich mir vor dem Lesen ganz anders vorgestellt hatte.

 

Für mich war das englische Cover eines der Highlight 2016 und auch der Grund, warum ich soo neugierig auf das Buch war. Das deutsche Cover ist dazu etwas phantasielos. *schade*

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Eine pompös aufgebaute, interessant anmutende Welt mit verstorbenen Göttern und verborgenen Mythen, die so viel mehr hätte bieten können. Die Idee war toll und hätte mich packen sollen, doch der Schreibstil und die Erzählweise, die wie ein historisches Lehrbuch wirken, haben mir fast jeden Spaß daran genommen. Die Handlung selbst kommt erst spät zum Vorschein, zieht sich dann schleppend und kommt erst gegen Ende in Fahrt. Daher nur eine Empfehlung für hartgesottene Historien-Fans, die sich nicht an laaangen Erklärungen stören.

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2,5 of 5 points – (It was okay)

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Liebste Grüße


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#1: Die Stadt der tausend Treppen
#2: Die Stadt der toten Klingen
#3: City of Miracles (dt. Titel unbekannt)

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Robert Jackson Bennett:
Robert Jackson Bennett is a two-time award winner of the Shirley Jackson Award for Best Novel, an Edgar Award winner for Best Paperback Original, and is also the 2010 recipient of the Sydney J Bounds Award for Best Newcomer, and a Philip K Dick Award Citation of Excellence. His fifth novel, City of Stairs, is in stores now.
(Source: Goodreads.com)

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an:

und

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[Gast-Rezension] Dark Wonderland – Herzkönig [Nadine]

..https://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Howard_AGDark_Wonderland_03-Herzkoenig_166769.jpg

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Dark Wonderland – Herzkönig‘
von A. G. Howard

Dark Wonderland #3

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Al hat den Angriff beim Abschlussball überlebt, doch ihre Liebsten wurden von Königin Rot entführt. Um sie zu retten, muss Al sich in einem finalen Kampf der Königin stellen, um den Krieg um Wunderland ein für alle Mal für sich zu entscheiden. Dafür muss sie ihre Besonderheit als Netherling endgültig die Oberhand gewinnen lassen – was sie ihre Liebe zu Jeb kosten könnte … Haben die beiden überhaupt eine Chance auf ein Happy End? Oder wird Al sich sowieso für Morpheus entscheiden? Wer wird letztendlich ihr Herzkönig?
(Source: Goodreads.com)

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Ich möchte mich selbst zitieren: „Ein wirklich gelungener […]“ Abschluss „einer Trilogie mit gut durchdachten, schräg – witzigen Handlungen und gut ausgereiften Figuren.“

Ich bin begeistert wie sich die Geschichte einfach immer weiter gefunden hat, die Figuren an Charaktertiefe gewonnen haben und wie alle Elemente am Ende zum großen Ganzen verschmolzen sind.

Mir hat besonders gefallen, dass die Story ihre Elemente behalten und ausgebaut hat und nicht einfach ein Teil verschütt‘ gegangen ist. Damit meine ich, dass bereits im ersten Teil die besondere Bindung zwischen Al und ihren Eltern bestanden hat und diese eine zentrale Rolle bzw. wohl eher die Grundlage für die Geschichte gelegt hat. Daher fand ich es prima, dass dieser Beziehung in jedem Buch auch ein Handlungsplot zugeteilt wurde und sie nicht, wie in vielen Büchern schon gesehen, einfach unter den Tisch gefallen ist, weil das Chaos und/oder Drama der Hauptfigur keinen Platz mehr dafür gelassen haben. Für diese gut durchdachte Storyline also einen sehr großen Pluspunkt.  Aber nicht nur die Bindung zwischen Alyssa und ihren Eltern wurde gut aufrechterhalten, nein,  auch das Beziehungsdreieck hat nicht nachgelassen sondern sogar, meines Erachtens nach, weiter an Fahrt aufgenommen – und ausnahmsweise hat es mich mal nicht gestört! Ich konnte nachvollziehen, warum Al sich nicht vollends auf Jeb einlassen und von Morpheus abwenden konnte. Im Gegenteil, es ist mir manchmal sogar schwer gefallen, noch an Jeb festzuhalten. Ich finde, das ist weitere tolle Kunst der Autorin gewesen – dass man sich gelegentlich genauso zerrissen und aufgewühlt gefühlt hat wie Alyssa.

Die Schauplätze, die wir dieses Mal besuchen dürfen, verlieren keinesfalls an ihrer grotesk charmanten Art und überhäufen den Leser andererseits aber auch nicht mit zu vielen Details. Die Gestaltung der Landschaften hat zum bunten Fantasieren angeregt und mich vollends in die Welt hinter dem Spiegel eintauchen lassen.

Kleines Manko: Ein bisschen unzufrieden bin ich allerdings mit dem Ende. Ich hätte mir die Verteilung der letzten Worte genau andersherum gewünscht…

ACHTUNG SPOILER!

Anstelle, dass Jeb nur noch so kurz abgehandelt und die Zukunft mit Morpheus doch ein wenig ausgeschmückt wurde, wäre es toll gewesen, wenn es genau andersherum beschrieben worden wäre. Warum? Weil es mir, wie oben erwähnt, zwischenzeitlich gar nicht klar war, warum Alyssa noch an Jeb festhält. Das Gefühl entstand gelegentlich, dass es eben nur noch der alte Teil von ihr war, der irgendwie an ihm festhielt. Die Idee dahinter mit ihren beiden Persönlichkeiten etc. war mir bewusst, aber so richtig mit Gefühl und Verstehen rübergekommen ist es  an der Stelle eben nicht. Ich konnte nur verstehen, warum sie Morpheus nicht abschwören konnte und ihn nicht nur als Freund gesehen hat. Das große Zufriedensein oder gar die Freude mit der Entscheidung, die sie getroffen hat, ist bei mir also untergegangen, weil ich das Gefühl hatte, Jeb war dann – so wie zwischendrin auch, eben nur eine Episode.

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Das deutsche und englische Cover zeigen  beide Jeb. Beide „Beititel“ „Ensnared“ und auch „Herzkönig“ – angelehnt an seine deutschsprachigen Vorgänger –  treffen den Inhalt des Buches ziemlich gut. Wer wird es am Ende schaffen Alyssa zu umgarnen und es an ihre Seite als Herzkönig schaffen?! Die farbliche Gestaltung in Rot ist ebenfalls passend, bedenkt man, dass es bei dem letzten Teil auch um das große Finale zwischen Königin Rot und Alyssa geht.

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Eine tolle Trilogie, die mit ihrer verqueren landschaftlichen Gestaltung, charmant- witzigen, aber auch tiefgehenden Figuren eine fantastisch geschriebene Story erzählt, die mit Abenteuer und Romantik besticht , ohne sich dabei in zu vielen Details zu verlieren. Ich war froh, dass ich Wunderland zusammen mit Alyssa, Jeb, Morpheus, Königin Rot und vielen anderen Charakteren besuchen konnte.

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4 of 5 points – (Great, Great, Great)

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(© Howard)

Morpheus ist genau so elegant und exzentrisch wie ich ihn in Erinnerung habe. Irgendwie hat dieser Ort seine Persönlichkeit nicht zu brechen vermocht. Ich bin so glücklich, dass ich ihn umarmen möchte, da bemerke ich das zornige Blinken der roten Juwelen in den Winkeln seiner Augenmarkierungen. Er klemmt sich den Gehstock unter den Arm und kniet sich mit herabhängenden Flügeln dicht vor mich hin. Zorn verhärtet seine ausnehmend schönen Züge. „Und da hatte ich gehofft, dass ich deine Visage nie wieder sehen würde.“
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„Sag mir die Einzelheiten deines Plans. Ich weiß nämlich, dass du einen haben musst.“ Sein Kinn zuckt. “ Es ist nicht direkt ein Plan. Es ist mehr eine Abmachung.“ „Die mich betrifft, ohne dass ich meine Zustimmung gegeben hätte.“ Ich verenge die Augen. „ Seltsam, wie oft das passiert.“

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Liebste Grüße

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#1: A.G. Howard – Dark Wonderland – Herzkönigin
#2: A.G. Howard – Dark Wonderland – Herzbube
#3: A.G. Howard – Dark Wonderland – Herzkönig

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https://d.gr-assets.com/authors/1325561918p5/5186274.jpgA. G. Howard:
A.G. Howard was inspired to write SPLINTERED while working at a school library. Her pastimes are reading, rollerbla
ding, gardening, and family vacations which often include impromptu side trips to 18th century graveyards or condemned schoolhouses to appease her overactive muse.

SPLINTERED & UNHINGED, books 1 & 2 of her urbanized /gothic Alice in Wonderland series, are now available from Amulet Books. Book 3, ENSNARED, launches 2015.
(Source: goodreads.com)

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an: 

© Random House

 

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[Rezension] Diabolic: Vom Zorn geküsst

German Cover

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English Cover

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‚Diabolic – Vom Zorn geküsst‘
von S. J. Kincaid

The Diabolic # 1

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Eine Diabolic ist stark.
Eine Diabolic kennt kein Mitleid.
Eine Diabolic hat eine einzige Aufgabe: Töte, um den einen Menschen zu schützen, für den du erschaffen wurdest.

Als Nemesis und Tyrus sich am Imperialen Kaiserhof begegnen, prallen Welten aufeinander. Sie – eine Diabolic, die tödlichste Waffe des gesamten Universums. Liebe ist ihr völlig fremd. Er – der Thronfolger des Imperiums, der von allen für wahnsinnig gehalten wird. Liebe ist etwas, das ihn nur schwächen würde. Dass ausgerechnet diese beiden zusammenfinden, darf nicht sein. Denn an einem Ort voller Intrigen und Machtspiele ist ein Funke Menschlichkeit eine gefährliche Schwachstelle …  (Source: Goodreads.com)

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Ohne viel Vorwissen bin ich in dieses Buch gestolpert und nun überrascht wie ausgesprochen gut es mir gefallen hat. Man wird direkt in die Kindheit der Diabolic Nemesis geworfen, erlebt den Schrecken ihrer Ausbildung, die ihr täglich Brot sind. Wir befinden uns nämlich weit in der Zukunft, in der nicht nur die Menschen mit wenigen Knöpfen ihr komplettes Aussehen verändern können, sondern auch bestimmte Menschen-Gruppen züchten. Wie zB. fast gehirnlose Bedienstete, die keinen eigenen Willen haben, sondern nur Arbeiten für ihre Herren verrichten, ihnen bedingungslos folgen.
Nemesis ist ebenso ein Gen gezüchtetes Wesen, eine Diabolic. Was bedeutet, sie ist ein spezieller Bodyguard, mit tödlich antrainierten Fähigkeiten und geprägt auf nur eine Person, das Mädchen Sidonia.

Als dann ein Sprung von mehreren Jahren ist, sind die Mädchen im Teenageralter, fast erwachsen. Obwohl Diabolics aufgrund ihrer Gefährlichkeit verboten werden, behalten sie Nemesis wegen Donia, für die Nemesis wie eine Freundin ist. Was diese nicht verstehen kann, da sie ja keine echten Gefühle hat, kein Mensch ist, sondern nur dazu da, um Donia zu beschützen.

Die Geschichte wird nämlich aus Nemesis Sichtweise erzählt, der vermeintlich seelenlosen Kreatur, was sich aber immer mehr als Humbug herausstellt. Und man sich unweigerlich fragt, was macht ein gezüchtetes Wesen zu einem Menschen? Eigene Gefühle? Ein Lachen? Selbstbestimmtes Handeln oder die Fähigkeit zu lieben? Ein Mix aus allem und dies alles durchlebt nach einiger Zeit auch Nemesis, obwohl sie am Anfang sehr kalt und roboterhaft wirkt.

Das Ganze spielt sich so weit in der Zukunft, dass sie Menschen längst das Leben auf Weltraumstationen dem auf einem Planeten vorziehen. Eine Welt, in der nach den Errungenschaften der Technik-/ Wissenschaftsphase mit all ihren Durchbrüchen, nun der Glaube herrscht und bestimmt.  Bildung und Wissen in Wissenschaften, Physik, Technik und dergleichen sind verboten. Arbeiten werden von Maschinen verrichtet, die von Maschinen repariert werden, die von Menschen konstruiert wurden, die seit Generationen tot sind. Das Wissen um diese Dinge ist längst verloren gegangen. Man muss kein Genie sein um das Ablaufdatum dieser Welt zu sehen.
Das empfinden auch einige Rebellen bzw. Andersdenker des tyrannischen Kaisers so. Und irgendwie gerät gerade Nemesis mitten in den Kreis der Gegner, um das System zu Fall zu bringen, obwohl sie doch immer nur auf Donia achten wollte…

Ich fand die Handlung, den Weltenaufbau und das System sehr interessant und spannend gemacht.  Obwohl das Buch wirklich dick ist, war es furchtbar schnell weggelesen.
Auch mochte ich die Charaktere, allen voran Nemesis. Besonders ihre Wandlung und wie sie alles wahrgenommen hat, fand ich äußerst interessant. Genauso war Tyrus ein vielschichtiger Charakter den die Autorin gut ins Spiel gebracht hat und mir ans Herz gewachsen ist. Natürlich neben Berserker ^^, Nevini und Donia.

Fast die ganze Zeit war das Buch für mich auf einem 5-Sterne-Kurs, aber gegen Ende sind mir dann doch ein paar liebgewonnene Figuren zu viel gestorben oder wurde es unnötig brutal bzw. ein Zweifel erregt, den selbst ich als Leserin auch nach beenden des Buches nicht ganz abschütteln konnte. Was ich echt schade finde, da es einen kleinen, bitteren Nachgeschmack hinterlässt bei einem ansonsten tollen Buch mit schöner Romanze.
Außerdem hätte es klasse als Einzelband funktioniert, wie zuerst von der Autorin geplant. Das daraus nun eine Trilogie wird… nun ja, ich weiß noch nicht was ich davon halten soll, da ich fürchte, das Buch wird mir dadurch noch weiter zerstört. Daher bin ich noch unentschlossen, ob ich weiterlesen oder es auch in Zukunft als Stand Alone ansehen werde.

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Das Cover finde ich zwar auf dem ersten Blick mit dem halben Mädchengesicht etwas langweilig, aber, wenn man das Hardcover mit den schillernden Farben und den leichten Schmetterlingsflügeln über den Augen genauer ansieht, ist es richtig schön.

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Eine gut durchdachte Welt, die zwar extrem dargestellt, aber in ein paar Hundert oder Tausend Jahren durchaus vorstellbar ist. Ein Buch voll Spannung, Nervenkitzel, tollen Figuren und das zeigt, wie sich Gefühle langsam entwickeln. Für mich eine absolute Überraschung, da ich ein schlichtes YA-Buch erwartet habe, aber es ist so viel mehr und geht eher in Sci Fi Fantasy mit guten Handlungsbogen. Top Empfehlung von mir – müsst ihr lesen! 😀

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4,5 of 5 points – (soo awesome!)

 

Liebste Grüße

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#1: Diabolic: Vom Zorn geküsst
#2: Titel unbekannt
#3: Titel unbekannt

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S. J. Kincaid:
S.J. Kincaid was born in Alabama, grew up in California, and attended high school in New Hampshire, but it was while living beside a haunted graveyard in Scotland that she realized that she wanted to be a writer. Her debut, Insignia, came out in July of 2012. The second book in the series, Vortex was released in July of 2013. The final book in the trilogy, Catalyst, came out October 28, 2014. Her standalone novel The Diabolic will be released in fall 2016  (Source: Goodreads.com)

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.Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an:

© Arena Verlag

 

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[Rezension] Der Kuss der Lüge

German Cover

English Cover

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‚Der Kuss der Lüge‘
von Mary E. Pearson

Die Chroniken der Verbliebenen # 1

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Band 1 der Chroniken der Verbliebenen, dem Epos um Intrigen, Lügen und Geheimnisse – endlich auch auf Deutsch zu lesen.
Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch die Prinzessin entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Beide sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt sich Lia zu beiden hingezogen …
(Source: Goodreads.com)

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Wieder ein ziemlich gehyptes Buch, das ich klarerweise dann auch unbedingt lesen wollte. Ich meine, schaut euch doch nur dieses Cover an! Wobei ich leider auch schon beim ersten kleinen Kritikpunkt wäre: Auf dem Cover ist eine blonde Frau, man bildet sich bereits dadurch ein vorab-Bild der Hauptfigur und schon auf den ersten Seiten steht dann „meine langen, dunklen Haare…“. Ich weiß nicht, ob ich in diesem Moment hätte lachen oder weinen sollen, aber es hat mich dieses Mal mehr gestört als sonst. 😀

Aber egal, fangen wir mit der Geschichte an, die, um ehrlich zu sein, lange auf sich warten hat lassen. Zwar hat Pearson einen wunderschönen Schreibstil und weiß damit zu verzaubern. Diese Kunst jedoch in Maßen einzusetzen und nicht ständig, gefällt mir persönlich besser, da sonst die Schreibweise schnell aufgeblasen und ‚zu viel‘, wodurch der Lesefluss gehemmt wird. Oder zumindest bei mir. :p Aber nicht nur der zähere Schreibstil hat mich immer wieder eingebremst, sondern auch die anfängliche sehr langsame, zähe Handlung. Einige Zeit kam es mir so vor, als würde die Hauptfigur Lia nur auf Reisen sein. Zuerst zu dem Ort, dann bleibt sie eine Weile dort. Tut dieses Belanglose oder jenes, denkt über Geschichten oder Bücher nach, die auch nicht soo viel zur Handlung beitragen, nur um sich dann wieder auf Reisen zu befinden. Das war wohl auch mein Hauptproblem: Das alles oftmals nur belanglose Szenen aus Lias neuem Leben waren mit gewissen Geplänkel mit zwei Jungs, aber die Haupthandlung wurde dadurch nur minimal vorangetrieben. Gemeinsam mit dem Schreibstil und den ganzen Umgebungbeschreibungen und Geschichten von früher hat es alles extrem langsam und langwierig gemacht. Mir persönlich zu sehr.

Und ja genau, ihr habt vorhin richtig gelesen. Es kommen zwei Männer vor, die Lia den Kopf verdrehen. Zu einem der Prinz, der seine geflüchtete Braut zurückholen möchte. Nun gut, eigentlich ist er deswegen etwas sauer, möchte sie einfach nur sehen und ist deswegen lange Zeit nicht gut auf sie zu sprechen, obwohl er sich ihren Sog nicht entziehen kann. Sie ist eben entwaffnend mit direkter, offener Art, den spitzen Worten auf der Zunge und einer ansehnlichen Verpackung. Deswegen wird auch Kerl Nummer zwei – der Assassine, der sie eigentlich umbringen soll, sofort von ihrem Wesen angezogen. Und der Clou an der ganzen Sache ist dieser, dass zwar hauptsächlich aus Lias Sicht erzählt werden, aber genauso der Prinz und der Assassine kurz ihre Sicht erzählen, wobei man nicht weiß, wer wer ist. Da die Männer im Buch Rafe und Kaden heißen, kann man als Leser selbst mitraten, wer von beiden wer ist. Was ich ganz witzig fand und auch lange Zeit fast der einzige Grund, warum ich überhaupt noch weitergelesen habe. Sonst war wie gesagt lange Zeit nicht viel los… gar nichts, um ehrlich zu sein, außer den Jungs und eben dieser Enthüllung der Identität. Und ich darf sagen – ich lag richig! 😀 *hehe* Alles andere wäre auch zu auffällig und logisch gewesen. Hat die Autorin aber gut gemacht.

Erst bei ungefähr 70% kam endlich eine spannendere Entwicklung und das Rätsel wurde gelüftet. Danach konnte ich auch mitbangen mit Lia und hoffte, dass es gut ausging. Es gab sogar eine Stelle, die hat mir den Atem geraubt und mich fast zu Tränen gerührt. Aber dadurch fühlte ich mich Lia nur verbundener. Sehr schön – auch das Ende, weil man wissen will, wie es weitergeht, obwohl ich anfänglich große Probleme mit dem Buch hatte. Daher doch noch die 3,5 Punkte für den Schluss und das Rätselraten. Man braucht definitiv viel Zeit und Geduld für dieses Buch, aber im Endeffekt zahlt es sich dennoch aus, besonders da ich glaube, dass die Welt und die Mythen noch viel Potential für die kommenden Teile bietet. Man darf also gespannt bleiben.

 

Wunderschönes Cover, das perfekt zur High Fantasy-Stimmung passt. Nur finde ich es sehr schade und am Anfang auch verwirrend, weil ein blondes Mädchen darauf zu sehen ist, anstatt ein dunkelhaariges.

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Ein Buch, das mit einem schönen, aber beladenen Schreibstil und verträumter Handlung aufwarten kann, die sich seeehr langsam entwickelt. Wer sich in Geduld übt, bekommt doch noch eine schöne Geschichte, die Potential auf mehr hat, sowie ein wenig etwas fürs Herz, das dezent darüber gestreut wird.

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3,5 of 5 points – (I really liked it)

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Liebste Grüße


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#1: Der Kuss der Lüge
#2: Das Herz des Verräters
#3: Dt. Titel unbekannt
#4: Dt. Titel unbekannt

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Mary E. Pearson:
Mary E. Pearson is the award-winning author of The Jenna Fox Chronicles, The Miles Between, A Room on Lorelei, and Scribbler of Dreams.  She writes full-time from her home office in California where she lives with her husband and two golden retrievers.
(Source: Goodreads.com)

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an:

und

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[Rezension] Die wahre Königin

German Cover

English Cover

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‚Die wahre Königin‘
von Sophie Jordan

Königreich der Schatten # 1

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Schwarze Finsternis, die seit siebzehn Jahren über dem Reich Relhok liegt, und die dicken Mauern ihres Turms – etwas anderes kennt Luna nicht. Die Welt muss sie für tot halten, nachdem ein Verräter bereits ihre Eltern ermordete, um sich der Krone zu bemächtigen. Als sie jedoch fliehen muss, weil ihr Leben in Gefahr ist, hilft ihr der Waldläufer Fowler, der ihre dunkle Welt mit Licht erfüllt … Doch nicht einmal ihm darf sie sagen, dass sie die wahre Königin Relhoks ist. Denn der neue König sucht weiter nach ihr, um sicherzustellen, dass sie niemals ihren Thron besteigt.  (Source: Goodreads.com)

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Eigentlich bin ich ohne jegliche Erwartung in das Buch gestartet. Das einzige, das ich davon wusste, war, dass es ein High Fantasybuch ist und es um ein dunkles Königreich handelt. Außerdem sagte mir der Autorenname schon etwas, obwohl ich ihre anderen Bücher noch nicht gelesen, jedoch viel Gutes gehört habe. Daher wusste ich, sie kann schreiben und neue, fantastische Welten erschaffen – und das hat sie auch hier gemeistert.

Obwohl, so fantastisch ist diese Welt leider nicht, denn die Welt ist in Dunkelheit gehüllt, nur eine Stunde lang zu Mittlicht erscheint kurz die Sonne. Und immer, wenn Dunkelheit herrscht kriechen die Finsterirdischen durch den Erdboden an die Oberfläche, um Menschen aufzusaugen – bizarre Wesen, die schwer zu töten sind und neben der Not der Finsternis, weiteren Schrecken in die Welt bringen. Irgendwie hatte die Idee Ähnlichkeit zur „Das Lied der Dunkelheit-Reihe von Brett, wo ja auch bei Nacht Dämonen aus dem Boden krabbeln.

Diese Welt lernen wir aus den zwei Sichtweisen von einerseits Luna kennen, und andererseits von dem Waldläufer Fowler. Luna lebt seit sie denken kann in einem Turm, mit ihrer Amme und einem Ex-Soldaten, die sich um sie kümmern und ihr alles über die Welt da draußen beibringen, obwohl sie im Turm keiner unmittelbaren Gefahr ausgesetzt sind. Denn Luna hat nicht nur eine besondere Abstammung, sondern auch ein Handicap. Hier muss ich sagen, dass ich es zwar toll fand, wie das am Anfang gemacht wurde, weil ich ‚das‘ überhaupt nicht gemerkt habe. Aber dennoch fand ich es etwas zu unrealistisch beschrieben. Ohne zu viel zu verraten, glaube ich kaum, dass sich Luna mit diesem Handicap derart gut durchschlagen kann, sogar besser noch als andere, außer sie hätte eine magische Fähigkeit, die sie dahin unterstütz. Davon war aber nie die Rede, daher hier auch meine Kritik. Aber ansonsten mochte ich Luna eigentlich ganz gerne und sie hat sich trotz ihrer Abgeschiedenheit nicht komplett naiv verhalten. Dass sie sich gleich relativ schnell in Fowler verguckt und nur noch an ihn denken kann, war ja absehbar, daher ja, einfach zu akzeptieren. 😀

Aber ich muss auch sagen, ich mochte Fowler, obwohl ich die ganze Zeit kein rechtes Bild von ihm im Kopf hatte… was vermutlich auch wieder daran liegt, dass seine Haarfarbe nie erwähnt wurde (oder habe ich das verpasst?). Ich weiß nur, dass er grüne Augen hat. Ansonsten ist er anfänglich aufgrund seiner Geschichte ein ziemlich ruppiger, abweisender Typ, taut aber im Verlauf der Geschichte immer weiter auf. Ich mochte es, dass er trotz seiner Gefühle die meiste Zeit seinen Kopf behalten hat und weiterhin auf die Gefahren Achtgab, was bei Luna nicht immer so war. Außerdem ergaben sie ein schönes Paar und ich hätte gerne mehr und länger etwas davon gehabt, nicht nur auf so kurzen Passagen.

Was mich aber gegen Ende wirklich gestört hat, muss ich jetzt kurz loswerden, daher ab hier SPOILER:

Warum, warum wird Fowler von diesen Finsterirdischen plötzlich unter die Erde in ihr Reich verschleppt und wie kann Luna ihnen dahin folgen??? Ich meine, bis hierhin wurden die Menschen von diesen Dingern einfach immer verspeist und aufgefressen und jetzt auf einmal ziehen sie ihn mit unter die Erde, obwohl er hätte tot sein sollen, nur damit wir eben im zweiten Teil auch noch einen Fowler haben?!? Warum das überhaupt schreiben, geht es nicht eher darum, zurück in die Hauptstadt zu kommen, um den falschen Königin aufzuhalten. Nein, machen wir doch lieber noch einen Abstecher in die sprichwörtliche Hölle, um einen vielleicht noch lebendigen Fowler zu retten. Immerhin wird gerade er als einziger nicht gleich verspeist. Das fand ich total unnötig bzw. einfach schlecht und unlogisch gemacht. Dazu hätte ich vielleicht vorher schon einmal erwähnen können, dass die Finsterirdische hin und wieder (ganz selten oder so) Menschen auch verschleppen. Aber das kam bis dahin nie zur Sprache. Fand ich sehr komisch und diesen Cliffhanger am Ende hat mir einiges an dem Buch zerstört. Sehr schade. :/

 

Ein tolles Cover, das auf mich total faszinierend wirkt und auch super zur Geschichte passt – dass es trotz Dunkelheit eine wunderschöne Blume gibt. Und erst die Form zur Krone ist ein richtiger Hingucker! *thumps up*

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Die Geschichte hat interessant begonnen und auch zwischendurch spannende Stellen gehaben, obwohl es sich manchmal auch etwas gezogen hat und mir die Sache mit Luna leider zu unvorstellbar/ unrealistisch war. Außerdem konnte mich das Ende nicht begeistern zurücklassen, sondern hat mich mit diesem unnötigen Cliffhanger eher enttäuscht, weshalb ich mich etwas vor dem nächsten Teil fürchte. Zwar eine gute Grundidee, die aber an manchen Ecken und Kanten noch etwas besser hätte ausgefeilt werden können. Dennoch ein gutes Buch in diesem High Fantasy YA Genre.

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4 of 5 points – (Great, Great, Great)

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Liebste Grüße


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#1: Die wahre Königin
#2: Rise of Fire (dt. Titel unbekannt)

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Sophie Jordan:
Sophie Jordan took her adolescent daydreaming one step further and penned her first historical romance in the back of her high school Spanish class. This passion led her to pursue a degree in English and History.
A brief stint in law school taught her that case law was not nearly as interesting as literature – teaching English seemed the natural recourse. After several years teaching high school students to love Antigone, Sophie resigned with the birth of her first child and decided it was time to pursue the long-held dream of writing.
In less than three years, her first book, Once Upon A Wedding Night, a 2006 Romantic Times Reviewers‘ Choice Nominee for Best First Historical, hit book shelves. Her second novel, Too Wicked To Tame, released in March 2007 with a bang, landing on the USA Today Bestseller’s List.

(Source: Goodreads.com)

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an:

und

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[Rezension] Rat der Neun – Gezeichnet

German Cover

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English Cover

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‚Rat der Neun – Gezeichnet‘
von Veronica Roth

Carve the Mark # 1

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In einer Galaxie, in der Gewalt und Rache das Leben der Völker beherrschen, besitzt jeder Mensch eine besondere Gabe, eine einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch nicht jeder profitiert von seiner Gabe …
Cyra ist die Schwester des brutalen Tyrannen Ryzek. Ihre Gabe bedeutet Schmerz, aber auch Macht – was ihr Bruder gezielt gegen seine Feinde einsetzt. Doch Cyra ist mehr als bloß eine Waffe in Ryzeks Händen: Sie ist stark und viel klüger, als er denkt.
Akos stammt aus einem friedliebenden Volk und steht absolut loyal zu seiner Familie. Als Akos und sein Bruder von Ryzek gefangen genommen werden, trifft er auf Cyra. Er würde alles dafür tun, seinen Bruder zu retten und mit ihm zu fliehen, doch mächtige Feinde stehen ihm im Weg. Akos und Cyra müssen sich entscheiden: sich gegenseitig zu helfen oder zu zerstören …
(Source: Goodreads.com)

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Eine Rezension zu einem Buch zu schreiben, das gefühlt alle lesen wollen oder es schon getan und oft auch geliebt haben, ist verdammt schwer. Besonders wenn man wie ich doch hier und dort seine Probleme damit hatte.

Angefangen hat es eigentlich ganz interessant und zuerst fühlte ich mich auf den Eisplaneten Hoth aus Star Wars entführt mit seinem kalten Klima und der Stimmung im Buch. Dort lernen wir zuerst Akos als Jungen mit seiner Familie, seinen zwei Geschwistern kennen. Alle drei haben eine Lebensgabe, ein besonderes Schicksal, das eigentlich nur die Orakel kennen und geheim gehalten wird. Alles ist gut, bis ihre Schicksale öffentlich gemacht werden und es zu einem Überfall auf ihre Familie kommt.
Dann wechselt die Szenerie in ein warmes Land zu den Shotet und somit zur weiblichen Hauptfigur Cyra. Hier hatte ich oft das Bild der Dothraki aus Game of Thrones im Kopf. Keine Ahnung warum, vermutlich wegen der Beschreibung der Umgebung, der Leute, des hitzigen Temperaments und Klimas. Aber am besten fand ich diese ständige Bezeichnung des Stroms, der alles durchwirkt, ihn jeden fließt, Stärke und Leben schenkt: Ich habe ständig Yoda gesehen der Luke anfeuert „Die Macht ist mit dir. Die Macht ist stark in dir.“ Haha, sorry, aber manchmal musste ich deswegen echt schmunzeln. xD
Außerdem wird nun in einer früheren Zeitleiste erzählt, die immer wieder von einer Szene zur anderen nach vorne springt, bei denen man kurz die Eltern, ihren zuerst netten, dann brutalen Bruder Ryzek, ihren ersten Blick auf Akos, der nun als Sklave bei den Shotet lebt. Das geht solange bis sie ungefähr 16/ 17 ist und ihre Eltern längst tot, und ihr Bruder das Sagen hat. Durch die Fähigkeiten von Cyra bzw. Akos, stellt ihr Bruder Akos in ihre Dienste, damit er ihr ‚bei einer Sache‘ helfen soll, weshalb sie sich nach anfänglicher Skepsis irgendwann annähern.

Cyra ist die typische Anti-Heldin, die sich selbst viel schlechter, böser sieht, als sie in Wahrheit ist, obwohl sie schlimme Dinge getan hat. Aber nicht aus freien Willen. Sie war okay für mich, aber oft auch zu abwehrend und so ganz konnte ich leider nicht mit ihr fühlen. Akos hingegen ist immer einer von den Guten. Egal ob als Kind oder als fast Erwachsener oder auch nachdem er jemanden getötet hat. Er ist gutmütig, glaubt trotz seiner Erlebnisse noch an das Gute und ist stur, auch wenn es keine Hoffnung gibt. Ihn mochte ich wohl am meisten im ganzen Buch. 😀

Zwar klingt das jetzt alles richtig toll, aber leider konnte ich keine richtige Verbindung zu den Figuren aufbauen. Alles wirkte sehr neutral erzählt, besonders die schönen Gefühle und Empfindungen blieben fast gänzlich unerwähnt, nur die Schmerzen und Verlust wurde genauer geschildert, was mir zu wenig war. Irgendwie hat die Erzählweise immer eine Distanz geschaffen, die ich nicht überwinden konnte.

Hinzukommt, dass in der Handlung lange Zeit, bis auf die kurze Szene mit Akos Familie, nichts passiert. Die Geschichte hantelt sich von einer Szene in die nächste ohne erkennbaren roten Faden und einer richtigen Handlung. Alles geht sehr langsam, zäh und ermüdend und man hat das Gefühl, die Autorin verliert sich in ihren Beschreibungen und Geschichten, die nicht zur eigentlichen Handlung beitragen. Daher war das leider nicht nach meinem Geschmack, auch wenn andere gerade diese langsame Entwicklung toll fanden.

Erst gegen Ende wurde es interessanter und ich wollte wieder freiwillig weiterlesen, ohne mich dazu zwingen zu müssen. Dennoch blieb der Schluss relativ offen und vom Rat der Neun hat man bisher nur in Erzählungen gehört und wird wohl im zweiten Teil eine Rolle spielen. Für mich war das Buch nicht das, was ich erwartet habe und dementsprechend enttäuscht bin ich auch zum Teil. Daher bin ich auch noch unentschlossen, ob ich die Reihe weiterverfolgen werde.

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Gefällt mir richtig gut und hat mich vom ersten Blick an neugierig gemacht.

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Eine heiß erwartete spannende Sci Fi Geschichte, bei der ich mir prickelnde, actiongeladene Szenen erwartet, aber nur die Hälfte dessen bekommen habe. Eine sehr langsame Handlungsentwicklung kann nur kurz gegen Ende etwas Pfeffer zeigen und auch die Charaktere konnten keine Verdingung zu mir aufbauen. Gute Grundidee mit gut ausgearbeiteter Welt, aber leider zu zäh für mich und daher nur eine bedingte Empfehlung.

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3 of 5 points – (I liked it)

 

Liebste Grüße

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#1: Gezeichnet
#2: Dt. Titel unbekannt

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Veronica Roth:
Veronica Roth is from a Chicago suburb. She studied creative writing at Northwestern University, and wrote DIVERGENT (Katherine Tegen Books, May 2011) and INSURGENT (May 2012). The third and final book in The Divergent Trilogy, ALLEGIANT, will come out on October 22, 2013. In the meantime she will spend endless hours browsing Wikipedia in her pajamas as she eats corn flakes. (Or some other kind of bland breakfast cereal.)  (Source: Goodreads.com)

Visit her Website »»

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.Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an:

© Random House

 

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[Rezension] Eis wie Feuer

German Cover

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English Cover

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‚Eis wie Feuer‘
von Sara Raasch

Schnee wie Asche # 2

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Sie ist pure Magie…
Drei Monate sind seit der großen Schlacht zwischen dem Königreich Winter und Frühling vergangen, bei der König Angra in die Flucht geschlagen wurde. Thronerbin von Winter, Meira, will vor allem eines: Frieden und Sicherheit für ihr Volk. Doch als die verloren geglaubte Quelle der Magie in den Minen der Winterianer gefunden wird, stellt dies das gesamte Machtgefüge in Frage: Prinz Theron brennt darauf, die Magie als Waffe gegen die Feinde von Winter einzusetzen. Meira jedoch fürchtet die Kräfte, die sie damit entfesseln könnte …
(Source: Goodreads.com)

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Schon eine ziemlich lange Zeit habe ich auf die Fortsetzung gewartet, da ich von Band eins doch sehr überzeugt war. Doch ich muss gestehen, dass mich der zweite etwas enttäuscht hat.

Angefangen hat alles damit, dass drei Monate seit der Befreiung der Winterianer vergangen sind und sie einerseits am Wiederaufbau und anderseits an den Minen arbeiten, weil König Noam, der ihnen zur Seite gestanden ist, das von ihnen wünscht. Nicht nur in diesem Belangen fühlt sich das neu auferstandene Königreich Winter, wie auch die Königin Meira in eine Ecke gedrängt. Sie ist nicht mit allem einverstanden, muss sich aber beugen und all das fühlt sich nach den ganzen Strapazen nicht richtig an. Genauso die Beziehung zwischen ihr und Prinz Theron, Noams Sohn, die immer weiter auseinanderdriftet. Oder die zerbrochene Freundschaft/ Liebe zu ihrer Jugendliebe Mather, der sich nicht mehr blicken lässt, obwohl er früher ein fester Bestandteil ihres Lebens war…

Wie ihr seht, hat es das neue Königreich und auch Meira nicht leicht, wir Leser aber auch nicht. Denn man merkt schnell, dass auch nach dem Sieg über König Angra nicht alles glänzt und perfekt ist, was ich echt schade fand. Da der erste Teil nur aus Verlust und Kampf bestand, hätte ich mir zumindest kurzzeitig ein bisschen eine heile Welt gewünscht, aber das bekommen wir nicht. Denn der Magieschlund wurde gefunden und um diesen zu öffnen, muss sich Meira auf eine Suche nach verborgenen Schlüsseln begeben. Natürlich dabei Prinz Theron, der aber immer undurchsichtiger wird.

Nun, was soll ich sagen. Mir war es einerseits zu bedrückend und andererseits gab es nichts, was mich so richtig begeistert oder mitgenommen hat. Die Romanze fehlte in diesem Teil leider völlig und im Prinzip war es ein stetiges, unstillbares Sehnen, vor allem von Mather. Was ich ja auch nicht so schlecht fand, nur etwas mehr Handlung in diese Richtung wäre toll gewesen, es passierte alles so passiv. Ich bin übrigens Team Mather, falls ihr euch das fragen solltet! 😀
Genauso wie die Reise mit Meira, bei der sie einfach von einem Ort zum anderen Ziehen, ohne dass jetzt wirklich viel passiert oder sie viel entschlüsseln müssen. Sie hat oft total viel Glück und stößt leicht auf die zu suchenden Objekte.  Daher fand ich vieles an dem zweiten Teil auch leider etwas zäh, langwierig und fade.

Zum Glück wurde es dann aber gegen Ende wieder richtig spannend und alle Ereignisse haben sich zugespitzt, sowie die zwei Sichtweisen von Meira und Mather wurden zusammengeführt, was mir dann richtig gut gefallen hat. Leider blieb es dann doch nicht dabei und jetzt habe ich etwas Angst vor dem dritten Teil, da ich fürchte, dass dort Meira und Mather wieder die ganze Zeit voneinander getrennt sein werden, wovon ich leider gar kein Fan bin und auch hier in diesem Teil so war. Schade.

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Das Cover ist wie beim ersten Band ein Traum und der Grund, warum ich überhaupt auf die Reihe aufmerksam wurde. Ich liebe die Bilder in dem aufgeteilten Yin Yang Symbol und die ganze Harmonie des Covers ist sehr stimmig.

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Ein mittelmäßiger zweiter Band in einer guten High Fantasy Jugendbuch-Reihe, mit netter Weltengestaltung, aber bei dem es an manchen Ecken und Kanten für mich nicht ganz funktioniert hat bzw. zu viele und lange Beschreibungen und zähe/ langweilige Passagen waren. Dennoch eine interessante Geschichte, die ich für jugendliche Leser weiterempfehle, die nicht unbedingt eine große Romanze brauchen.

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3 of 5 points – (I liked it)

 

Liebste Grüße

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#1: Sara Raasch – Schnee wie Asche
#2: Sara Raasch – Eis wie Feuer
#3: Sara Raasch – Ice like Night

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Sara Raasch:
Sara Raasch has known she was destined for bookish things since the age of five, when her friends had a lemonade stand and she tagged along to sell her hand-drawn picture books too. Not much has changed since then — her friends still cock concerned eyebrows when she attempts to draw things and her enthusiasm for the written word still drives her to extreme measures. Her debut YA fantasy, SNOW LIKE ASHES, the first in a trilogy, came out October 14, 2014 from Balzer + Bray. It does not feature her hand-drawn pictures.
(Source: Goodreads.com)

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.Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an:

© Random House

 

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[Gast-Rezension] – Plötzlich Prinz: Die Rache der Feen [Nadine]

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‚Plötzlich Prinz: Die Rache der Feen‘
von Julie Kagawa

Plötzlich Prinz #3

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Knapp dem Tode entronnen, muss Ethan Chase, der Bruder der Feenkönigin Meghan, feststellen, dass Nimmernie und die Welt der Menschen bedroht sind. Nachdem die Barrieren zwischen den beiden Welten durchlässiger geworden sind, gewinnt die Herrscherin der Vergessenen, beflügelt durch die Furcht der Menschen, zunehmend an Macht. An der Spitze ihrer Armee: Keirran, Ethans Neffe und Meghans abtrünniger Sohn! Die Vergessenen wollen die Herrschaft über ganz Nimmernie an sich reißen, und der Einzige, der sie jetzt noch stoppen kann, ist Ethan. Doch er muss dafür alles riskieren: das Vertrauen seiner Schwester, seine Liebe zu seiner Freundin Kenzie und sein Leben … (Source: randomhouse.de)

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Da sind wir nun also – angekommen im letzten Teil der Plötzlich-Fee-/ Plötzlich Prinz-Reihe und ich kann euch sagen, es war eine harte, anstrengende und aufregende Reise für alle Beteiligten.

Ethan hat den üblen Verrat durch Keirran überlebt und muss sich nun gemeinsam mit den Feenherrschern der Situation um den Kampf des Nimmernie stellen. Eine weitere Feenkönigin, der es Einhalt zu gebieten, eine Armee von Vergessenen, die es zu bezwingen gilt…Die Schauplätze, die Kagawa wieder aufleben lassen und auch neu erschaffen hat, waren wie immer fantastisch, aufregend und toll beschrieben. Es war ein bisschen wie Nach-Hause-kommen, als ich an alten Orten Meghan, Ash, Puck, Grim… ja selbst Titania und Mab wiederbegegnet bin. Aber auch die neuen Schauplätze haben mir sehr gefallen und ich frage mich immer wieder wie man so kreativ tolle Orte erschaffen kann! Das Nimmernie hat seinen Charme also auch dieses Mal keinesfalls verloren – ich kann euch sagen, ich werde die Feenwelt und seine Bewohner sehr vermissen.

Obwohl ich dem letzten Teil insofern entgegengefiebert habe, dass ich endlich wissen wollte, wie es denn nun letzten Endes ausgeht, war ich enttäuscht von einigen Charakteren.

Es ist mir schwer gefallen, Meghan so distanziert und nur nebenbei gesehen zu haben. Durch ihre Seitenrolle erschien sie mir fast etwas fremd. Es ist mir klar, dass es nicht ihre Geschichte war, um die es ging, aber dennoch hätte ich mir mehr Miteinander für Ethan und sie gewünscht.
Ganz besonders deshalb, weil ich finde, dass Ethan’s Entwicklung im Verlauf eher bedauerlich war. Von Teil I –III  konnte ich einfach nicht diesen, durchaus als sehr maskulin-attraktiv beschriebenen, jungen Schwertkämpfer mit dem immer noch kleinen, jammernden Kind, das er stellenweise war, in Einklang bringen. Da pfeffert er in der einen Minute noch sämtlichen Vergessenen seine Schwerter um die Ohren, um u.a. das gesamte Nimmernie zu retten (das er so hasst), und im nächsten Moment hat er (WIEDER) Trotzanwandlungen und ist immer noch sauer, dass überhaupt Feen in seinem Leben sind und, noch wichtiger, seine Schwester ihn verlassen hat wegen einer „blöden“ Fee (seine Gedanken, nicht meine). Und diese ganze Sache diskutiert er keinesfalls mit Meghan aus, sondern gibt (weiterhin) Ash die Schuld daran. Wo ist der Junge denn dann bitte gereift?! Mit Klar ist es einfacher auf den „emotional-Fremden“ sauer zu sein, aber wenigstens jetzt  hätte ich mir eher gewünscht, dass er diesen Reifegrad erreicht und es mit Meghan ausmacht, nicht (nur) mit Ash. Es wird besonders am Anfang dieses Buches eine dermaßen enge und innige Bindung zu seiner Schwester beschrieben, sodass ich einfach nicht verstehe, dass er den „Vertrauensbruch“ ihrerseits nicht auch mit ihr ausmacht, sondern abwälzt.
Was es mir weiterhin schwer gemacht hat, auch wenn ich jetzt vielleicht Rüge bekomme, waren seine gelegentlich doch recht derben „Ich hau jetzt drauf und bin der coole Kerl“-Sprüche im Vergleich zum totalen Softie (Stichwort Kenzie) und Jammertyp (siehe oben). Das waren mit etwas zu viele Gegensätze. Sicherlich ist es nicht einfach alle Emotioinen, die Ethan (sogar absolut verständlicherweise hat) unter einen Hut zu  bringen, aber für mich war es nicht in sich abgerundet geschrieben. Und nachdem mich also diese ganzen Dinge schon leicht auf die Palme gebracht haben, kam mir Razor mit seinem „böse Mieze“doch „einmal“ zu oft vor. Emotional hat es Kagawa also dieses Mal nicht geschafft mich mit ihren Figuren positiv zu berauschen und von deren Gefühlen mitreißen zu lassen.

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Das deutsche Cover ist wie im Stil der Vorgänger dieser Reihe gehalten. Man sieht immer noch die Verbindung zur „1.Generation“, aber es wurde auf die Schnörkel verzichtet, was meiner Meinung nach auch besser zum männlichen Protagonisten passt. Durch die Schlichtheit verliert es damit aber leider ein bisschen Glamour und ist weniger ein Eyecatcher.

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Der letzte Teil einer langen Reise und obwohl ich die Bewohner und Schauplätze des Nimmernie sehr vermissen werde, bin ich auch froh, dass dieser Teil der Geschichte zu Ende ist. Das große emotionale Feeling wie in der ersten Reihe ist leider ausgeblieben und obgleich die fantastische Welt mich gefangen hielt, konnten die (neuen) Charaktere nicht so fesseln. Es bleiben ein wehmütiges und ein erleichtertes Auge zurück. Ich hoffe, eines Tages nochmal ins Nimmernie eintauchen zu können, aber dann entweder von der  ersten Generation zu lesen oder aber ein detaillierteres „Crossover“ der beiden Generationen zu erleben.

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3 of 5 points – (I liked it)

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Liebste Grüße.

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#1: Kagawa, Julie – Plötzlich Prinz: Das Erbe der Feen
#2: Kagawa, Julie – Plötzlich Prinz: Das Schicksal der Feen
#3: Kagawa, Julie – Plötzlich Prinz: Die Rache der Feen

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Julie Kagawa:https://i0.wp.com/juliekagawa.com/wp-content/uploads/2014/09/JuliePic_650.jpg
She was born in Sacramento, California. To pay the rent, Julie worked in different bookstores over the years, but discovered the managers frowned upon her reading the books she was supposed to be shelving. Then she worked as a professional dogtrainer for several years, until her first book sold and she stopped training to write full-time.
Julie now lives in Louisville, Kentucky. She lives with her husband, two obnoxious cats, one Australian Shepherd who is too smart for his own good, and the latest addition, a hyper-active Papillon puppy.
(Source: juliekagawa.com)

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an:

© Random House

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