Archiv der Kategorie: Thriller/ Horror

[Rezension] Spinnenfeuer #6

German Cover

English Cover

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‚Spinnenfeuer‘
von Jennifer Estep

Elemental Assassin # 6

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Eigentlich wollte Gin Blanco endlich Urlaub machen! Doch anstatt sich nach dem Sieg über ihre Erzfeindin Mab Monroe im Strandort Blue Marsh nur die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen, steht die Spinne plötzlich einem Feind gegenüber, der noch viel gefährlicher ist als die Feuermagierin. Ein mächtiger Vampir bedroht eine alte Freundin von Gins Schwester und deren Lokal. Das kann Gin natürlich weder als Restaurantbesitzerin noch als Auftragsmörderin auf sich sitzen lassen. So greift die Spinne auch im Urlaub zu ihren Waffen. Und dann taucht auch noch ihr alter Liebhaber Detective Donovan Caine auf… und bringt Gin zusätzlich ins Schwitzen. (Source: Goodreads.com)

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Wieder einmal habe ich lange auf dieses Buch gewartet, gleichzeitig hatte ich auch ein wenig Angst davor, weil Dinge im Klappentext angedeutet wurden, die ich einfach nicht haben wollte. Zum Teil wurden diese bestätigt, zum anderen doch noch gut gelöst.

Aber beginnen wir mit dem Anfang, bei dem Gin einwilligt, mit Owen, Finn und Bria auf Urlaub zu fahren, da die letzten Wochen nach Mabs Tod anstrengend für Gin waren. Ständig lauern ihr Gangster auf und möchten jene Auftragsmörderin zur Strecke bringen, die Ashlands mächtigste Frau getötet hat. Hinzu kommt, dass ein alter Bekannter noch immer ein hohes Lösegeld auf ihren Kopf ausgesetzt hat.
Zuerst sind Bria und Gin alleine, da Gin die Beziehung zu ihrer kleinen Schwester kitten möchte. Ja genau, richtig gelesen! Plötzlich haben die beiden nämlich ein riesiges Problem miteinander, was mir vorhin noch nie derart aufgefallen ist. Bria gibt nämlich unterschwellig Gin die Schuld für ihre Folterung durch Mab und außerdem kommt Bria als Polizistin nicht ganz mit Gins Hang zum schnellen Töten klar, ob für Geld oder den guten Zweck. Ich fand Bria in diesem Teil einfach nur fies, gemein, übertrieben selbstgerecht und doppeldeutig. Für Bria war es zwar schon in den vorigen Bänden ein wenig schwierig, eine Profilkillerin als Schwester zu haben, aber hier hat sie den Vogel abgeschossen mit ihrer gewollt super weißen Weste. Beim Lesen fühlte ich mich wie vor den Kopf gestoßen, da mir dieser Konflikt zwischen den beiden viel zu gewollt und plötzlich konstruiert war. Und anstatt offen mit Bria darüber zu reden, schweigt Gin zu diesem Thema, versucht nur insgeheim alles, um ihr zu helfen, bzw. jammert innerlich rum. Fühlte sich leider ebenfalls nicht richtig an und passte nicht zu ihr. :/

Und dann kam wie es kommen muss: der Arsch von Detective Donovan Caine taucht wieder in Gins Leben auf. Dabei ist er der gleiche arrogante, selbstgefällige und –gerechte Typ wie schon damals in Ashland, obwohl er Gin nach wie vor mit den Augen verschlingt. Bei ihm fällt mir kein anderes Wort als Arsch ein, das sein Verhalten beschreiben könnte und daher hat es mich auch furchtbar aufgeregt, dass zu Beginn des Wiedersehens Gin doch recht durcheinander war. Sich an die Gefühle mit ihm zusammen zu sein erinnert hat und und und…. Ich dachte dabei die ganze Zeit nur: NEEEEIN! Und OWEN!!! *hach*
Ja, an diesen Stellen habe ich gelitten, gemeinsam mit Owen, weil der ja noch nicht da war und erst später mitmischen konnte. Also war ich stellvertretend für ihn eifersüchtig! ^^

Zum Glück hat sich das Blatt dann doch noch gewendet und die Probleme, die ich allesamt mit den Beginn dieses Teils hatte, haben sich langsam immer weiter aufgelöst. Auch gab es spannende Momente gegen den Hauptfeind in diesem Teil, der fast so mächtig war wie damals Mab. Dennoch schafft sie es und es kommt alles zu einem guten Ende, wie immer. Auch das mit Donovan wird endlich, ENDLICH geklärt und bei dieser Szene hat Gin eindeutig wieder Pluspunkte bei mir gesammelt. TEAM OWEN all the way!! ❤ 😀

Wie ihr seht, hat das Buch holprig für mich begonnen, genauso, wie ich es nach dem fünften Band befürchtet hatte. Doch das Ende und der Mittelteil konnten es für mich wieder herausholen/ retten. Ich bin froh, dass Gin gefühlsmäßig wieder zur Besinnung gekommen ist, weiß was sie will, und dort angekommen ist, wo sie hingehört. Perfekt… eigentlich könnte die Reihe jetzt enden. Und ich frage mich ein wenig, was jetzt noch alles kommen soll? Habt ihr eine Idee? ^^ 😀

Die neuen Coverdesigns gefallen mir leider weniger gut, als die vorherigen. Die schwarze Grundfarbe der Cover hat mM nach viel besser gepasst, als diese helle Edition.

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Ein weiterer Band in einer tollen Reihe, die ich nicht mehr missen möchte. Trotz holprigen Start mit schwierigen Beziehungsstrukturen, konnte Estep das Steuer doch noch herumreißen und mich zufrieden das Buch beenden lassen. Für mich ist fast alles erzählt und ich frage mich nun, was uns die weiteren Teile noch alles bieten können. Wir dürfen gespannt sein!

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4 of 5 points – (Great, Great, Great)

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Liebste Grüße


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# 1: Jennifer Estep – Spinnenkuss
# 2: Jennifer Estep – Spinnentanz
# 3: Jennifer Estep – Spinnenjagd
# 4: Jennifer Estep – Spinnenfieber
# 5: Jennifer Estep – Spinnenbeute
# 6: Jennifer Estep – Spinnenfeuer
# 7: Jennifer Estep – Spinnengift
# 8: Jennifer Estep – Deadly Sting
# 9: Jennifer Estep – Heart of Venom
#10: Jennifer Estep – The Spider
#11: Jennifer Estep – Poison Promise
#12: Jennifer Estep – Black Widow
#13: Jennifer Estep – Spider’s Trap
#14: Jennifer Estep – Bitter Bite

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(© goodreads)

Jennifer Estep:
She is a New York Times bestselling author, prowling the streets of her imagination in search of her next fantasy idea.
Jennifer writes the Elemental Assassin adult urban fantasy series for Pocket. Books in the series are SPIDER’S BITE, WEB OF LIES, VENOM, TANGLED THREADS, SPIDER’S REVENGE, and BY A THREAD. (Source: goodreads.com)

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an:

 

© Piper

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[Snapshot] Sinners on Tour: Heiß geküsst/ In Blut geschrieben

. .Snapshots sind kurz-Rezis zu gelesenen Büchern, die einen Einblick geben sollen, was mir an dem Buch gefallen hat und was nicht, oder ob es empfehlenswert ist.

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‚Sinners on Tour: Heiß geküsst‘
von Olivia Cunning

 Sinners on Tour # 2

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(© goodreads)

Meine Meinung:
Zwar hatte ich meine Probleme mit Band 1, war dann aber doch neugierig genug, um mich zu fragen, wie es wohl weiter geht und wie der Bad Guy der Gruppe sein Happy End findet. Schon im ersten Teil fiel das Licht auf Sed eher negativ und man muss sich doch erst mal an ihn und seine exzessive Art gewöhnen. Aber nach und nach bemerkt man, dass eine Wunde aus der Vergangenheit ihn zu dem gemacht hat, was er ist und daran ist zum Teil auch seine Ex-Verlobte Jessica schuld, bzw. ein riesen großes Missverständnis zwischen den beiden. Und genau diese Ex-Verlobte tritt wieder in sein Leben und zwar vehementer, als beide Beteiligten zuerst gedacht hätten.
Es kommt wie es kommen muss und Sed kann die Finger nicht von ihr lassen, genauso wenig wie Jessica von ihm. Was kommt sind Marathonsex, dazwischen ein wenig Handlung, Sex, Sex, kleine Tragödie mit einem Paparazzi, Sex, Erkrankung eines Bandmitglieds und noch viel mehr Sex.
Ehrlich – die hatten ständig Sex und versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Erotikbücher oder viel Sex in einem Buch, aber dann sollten doch wenigstens die Charaktere auch mal was anderes denken als nur an Sex!? Und es ist definitiv zu viel Sex, wenn mir alleine vom Lesen alles weh tut und ich fast eine Blasenentzündung bekomme – that can‘t be healthy! :p Ne, sorry, war echt ganz nett und manches süß, mit okay- Nebencharakteren, aber leider war es zu viel Sex *Überraschung* und ich bin auch nicht so richtig mit Sed oder Jessica warm geworden. Schade für den zweiten Teil, aber mal sehen, ob der dritte Teil die Reihe für mich wieder retten kann.

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„In Blut geschrieben“
von Anne Bishop

Die Anderen # 1

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(© goodreads)

Meine Meinung:
Jetzt nach dem Ende des Buches, bin ich irgendwie total sauer deswegen. Versteht mich nicht falsch, einiges davon habe ich geliebt, aber besonders Richtung Ende verließ mich diese Begeisterung immer mehr. *heul* Zwar gab es einen tollen Start in eine brutale, interessante Welt mit sympathischen Charakteren  (liebe Meg und Sam und auch Simon, bei dem klar war, dass er zwar gerne knurrt, aber einer von den Guten ist^^). Aber das Ende war zu einfach und die Motivation des ‚Feindes‘ viel zu easy gestrickt. Außerdem versteh ich nicht, warum der Bulle Monty so wichtig war/ so viel Raum bekommen hat?!
Das letzte Drittel des Buches haben zu 80% Monty oder ‚der Feind‘ erzählt, was mich total gestört hat, nicht nur weil es dadurch zu viel verraten und die Spannung genommen hat. Sondern auch, weil ich viel lieber bei Meg und Simon geblieben wäre. Ich hätte die Veränderung ihrer Freundschaft gerne MITERLEBT, anstatt es von außen einfach so vor die Füße geworfen zu bekommen. Von Romanze gar nicht mal zu sprechen… Echt sehr viel verschwendetes Potential *schade*schade*schade* Aber ich baue auf Band 2 und 3, da es ja eine längere Reihe ist und das alles vielleicht noch kommen wird. Mal sehen – drückt mir die Daumen! 😀

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Liebste Grüße

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[Rezension] No Heartbeat before Coffee

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‚No Heartbeat before Coffee‘

von

Maria M. Lacroix

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Diana Cunningham # 1

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Während eines Einsatzes gegen einen dunklen Hexenclan wird Diana, kampferprobte Spezialistin des Instituts für »Research and Identification of Paranormal Activities«, mit einem tödlichen Fluch belegt. Rettung aus ihrer aussichtslosen Lage erhält sie ausgerechnet von einem Werwolf.
Obwohl auch er in ihrer Weltsicht zum Feind zählt, bleibt ihr nichts anderes übrig, als Jamie zu vertrauen. Und als wäre ihr Leben nicht verzwickt genug, zieht er sie stärker an, als sie sich selbst eingestehen will.
Gleichzeitig wird Seattle von einer brutalen Mordserie erschüttert, sodass Diana ihre persönlichen Probleme in den Hintergrund stellt, um sich voll und ganz der Aufklärung des Falles widmen zu können. Doch ihre Kollegen dürfen weder von ihren Gefühlen für Jamie erfahren noch, welchen Preis sie für ihr Überleben gezahlt hat…
(Source: Goodreads.com)

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Sofort von der ersten Seite an wird man mitgerissen in diese Geschichte und komplexe Welt, die Lacroix hier erschaffen hat. Diana lebt in einer Welt, ähnlich wie unserer, nur dort ist es der Fall, dass sich irgendwann übernatürliche Wesen zu erkennen gegeben haben (nach einem Vorfall mit einem Werwolf). Seitdem gibt es einige Institutionen, die solche bösartigen Wesen aus dem Verkehr ziehen oder andere – wie Magiebegabte Menschen – überwachen, damit diese mit ihrem Zauber nichts anstellen.
Gleich in der ersten Szene begleiten wir Diana mitten in einem Kampf mit einer bösartigen Hexe, die Diana verflucht und was erst dazu führt, dass sie die Hilfe eines Werwolf und eines guten Hexers annehmen muss, um zu überleben und die Handlung einige Monate später richtig einsetzt und an Fahrt aufnimmt.

Dieser Sprung war zwar von der Handlung her logisch und ging wohl auch nicht anders, aber ich muss gestehen, ein paar Probleme mit diesem Sprung in der Storyline gehabt zu haben, besonders in den ersten Kapiteln. Irgendwie wurde so viele vorneweggenommen. Zuerst kam das Kennenlernen von Diana und Jamie und dann nach Monaten sind sie bereits gute, vertraute Freunde. Ich hätte diese erste Kennenlern-Phase – auch wenn sie nur freundschaftlich ist – gerne etwas genauer miterlebt, da ich gerade diese ‚Anfänge‘ in Büchern immer total gerne lese.
Auch die fast nicht vorhandene Liebesgeschichte hat mir etwas gefehlt und kurzzeitig dachte ich, eine gewisse Sachen würde mir nicht ganz bekommen, aber zum Glück hat sich diese ‚Situation‘ dann bald geändert und der Weg für D + J war frei. Obwohl noch nichts passiert ist, konnte man das gewisse Prickeln bereits spüren und daher bin ich meega gespannt auf den zweiten Teil bzw. die weiteren Teile, denn ich denke, das könnte sich genau nach meinem Geschmack entwickeln. *hehe* :p

Denn bis auf den Teil mit der Romanze war es schon jetzt genau mein Buch und Genre! ❤ Bzw. auch die Hauptfigur Diana war total nach meinem Geschmack. Ich habe ja einen Faible für Charas, die tough sind, ne große Klappe haben und sich nach außen hin knallhart geben, aber innen drin doch einen weichen Kern haben, denn man erst ergründen muss. So ist Diana und es hat auch einen Grund, warum sie ist, wie sie ist. Außerdem hat sie einen tollen Humor und liebt wie ich Kaffee – keinen Tee! 😉
Tja, und was soll ich zu Jamie sagen außer SABBER, Schmacht und *in Ohnmacht fall*! Bitte, bitte mehr von ihm und gerne auch noch öfter Oberkörperfrei! 😀 Er ist von Anfang an ein Typ, der das Herz am rechten Fleck hat, einen guten Sinn für Humor beweist und ja, einfach mal nett ist, ohne sich ständig als Arsch zu benehmen, wie es oft in solchen Büchern vorkommt. Nein, Jamie ist einer von den Guten, auch wenn er manchmal etwas über die Stränge schlägt – seiner andere Natur eben geschuldet, wogegen man nichts machen kann und ich auch gar nichts dagegen habe… kann ruhig etwas ‚härter‘ werden^^ *hust* 😀 So, bevor ich jetzt noch rot werde, höre ich jetzt auf zu schwärmen … ja, die beiden waren toll! *hihi*

Was ich neben den Protas richtig gut fand, war der Schreibstil. Es lässt sich super angenehm lesen und man merkt von der ersten Seite an, dass Lacroix ihr Handwerk beherrscht. Toller Stil, den man gerne liest. Außerdem scheut sie sich nicht, auch brutaler zu schreiben und die Dinge beim Namen zu nennen. Das Ende kam ebenfalls überraschend und hat eine Wendung genommen, die ich nicht kommen sah! *top*

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Ich finde das neue Cover vom Drachenmond Verlag super schick und mega passend, auch wenn Diana nicht blond ist, sondern rote Locken hat. 😀 Dennoch ist die Stimmung perfekt eingefangen und macht Lust auf die Story!

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Action, Spannung, Prickeln und viel Blut mit einer toughen, aber humorvollen Heldin, die man einfach gern haben muss. Einen sexy Typen gibt es natürlich als Würze oben drauf *hrrr* -> also was will man mehr? 😉 Empfehlung für alle Urban Fantasyfans mir Erwachseneninhalt!

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4 of 5 points – (Great, Great, Great)

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(© Lacroix)

Ich sah von diesem unverschämt attraktiven Gesicht weg und schaute auf meine Hände. „Entschuldige“, sagte ich. „Meine Nacht war bisher echt beschissen und als ich dachte, es könnte nicht schlimmer werden, bist du aufgetaucht.
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Der Tisch, an dem circa fünfundzwanzig Leute Platz fanden, bestand aus einer runden Glasplatte, die es irgendwie schaffte, fingerabdruck- und kratzfrei zu bleiben. Einzig die Kaffeetassen der Mitarbeiter sorgten für einige Farbkleckse hier und da. Meine war knallrot. In schwarzer Schrift stand „No Heartbeat before Coffee“ darauf. ein Geschenk von Jamie, der alte Scherzkeks.

 

Liebste Grüße

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#1: Maria M. Lacroix – No Heartbeat before Coffee
#2: Maria M. Lacroix – Untitled
#3: Maria M. Lacroix – Untitled

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(Quelle: mariamlacroix.com)

Maria M. Lacroix:
Neulich hat mich die Freundin einer Freundin gefragt – nachdem sie erfuhr, dass ich schreibe –, ob ich schon immer viel gelesen und geschrieben hätte. Geschichten, Tagebücher und so. Ich antwortete „Nö“ und wir lachten alle. Vermutlich, weil das eher untypisch für einen Autor ist.
Eigentlich habe ich früher nie gerne gelesen. Ich kann euch genau sagen, welches mein erstes Buch war, das mir die Liebe und den Zugang zu Büchern eröffnet hat – und wann das war: Edgar Allan Poes „Streitgespräch mit einer Mumie und andere Erzählungen“. Meine Schwester schenkte mir das Buch zu meinem vierzehnten Geburtstag.
Mit dem Schreiben fing ich erst ziemlich spät an, so Mitte zwanzig rum, während des Studiums. Ich bin Biologin und Anthropologin und habe bereits an forensischen und historischen Fällen gearbeitet. Die Tatortbeschreibungen in meinen Büchern, inklusive der Gerüche, haptischen Wahrnehmungen und Empfindungen, beruhen alle auf meinen persönlichen Erfahrungen.
Mein Motto? Ist doch klar: No heartbeat before coffee.
(Source: Drachenmond Verlag)

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[Rezension] Spinnenbeute #5

German Cover

English Cover

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‚Spinnenbeute‘
von Jennifer Estep

Elemental Assassin # 5

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Als ehemalige Auftragskillerin hat »die Spinne« Gin Blanco einiges an Erfahrung im Töten vorzuweisen. Doch diesmal ist ihr Ziel niemand Geringeres als Feuerelementar Mab Monroe – die Frau, die einst Gins Familie umbrachte. Dass dieser Mord kein Spaziergang wird, scheint klar. Denn Mab ist nicht nur mächtig, sondern auch skrupellos. Um Gin niederzustrecken, hetzt Mab sowohl ihr als auch auch ihrer kleinen Schwester Bria eine Armee Kopfgeldjäger auf den Hals. Gin ist entschlossen, Mabs Treiben ein für allemal ein Ende zu setzen. Nur zu welchem Preis? (Source: Goodreads.com)

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Wie immer hat Estep gleich mal einen interessanten Einstieg geboten, der mitten in der Szene begonnen und nur so von Spannung und Adrenalinkick gefüllt war, was ich ja immer total gut finde. Und ja, das kann Frau Estep wirklich gut – Spannung erzeugen und sie aufbauen; darin ist sie eine Meisterin.

Doch dabei kann auch oft etwas schiefgehen und bevor wir es versehen, wir aus Gins verpatzten Mordanschlag, eine Flucht auf Leben und Tod, bei dem sie sich so einigen Schwierigkeiten stellen muss. In diesem Band geht es hauptsächlich darum, sich auf den letzten großen Kampf gegen Mab Monroe – der Erzfeindin von Gin – vorzubereiten. Auf etwas, auf das wir bereits seit Band 1 warten und auf das sich die Handlung seit mehreren Teilen zugespitzt hat. Statt wie gewohnt neben der allgegenwärtigen Bedrohung von Mab, auch einen eigenen Fall zu übernehmen, lässt Gin all ihre Energie und Gedanken um den einen letzten Kampf fließen und immer wieder wird der Leser daran erinnert, warum Mab so böse ist, was sie alles getan, was sie Gin genommen hat und wie evil und skrupellos Mab doch ist…
Neben den Rückblicken auf Gins Kindheit und ihren Wiederholungen aus den letzten vier Bänden, steht auch die schwesterliche Annäherungen zu ihr und Bria im Vordergrund, was ich ganz nett gefunden habe, aber bei dem sicherlich auch etwas ‚mehr‘ gegangen wäre.

Generell hatte ich an manchen Stellen leider das Gefühl, dass man daraus auch etwas ‚mehr‘ machen hätte können. Etwas ‚mehr‘ Handlung zwischen den Vorbereitungen auf den Endkampf, etwas ‚mehr‘ Zeit für Bria und Gin, um wirklich wieder zu richtigen Schwestern zu werden. Und vor allem auch etwas ‚mehr‘ Knistern und sexy mexy time zwischen Gin und Owen. Wer meine Rezis zu den Vorgängern kennt, der weiß, dass ich von der ersten Stunde an #TeamOwen und Anti-Donovan Caine war, weil Owen einfach ein klasse Charakter ist, der neben seiner muskulösen sexyness auch mit seiner Toleranz und unglaublichen Loyalität gegenüber Gin bei mir punkten konnte. Seine violetten Augen sind ein netter, großer Pluspunkt. 😀 Aber hier – in diesem Band – ernsthaft? Da kam er gefühlte vier Mal vor und das immer nur sehr kurz, außer das eine mal, als sie Sex hatten. Aber sonst? Sonst wirkte er leider eher etwas farblos und zu einem fast schon unwichtigen Nebencharakter verdammt, was ich einfach nur sehr, SEHR schade fand! 😦 Ich habe das nämlich genau beobachtet/ gelesen, und seine Dialoge sind dürftig, mini klein und sehr selten bzw. kurz. Also ehrlich: mit diesen hätte er mich nicht rumgekriegt und hätte er nicht schon seit Band 3 einen Platz in meinem Herzen, würde er mit seiner Leistung in diesem Band sicherlich nicht dorthin kommen. Daher auch einen halben Punkt Abzug für das Buch, das mir ansonsten wirklich gut gefallen hat.

Trotz einiger weniger Längen im Mittelteil war es durchwegs wirklich gut geschrieben und man hatte seine Freude beim Lesen. Nur die Wiederholungen und auch diese fast schon zu weiche Seite von Gin, waren etwas Spaß-hemmend. Dieses ewige Gerede von wegen „mein schwarzen Herz“ oder ähnliches. Wir wissen doch alle, dass sie eben kein herzloses Miststück ist, aber es ist leider ermüdend, wenn sich Gin selbst immer wieder vehement so sieht, obwohl sie dann wieder weich wie Butter wird und vor Rührung Pipi in den Augen hat. Nein, passt nicht ganz zusammen und irgendwie vermisse ich ein wenig die toughe Heldin vom ersten Band. Sicherlich hat sie sich verändert, ist gewachsen und lässt sich auf ihre Gefühle ein… aber dann soll sie etwas mehr dazu stehen, und nicht immer so stark darauf beharren, dass sie noch immer kalt wie ein Eisblock ist. Diese widersprüchliche daran hat mich gestört und ja, auch genervt, daher auch hier ein halber Punkt Abzug.

Und auch, dass dieser Band, dieser Endkampf, auf den man so lange hingearbeitet hat, dann doch etwas mau und nicht das große Finale war, auf das man gehofft hat. Viel mehr wirkte es dann gegen Ende plötzlich wie eine schnelle Verbindung, ein Zwischenband, um an die nächsten Handlungsstrang für Band 6, 7, 8 usw. anzuknüpfen. Und daher frage ich mich gerade eben, was jetzt bitteschön im nächsten Band kommen soll? Mab war die mächtigste, fieseste Elementarmagierin in ganz Nordamerika und jetzt plötzlich soll es im nächsten wieder einen fieseren, besseren, stärkeren geben? Hm, ich weiß nicht was ich davon halten soll.
Auch nicht davon, dass im nächsten wieder Donovan Caine auftauchen soll. Warum das denn? Wehe, wenn Gin dann wieder ins Schwanken gerät, nach allem was sie und Owen miteinander durchgestanden oder sich in diesem Band gegenseitig gestanden haben. Wehe Frau Estep… Mir wird jetzt schon schlecht bei dieser Vorstellung.
Dennoch, ich werde die Reihe weiterlesen, ihr kennt mich ja – bin zu neugierig! 😀

 

Das deutsche Cover ist wie die Vorgänger passend und ganz okay.

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Erneut ein solider Teil aus Esteps Feder, der mit actionreichen Szenen und einer Kick-Ass-Heldin mit Herz aufwarten kann. Es gab ein, zwei Schwächen, die mich gestört haben, allen voran, die ständigen Wiederholungen, die mich langsam etwas nerven, sowie der ankündigende Übergang zu den nächsten Büchern, anstatt im Sieg zu verweilen. Aber ansonsten eine tolle, spannende Urban Fantasy Reihe, die ich jedem Fan des Gerne empfehlen kann. Gewohnt toll, obwohl der letzte Funke gefehlt hat.

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4 of 5 points – (Great, Great, Great)

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(© Estep)

Ich zog eine Augenbraue hoch. „Du meinst, dieser halbe Erdbeerkuchen, den du zum Mittagessen verschlungen hast, hat dir nicht gereicht?“
„Ich wachse noch“, erklärte Finn, vollkommen ernst. „Ich brauche Vitamine.“
Bria schnaubte. „Das Einzige, was an dir noch wächst, Lane, ist dein Ego.“
Finn schob sich näher an Bria heran und schenkte ihr ein strahlendes Lächeln.
„Nun, auch andere Teile meines Körpers neigen dazu, in Ihrer Gegenwart an Größe zu gewinnen, Detective.“

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Denn in den Moment, in dem ich den Hof betreten hatte, hatte ich Gin Blanco hint mir gelassen. Ich war nicht länger Genieve Snow oder das verängstigte, dreizehnjährige Mädchen, das ich bei meinem letzten Besuch an diesem Ort gewesen war. Nein, in diesem Moment war ich die Spinne. Und ich war hier, um meine Erzfeindin zu vernichten – ein für alle Mal.

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Liebste Grüße


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# 6: Jennifer Estep – Spinnenfeuer
# 7: Jennifer Estep – Widow’s Web
# 8: Jennifer Estep – Deadly Sting
# 9: Jennifer Estep – Heart of Venom
#10: Jennifer Estep – The Spider
#11: Jennifer Estep – Poison Promise
#12: Jennifer Estep – Black Widow
#13: Jennifer Estep – Spider’s Trap
#14: Jennifer Estep – Bitter Bite

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(© goodreads)

Jennifer Estep:
She is a New York Times bestselling author, prowling the streets of her imagination in search of her next fantasy idea.
Jennifer writes the Elemental Assassin adult urban fantasy series for Pocket. Books in the series are SPIDER’S BITE, WEB OF LIES, VENOM, TANGLED THREADS, SPIDER’S REVENGE, and BY A THREAD. (Source: goodreads.com)

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplares an:

 

© Piper

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[Rezension] Im Augenblick des Todes

Cover

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‚Im Augenblick des Todes‘
von Vincent Kliesch

Severin Boesherz #2

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Kommissar Severin Boesherz genießt gerade seinen Spaziergang am Schlachtensee, als ein mysteriöser Mann in einer Limousine vorfährt, sich als »Ismael« vorstellt und Boesherz zu einem Ausflug einlädt. Die Fahrt endet am Tatort eines bestialischen Mordes: Ein Arzt sitzt skalpiert und ausgeweidet in seiner eigenen Praxis. Bei dem Mord handelt es sich um die exakte Kopie des einzigen Verbrechens, das Boesherz nie aufklären konnte. Offenbar will der Täter dem Kommissar gezielt eine Botschaft übermitteln – und es soll nicht die einzige bleiben. Boesherz weiß: Er muss das Rätsel lösen, bevor seine eigene Vergangenheit ihn einholt…
(Source: Goodreads.com)

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Wenn man von der Vergangenheit eingeholt wird, ist das kein schöner Anblick – zumindest, wenn man Severin Boesherz heißt, Kommissar beim LKA ist und von einem Fremden zu einem Mord chauffiert wird, der dem eines Falls von vor sechzehn Jahren bis ins kleinste Detail gleicht. Dass dies auch noch der einzige Fall ist, den Boesherz nie hatte lösen können, macht die Sache nicht besser. Und so schlittert man hinein, in die Neuauflage eines Mordes mit anschließender Mordserie, in der Sherlock auf seinen Moriarty, pardon, Boesherz auf seine Nemesis trifft.
Die Geschichte beginnt damit, dass Boesherz, entgegen seiner Gewohnheit in Schlabberklamotten gekleidet, von seiner Partnerin Olivia Holzmann festgenommen und abgeführt wird. Dieser Einstieg ist ein geschickter Schachzug, da durch die Frage „Warum zur Hölle wird Boesherz verhaftet?“ von Anfang an ein hohes Mystery-Level aufgebaut wird, das durch weitere Fragen wie „Was zur Hölle geht da ab?“ und „Was treibt Severin da?“ fast durchgängig gehalten werden kann. Denn aus dem ersten Mord entwickelt sich eine Art Schnitzeljagd, bei der über Botschaften mit komplizierten Rätseln, wie nur Boesherz sie knacken kann, weitere Tatorte mit weiteren Leichen mit weiteren Botschaften gefunden werden müssen. Und bald ist klar, der Täter kennt Boesherz wie kein zweiter, weiß wie er vorgeht, wie er denkt, kennt seine Vergangenheit. Bald schon ist klar, dass auch Boesherz seine Geheimnisse hat, nicht nur trifft er sich heimlich mit einem Teenager, er scheint auch mehr über die Morde zu wissen, als er zugibt.
Und so geht die wilde Mörderhatz voran, sie sich über Wendungen, Finten und Überraschungen zu einem dramatischen Finale und einer vielleicht nicht ganz so unerwarteten Lösung aufschaukelt.

Das alles macht „Im Augenblick des Todes“ zu einer zwar nicht durchgehend spannenden, aber dennoch fesselnden und rätselhaften Reise in menschliche Abgründe. Wohin die Reise geht, ahnt man zwar recht schnell, allerdings schafft es der Autor, immer wieder falsche Spuren zu legen und Zweifel an diesen Ahnungen aufkommen zu lassen. Und auch durch die Frage nach dem Warum, also der Motivation des Täters, birgt gewaltiges „ich muss weiter-weiter-weiterlesen“ Potenzial. Langeweile? Fehlanzeige.
Ebenso fesselnd ist die Reise in Boesherz‘ Vergangenheit, die in diesem Buch aufgerollt wird und dem Leser diesen sehr sperrigen Charakter näher bringt. Es ist interessant zu sehen, dass er nicht immer dieser ultrakorrekt gekleidete Mensch war, der Schwierigkeiten hat mit Frauen anzubändeln (kein Wunder, wenn man die ständig bei Verabredungen sitzen lässt, weil einem gerade ein falltechnischer Geistesblitz überfällt) und generell nicht so wirklich gut mit Menschen umgehen kann, der nicht nur das hochintelligente, analytische Genie ist, sondern auch sensibel, verletzlich und mitfühlend sein kann.
Erzählt wird das Ganze in kurzen, knackigen Kapiteln aus verschiedenen Sichtweisen, temporeich und mit Liebe zum Detail – was besonders bei der Beschreibung der Mordszenerien zum Tragen kommt.
Der tolle Schreibstil tut sein Übriges. Kliesch mag kein Goethe sein, aber er kann wunderbar mit der deutschen Sprache umgehen und bis auf ein paar Kleinigkeiten, die nur meinen persönlichen Geschmack betreffen (wie überflüssige „während“-Sätze), gibt es sprachlich nichts auszusetzen.
Obwohl „Bin in den Tod hinein“ ein zweiter Band ist, kann man das Buch auch ganz gut ohne Vorkenntnisse lesen. Auch die Vorgängertrilogie „Julius Kern“, aus der sich diese Reihe entwickelt hat, muss man nicht kennen, um sein Vergnügen mit Severin und seinem Team zu haben.

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Ein Mann läuft über eine Brücke? Joar, spannendes Cover 😉 Es ist nicht hässlich, Gestaltung und Farbgebung gefallen mir, außerdem finde ich den optisch verkratzten Namenszug des Autoren richtig klasse. Mir ist lediglich nicht ganz klar, was genau es mit der Story zu tun hat.

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Mit dem zweiten Severin Boesherz Band hat Vincent Kliesch richtig gute Arbeit abgeliefert. Die Geschichte ist vielseitig und spannend und sehr clever gestrickt. Lediglich die Auflösung und das Ende sind etwas zu konstruiert bzw. dick aufgetragen. Auch sonst gibt es einige Dinge, die etwas anstrengen oder nerven, wie das Name Dropping oder diverse kitschige Kosenamen für einen Teenager. Den interessanten, mitunter eigenwilligen Protagonisten kann allerdings man einiges verzeihen. Es ist kein perfektes Buch, schon gar kein perfekter Thriller. Dennoch er ist trotz seiner Mängelchen schrecklich unterhaltsam, packend und macht furchtbar viel Spaß.

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4.5 out of 5 points – (sooo awesome!)


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(© Kliesch)

Die Nacht schien unheilvoll und wie ein düsterer Schleier über Berlin zu liegen. Und obwohl Olivia erst wenige Minuten zuvor den Auftrag erhalten hatte, zu Boesherz zu fahren, schien dieser sie dennoch aus irgendeinem Grund bereits erwartet zu haben.

Während Schirlo keine Reaktion auf Boesherz‘ Kommentar erkennen ließ, schlenderte dieser weiter durch den Raum, bis er schließlich die Wand erreicht hatte, an die während des Meetings Bilder und Texte projiziert wurden. Im Augenblick war ein Foto vom aktuellen Tatort zu sehen.
„Lassen wir das Auto mal beiseite und wenden uns Ismael zu. Er wäre damals beim Mord an Amthauer etwa zwanzig Jahre alt gewesen, vielleicht ein paar Jahre jünger. Hätte er da wirklich schon eine so gekonnte Ausweidung hinbekommen?“

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Liebste Grüße

von anjaisreading.com

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#1: Vincent Kliesch – Bis in den Tod hinein
#2: Vincent Kliesch – Im Augenblick des Todes

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Vincent Kliesch:
Vincent Kliesch wurde in Berlin-Zehlendorf geboren, wo er bis heute lebt. Im Jahr 2010 veröffentlichte er seinen ersten Thriller »Die Reinheit des Todes«. Es folgten zwei weitere Bände, die die Trilogie um den Ermittler Julius Kern und dessen Gegenspieler Tassilo Michaelis abschlossen. Mit »Bis in den Tod hinein« stellte Kliesch seinen neuen Ermittler vor: Severin Boesherz, der es gleich bei seinem ersten Fall mit einer erschreckend düsteren Mordserie zu tun bekommt. »Im Augenblick des Todes« ist der zweite Fall für den eigenwilligen Berliner Kommissar.

Wenn Vincent Kliesch nicht schreibt, unterhält er als Moderator das Publikum bei Firmenevents und im Filmpark Babelsberg. In seiner Freizeit widmet er sich am liebsten seiner Leidenschaft für gutes Essen und Wein.
(Source: randomhouse.de)

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Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares an:

blanvalet

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[Rezension] Im Namen meines Vaters

German Cover

English Cover

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 ‚Im Namen meines Vaters‘
von Barry Lyga

Jasper Dent #3

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Das fulminante Finale der Thriller-Trilogie
Jazz Dent wurde angeschossen und totgeglaubt in New York City zurückgelassen. Seine Freundin Connie befindet sich in der Gewalt von Jazz’ Vater, dem brutalen Serienkiller Billy. Sein bester Freund Howie ist schwer verletzt und droht zu verbluten. Trotz alldem müssen die drei irgendwie wieder zusammenfinden, um Billy endlich zur Strecke zu bringen. Und dann tut Jazz genau das, wovor er sich immer am meisten gefürchtet hat. Und alle Welt fragt sich: »Ist der Sohn aus dem gleichen Holz geschnitzt wie sein Vater?
(Source: Goodreads.com)

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(Spoiler-Warnung: Ich versuche, möglichst spoilerfrei zu bleiben. Da diesem Buch schon zwei Bände voraus gegangen sind, kann es trotzdem passieren, dass kleine Dinge durchrutschen.)

Es ist nicht leicht, der Sohn des schlimmsten Serienkillers aller Zeiten zu sein. Noch dazu, wenn man von düsteren Gedanken, schrecklichen Albträumen und grausamen Erinnerungsfetzen gequält wird, die in Jasper Dent immer wieder die Frage aufwerfen: Bin ich genauso wie mein Vater? Wie mein Vater, der mich geformt, geprägt, zum Killer ausgebildet hat? Steckt sein Wahnsinn auch in meinem Blut?
Wie die Vorgängerbände auch ist Blut von meinem Blut die Geschichte eines Teenagers, der krampfhaft gegen sein dunkles Erbe ankämpft und sich nicht immer sicher ist, ob er diesen Kampf überhaupt gewinnen kann oder gar will.

Das ist natürlich nicht alles, was das Buch mit sich bringt, schließlich haben wir hier kein Psychodrama, sondern einen ausgewachsenen Thriller, der seinem Genre alle Ehre macht.
Die Story setzt da ein, wo der Vorgänger aufgehört hat – mit einem Dreifachcliffhänger – und so steckt man vom ersten Moment an knietief in Trubel, Action und Spannung. Die drei Hauptfiguren (oder auch Möchtegerndetektive) Jasper, Connie und Howie befinden sich getrennt voneinander in prekären, um nicht zu sagen todbringenden Situationen, aus denen sie sich irgendwie befreien müssen, um das kranke Spiel zu beenden, das ein gnadenloser Serienkiller, genannt Krähenkönig, gemeinsam mit seinen Serienkiller-Untertanen spielt, und um Billy Dent, Jaspers Vater (der der Krähenkönig sein könnte oder auch nicht), ein für alle Mal zu vernichten. Das ist ganz besonders Jaspers oberstes Ziel – seinen Vater ein für alle Mal zur Stecke zu bringen für das, was er ihm, seiner Freundin, seinen Opfern und offensichtlich auch seiner Mutter angetan hat. Und dafür ist Jazz bereit, sich seiner dunklen Seite hinzugeben, zu lügen, zu betrügen und all das Wissen einzusetzen, das ihm sein Vater eingetrichtert hat, und dabei alles aufs Spiel zu setzen, das ihn erdet und davon abhält, tatsächlich wie Billy Dent zu werden.
Bosheit, Tod, Verrat, bittere Wahrheiten und fiese Lügen reichen sich in diesem Buch die Hände und lassen sie nicht mehr los. Es wird ein durchgehend hohes Spannungslevel gehalten, das sich zum Ende hin sogar noch aufschaukelt, dabei ist es rasant und packend und unglaublich düster (für ein Jugendbuch jedenfalls). Aufgebrochen wird das Ganze zum Glück immer wieder durch ordentliche Portionen Sarkasmus und Humor, letzteres ist hautsächlich Jaspers Freund Howie zu verdanken.

Die Story ist clever gestrickt und wird immer wieder auf geschickte Art mit Informationen zu real existierenden Serienkillern aus Geschichte und Gegenwart ergänzt, sodass man vielleicht mehr über kranke Geister erfährt, als man eigentlich will, aber auch ein rundes und schlüssiges Bild vermittelt bekommt, das mögliche Zweifel daran, dass es Menschen wie Billy Dent und seine Fans wirklich geben könnte, verblassen lassen und tief verborgene Ängste schüren, was dem Thriller-Gedanken noch mal ordentlich Feuer unter dem Hintern macht (als ob er das nötig hätte ^^).

Die Charaktere haben mir unglaublich gut gefallen, waren facettenreich und authentisch dargestellt. Das ganze Ensemble war toll, ich werde sie alle vermissen. Allen voran natürlich die Wichtigsten.
Obwohl Jaspers Freundin Connie, bodenständig, ehrlich, direkt, und sein bester Freund Howie, durchgeknallt und furchtbar witzig und schlichtweg genial, aus gewissen Gründen diesmal nicht ganz so große Rollen spielen, tragen sie einen wichtigen Teil zur Geschichte bei und versuchen Jasper zu helfen, wo sie nur können, und ihm klarzumachen, dass er kein Psychopath, kein Monster ist.
Jasper selbst war großartig. Die Entwicklung, die er durchmacht, seine Selbstzweifel, der schmale Grat, auf dem er wandelt. In ihm tobt er wahre Kampf zwischen Gut und Böse. das hat alles so intensiv und echt gewirkt, hat den Charakter greifbar und extrem menschlich gemacht.
Am faszinierendsten war allerdings Billy Dent. Was für ein genialer Fiesling. So liebe ich mir meine Bösewichte – charismatisch, intelligent, wortgewandt, auf clevere Art manipulativ, Furcht einflößend, verdorben und durch und durch böse. Barry Lyga hat ein überzeugendes, vielseitiges Monster erschaffen.

Am Schreibstil habe ich nur wenig auszusetzen. Ein paar Satzkonstrukte haben sich sehr oft wiederholt, was allerdings auch als Stilmittel durchgehen könnte. Der Einsatz von „das Cola“ statt „die Cola“ war etwas gewöhnungsbedürftig. Ist zwar nicht falsch, klingt aber sehr fremdartig. Das war‘s auch schon.

Als Kritik könnte ich anbringen, dass sich gestandene FBI Leute und Polizisten vielleicht nicht unbedingt Hilfe von einer Horde Teenagern holen, aber irgendwie leuchtet dies dann doch ein und kann notfalls auch unter künstlerischer Freiheit verbucht werden.
Als nächstes wären da noch die Serienkiller-Jünger, die ihrem Idol nacheifern und für ihn töten. Klingt weit hergeholt, leuchtet aber ebenfalls ein, wenn man bedenkt, was zum Beispiel Charles Manson für Leute um sich geschart hat und was die für ihn getan haben.
Zuletzt wäre da noch der Punkt der Vorhersehbarkeit, denn obwohl die Geschichte mit nicht wenigen Twists glänzen konnte, war der größte davon schon meilenweit gegen den Wind zu riechen. Das ist letztendlich aber nicht weiter schlimm, weil die sich daraus ergebenden Psychospielchen immer noch nervenaufreibend genug sind.

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Das Cover ist genial und so viel schöner als das Originale. Die Krähe, die Farbgestaltung, die dürren Zweige und die wie in die Oberfläche gekratzten Buchstaben passen bestens zum Buch und fangen die Stimmung darin prima ein.

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Das Finale der Jasper Dent Trilogie ist von vorn bis hinten gelungen. Ich hatte hohe Erwartungen, welche mehr als nur erfüllt wurden. Es gab zwar kleine Schwächen und Plotbestandteile, die ein bisschen überzogen waren, aber insgesamt war nichts dabei, das das unbändige Lesevergnügen trüben, die Spannung mindern oder den Spaß verpuffen lassen konnte.
Blut von meinem Blut – der großartige Abschluss einer großartigen Jugendthriller-Reihe, dem ich auch nach einigen Tagen sacken lassen trotz der kleinen Mängel einfach nur die volle Punktzahl geben kann.

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5 of 5 points – (I LOVED it – buy it!)

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(© Lyga)

Howie hatte dank des Mittels, das Dr. Mogelof ihm gespritzt hatte, den größten Teil des Abends geschlafen, und so war er jetzt hellwach.
Die Ideale Zeit zum Spionieren.
„Ich bin der beste Sidekick in der Geschichte der Sidekicks“, murmelte er vor sich hin, als er die Beine aus dem Bett schwang. „Demnächst werde ich zu einem echten Actionhelden befördert werden. So viel ist sicher.“

Schweigen. Sie hätte es gern ausgedehnt, damit er gezwungen war zu antworten. Aber sie ertrug die Stille nicht.
„Weißt du noch, was ich einmal gesagt habe? Ich habe gesagt, wenn du ihn tötest, gewinnt er.“
„Und ich habe geantwortet, wenn ich ihn töte, ist er tot.“

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Liebste Grüße

von anjaisreading.com

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#1: Barry Lyga – Ich soll nicht töten
#2: Barry Lyga – Blut von meinem Blut

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(© goodreads.com)

Barry Lyga:
Barry Lyga hat bereits mehrere in den USA gefeierte Jugendbücher geschrieben. Seit den Recherchen für seinen Debüt-Thriller Ich soll nicht töten weiß er beunruhigend gut über alle Methoden Bescheid, wie man eine Leiche verschwinden lassen kann. Der Autor lebt und arbeitet in New York City.
(Source: randomhouse.de/blanvalet)

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Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares an:

blanvalet

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[Rezension] Spinnenfieber #4

German Cover

English Cover

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‚Spinnenfieber‘

von Jennifer Estep

Elemental Assassin # 4

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Auch im vierten Band der „Elemental Assassin“-Reihe wird die ehemalige Auftragskillerin Gin Blanco nicht von ihren Erzfeinden in Ruhe gelassen. Doch diesmal ist nicht nur sie, sondern auch ihre Schwester Bria in Gefahr! Und die hat keine Ahnung, dass sie gerade gegen ihre eigene Schwester ermittelt … Gin kennt sich mit Messern besser aus als mit Gefühlen. Dass nun ausgerechnet sie bei Geschäfttsmann Owen Grayson Schmetterlinge im Bauch hat wie ein pubertierender Teenager, hätte sie sich nie träumen lassen. Aber es ist eben nichts heißer als ein Mann, der sie so nimmt, wie sie ist – inklusive ihrer Vergangenheit, die immerhin dazu geführt hat, dass sie ziemlich mächtige Feinde hat. Und die haben es mal wieder auf Gin abgesehen. Nur haben sie diesmal eine Killerin angeheuert, die Gin das Wasser reichen kann. (Source: Goodreads.com)

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Wie immer steigt man in das Buch mit einer spannenden Szene ein, in der es nicht überrascht, wenn gleich mal ein Zwerg gegrillt oder jemand Gin eine Falle stellt und sie tot sehen will. Aber es wäre nicht Gin Blanco, Ex-Auftragskillerin mit dem Namen – die Spinne, wenn sie keine Geduld hätte und den Braten gleich gerochen hätte. Wie immer ist ihr Ziehbruder Finn an ihrer Seite und ich finde ihn einfach nur genial sympathisch, auch obwohl oder gerade genau weil er ein Weiberheld ist,… aber so genau will ich das gar nicht wissen. ^^ Auf alle Fälle macht es Spaß, wie die zwei miteinander umgehen, oder wie Finn manchmal wie ein kleiner Junge jammert, aber in den riskanten Situationen unbeirrt an Gins Seite steht.

Dieses Mal hat Gin nicht jemanden im Visier, um einen Freund zu schützen, sondern sich selbst. Denn ihre Erzfeindin Mab hat eine andere, legendäre Auftragskillerin namens LaFleur engagiert, um die Spinne, also Gin zu töten. Nebenbei hat Mab aber auch Gins kleine Schwester und Polizistin Bria ins Auge gefasst, was alles zusätzlich anheizt und spannend macht. Daher dreht es sich hier darum, LaFleur auszuschalten, bevor Gin oder Bria ausgeschalten werden… aber es wäre nicht Gin, würde sie nicht so ganz nebenbei auch einen Wohltätigkeitsauftrag annehmen, um ein kleines Mädchen aus Mabs kalten Fingern zu retten. Das alles geht gleichzeitig von statten und nicht nur einmal ist Gin kurz davor, selbst ins Gras zu beißen.

Wie immer hat mir der Actionteil total gut gefallen, und es war auch durchwegs spannend, auch wenn man weiß, dass es gut ausgeht. Manchmal war es kniffliger, wenn Gin die Machenschaften aufdecken musste, dann mal wieder mit vielen Kampfszenen, dass nur so die Fäuste geflogen sind.

Auch mochte ich wieder die Charaktere, die darin vorgekommen sind. Angefangen von Gin, über Finn, die Zwergenfrauen, aber auch die anderen, wie Bria. Auch wenn sich diese noch sehr bedeckt hält. Aber wenn man die Vergangenheit und das Mädchen kennt und die Qual die Gin durch all das in sich trägt, hofft man einfach ständig die ganze Zeit mit, dass sich die beiden wiederfinden.
Tja, und dann wäre da auch noch Owen Grayson... hach, hier sag ich nur *Schnappatmung* und *schmacht* ♥ Ja, so einen hätte wohl jede Frau gerne. :p Ich fand es toll, wie er für Gin da ist, sie voll und ganz akzeptiert und annimmt, auch mit ihren dunklen Seiten und nicht versucht sie zu verbiegen. Er ist so viel mehr Mann als dieser Idiot Donovan in den ersten Teilen… Owen ist mein Schatz… Schade nur, dass er nichts o viel vorgekommen ist, wie er es verdient hätte. Es waren zwar ein paar sexy Szenen mit den beiden dabei, aber noch lange nicht genug für mich! xD Außerdem hätte Gin gerne mehr an ihn denken können, aber da bin ich wohl eigen. 😀

Und wie auch schon in den Vorgängern, nervt es mich immer mehr, dass ständig Wiederholungen kommen. Nicht nur, dass sie alles zum hundertsten Mal wiederholt, was in den Vorgängern passiert ist – wiederholt sie auch Dinge, die im Buch gerade passiert sind. Sie schildert regelmäßig die Info über die Runen, ihre Gefühle über die Vergangenheit, die Sachen vom Tod ihrer Familie und lässt Gin reflektieren, reflektieren, reflektieren *gähn* Das hat sich auch hier leider nicht gebessert, und war ein Punkt, der mir das Buch sehr madig gemacht hat.

Das Ende war ebenfalls wie immer gut gemacht mit einem schönen, actionreichen Showdown und danach die tolle Szene zu Weihnachten… da hätte ich schon fast Pipi in den Augen gehabt, weil ich es so schön fand, es so rührend war… langsam wird doch alles gut in Gins Leben… bis auf die Tatsache, dass Mab sie noch immer tot sehen will, und der Zeitpunkt, indem sie sich ihr stellen muss, immer näher kommt. Bin gespannt auf den nächsten Teil. ♥

 

Wieder einmal ein nettes Cover im gleichen Stil, wie die anderen in der Reihe. Ich finde, man kann hier sehr gut Gin erkennen.

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Wieder einmal ein guter, solider Teil in dieser actionreichen, blutigen Serie, die mit einer Kick-Ass-Heldin und vielen bösen Jungs aufwarten kann. Es gab ein, zwei Schwächen, die mich gestört haben, allen voran, dass es ständig Wiederholungen gab, die mich langsam wirklich schon sehr nerven. Aber ansonsten wirklich eine tolle, spannende Urban Fantasy Reihe, die ich jedem Fan des Gerne empfehlen kann, der es brutal und dunkel mag. Gin wieder einmal toll, obwohl der letzte Funke gefehlt hat.

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4 of 5 points – (Great, Great, Great)

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(© Estep)

Owen hielt inne und atmete einmal tief durch. »Und was die Messer angeht: Ich habe sie angefertigt, weil ich mir sicher war, dass sie dir gefallen würden. Ich wusste, dass du sie benutzen würdest. Und ich habe sie gemacht, weil ich wollte, dass dir die bestmöglichen Waffen zur Verfügung stehen, wenn du jemanden ins Visier nimmst – sei es nun Elektra LaFleur, Mab Monroe oder jemand anderes, der gerade auf deiner Abschussliste steht. Ich will, dass du zu mir zurückkommst, Gin … in einem Stück. Immer. Deswegen habe ich diese Klingen für dich geschmiedet. Weil zumindest sie bei dir sein können, wenn schon ich es nicht kann. Und es sind die besten Stücke, die ich je geschaffen habe – weil ich sie für dich gemacht habe.«
(hach… *seufz* ♥)

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»Ich kann gar nichts tun, um dich zu vertreiben, oder?«, murmelte ich.
Owen schenkte mir ein verschlagenes Lächeln. »Das hast du jetzt endlich kapiert, hm?«
Ich nickte.
Sein Grinsen wurde breiter. »Du hast ja wirklich lange genug gebraucht.«

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# 6: Jennifer Estep – Spinnenfeuer
# 7: Jennifer Estep – Widow’s Web
# 8: Jennifer Estep – Deadly Sting
# 9: Jennifer Estep – Heart of Venom
#10: Jennifer Estep – The Spider
#11: Jennifer Estep – Poison Promise
#12: Jennifer Estep – Black Widow
#13: Jennifer Estep – Spider’s Trap
#14: Jennifer Estep – Bitter Bite

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(© goodreads)

Jennifer Estep:
She is a New York Times bestselling author, prowling the streets of her imagination in search of her next fantasy idea.
Jennifer writes the Elemental Assassin adult urban fantasy series for Pocket. Books in the series are SPIDER’S BITE, WEB OF LIES, VENOM, TANGLED THREADS, SPIDER’S REVENGE, and BY A THREAD. (Source: goodreads.com)

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Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares an:

 

© Piper

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[Rezension] The Girl on the Train

German Cover

English Cover

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‚The Girl on the Train‘

von Paula Hawkins

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Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.
Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse.
(Source: blanvalet)

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Rachel, die jeden Tag dieselben beiden Züge nimmt, um in die Stadt und wieder zurück zu fahren, hat momentan ein trauriges Leben. Sie leidet immer noch unter der bösen Trennung von ihrem Mann und hat dazu noch ein ziemlich schwerwiegendes Problem: Sie trinkt. Jeden Tag. Und denkt an nichts anderes. Der einzige Lichtblick ist das junge Paar auf dem Balkon in dem Haus neben den Schienen, das sie auf ihrer täglichen Reise betrachten kann. In ihrem Kopf sind sie das perfekte Paar, doch eines Tages werden selbst ihre Wunschgedanken tief erschüttert, als sie plötzlich etwas sieht, das sie nie erwartet hätte. Jetzt kann sie sich nur noch einmischen…

Diese Geschichte ist ein einziges Verwirrspiel. Wir erfahren als Leser die Geschehnisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln, dazu verschieben sich auch immer wieder die Zeitebenen. Mal erfahren wir etwas aus der Vergangenheit, das die Gegenwart durchaus erklären könnte. Dann kommt in der heutigen Zeit etwas ans Licht, das die vergangenen Erlebnisse wieder mal verwirrend und fragwürdig macht. Die Autorin Paula Hawkins hat es hier wirklich geschafft, mich als Leser bis zu einen gewissen Zeitpunkt komplett an der Nase herumzuführen.

Rachel ist dabei ein ziemlich faszinierender Charakter, mit der ich oft ziemliches Mitleid hatte, mich aber auch gleichzeitig vor ihr geekelt habe. Ihr Alkoholproblem ist wirklich sehr präsent, es beeinflusst ihr ganzes Leben und damit natürlich auch die Kapitel, die aus ihrem Blickwinkel geschrieben sind. Immer wieder erleben wir die Nachwirkungen ihrer Abstürze und wie sie einfach nichts dagegen machen kann. Und das ist auch das Spannendste an Rachels Perspektive: Die meisten Abstürze enden nämlich in einem ausgewachsenen Blackout und man muss mit ihr zusammen rätseln, was passiert sein könnte. Oder ob es wirklich so passiert ist, wie Rachel sich zu erinnern meint, ob sie sich gar selbst etwas vormacht. Das macht Rachel zu einer typischen unzuverlässigen Erzählerin, was für mich den größten Teil der Spannung ausgemacht hat.

Nach und nach entwickelt sich die Geschichte in eine ziemlich komplexe und sehr ernste Richtung. Rachels Blickwinkel ist dabei nicht die einzige, die anderen Personen (die man meiner Meinung nach erst beim Lesen entdecken sollte) tragen ziemlich zur Verwirrung bei, sind ebenso interessant, dabei teilweise aber leider klischeehaft. Auch der Showdown kam mir eher so vor, als hätte ich ihn schon in vielen anderen Geschichten erlebt, aber der Weg dahin war immerhin unglaublich packend und dramatisch.

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Beide Cover gefallen mir sehr gut, weil sie super zum Thema der Geschichte passen. Schon die Cover an sich sind selbst in Bewegung, da muss ich die Designer echt loben. Die Coverbilder rauschen nur so vorbei, genau wie die Gedanken der Charaktere.

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Ein toller Roman mit komplexen und ernsten Themen, die auf eine ganz besondere Weise aufgearbeitet werden. Paula Hawkins schafft es erfolgreich, den Leser an der Nase herumzuführen und dabei faszinierende Charaktere zu erschaffen.

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4 of 5 points – (Great, Great, Great)

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(© Hawkins)

There’s something comforting about the sight of strangers safe at home.

Hollowness: that I understand. I’m starting to believe that there isn’t anything you can do to fix it. That’s what I’ve taken from the therapy sessions: the holes in your life are permanent. You have to grow around them, like tree roots around concrete; you mold yourself through the gaps.

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Liebe Grüße


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Paula Hawkins:
Paula Hawkins wuchs in Simbabwe auf. 1989 zog sie nach London, wo sie bis heute lebt. Sie arbeitete fünfzehn Jahre lang als Journalistin, bevor sie mit dem Schreiben von Romanen begann. Ihr erster Spannungsroman »Girl on the Train« eroberte in England und den USA auf Anhieb die Spitze der Bestsellerlisten, und noch vor Erscheinen sicherte sich DreamWorks die Filmrechte.
(Source: blanvalet)

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