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[Rezension] Days of Blood and Starlight

German Cover

English Cover

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‚Days of Blood and Starlight‘
by Laini Taylor

Zwischen den Welten # 2

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Inhaltsangabe:
Wo würdest du dich verstecken, wenn die ganze Welt nach dir sucht? Was würdest Du tun, wenn deine große Liebe plötzlich deine Familie auf dem Gewissen hat? Wie würdest du entscheiden, wem du trauen kannst, und wem nicht?
Der Traum vom Frieden, den Karou und Akiva einst teilten, ist vorbei. Wenn aus Liebe Hass wird, kann uns nur noch die Hoffnung retten… (Source: Goodreads.com)

Meine Gedanken zum Buch:
Ich ging mit etwas Bauchweh in dieses Buch, da ich von anderen bereits gehört hatte, dass sich viel in Eretz – der Welt der Engel und Chimären abspielen würde und ich davon schon im ersten Teil genug hatte. Aber anders als gedacht, spielt die Handlung nicht wieder in der Vergangenheit, sondern im Hier und Jetzt. Sicherlich waren auch manchmal Rückblicke auf Madrigals Leben oder die Beziehung/ Kennenlernen von Madrigal und Akiva, aber nur kurz und größtenteils spielt es in der Jetztzeit. Das einzige was mich hier gestört hat, waren die vielen Wechsel der Sichtweisen, bzw. die Wechsel der Charaktere. Waren es im ersten Teil nur Karou und Akiva, die erzählt haben, kommen hier auch Zuzana, Kiri oder auch viele andere zu Wort, wie auch die Bösen. Das hätte man weniger oft machen können, auch wenn Teile davon im späteren Verlauf wichtig wurden, um einen richtigen Einblick in die Welt, die Angst und die verlorenen Träume der Bewohner von Eretz zu bekommen, egal ob jetzt Seraph oder Chimära. Daher konnte man dadurch gut die Frustration auf beiden Seiten nachvollziehen in diesem Krieg, der keine Sieger mehr zurücklässt – sondern nur Blut und Asche.

Das Buch war generell – wie der Titel schon beweist – voller Trauer, Trostlosigkeit, verlorener Träume und Geliebte. Aber trotzdem denke ich mit Wohlwollen zurück und es hat mir gut gefallen, weil Taylor den Leser in ihren eigenen Bann zieht, dem man sich nicht wiedersetzten kann. Sie hat eine unglaubliche Weise  zu schreiben und ihre Sprachverwendung ist einfach nur zum Niederknien und ich würde mir den rechten Zeh abschneiden, wenn ich so schreiben könnte, wie sie. Ich finde ihre Kreativität, wie sie neue Ideen und Wesen erschafft, grandios, genauso die Art, wie sie es beschreibt, mit so einer Magie, Zauber und Melodie in der Sprache, dass man glaubt zu träumen oder auf anderen Sphären zu schweben. *grandios*

Auch haben ihre Figuren eine Menschlichkeit (obwohl es hauptsächlich keine Menschen sind) und Echtheit, Lebendigkeit, die man nicht so oft in Büchern antrifft und mir sehr gut gefallen hat, egal ob jetzt die guten oder die schlechten Charaktere. Allen voran bin ich natürlich ein Fan unserer Hauptfigur Karou/ Madrigal und das, obwohl sie mir regelmäßig das Herz gebrochen hat – aber trotzdem mag ich sie und sie tut mir ungeheuer leid, und auch die anderen Charaktere, die hin und wieder erzählen. Wie eben auch Akiva, der immer wieder als schwarzer Peter abgestempelt wird, obwohl er nur Gutes beabsichtigt und dafür kämpfen will, aber es möchte nicht so recht klappen. Beides sind tiefgehende, berührende Charaktere und ich fand es leider etwas schade, dass es hier keine Annährung gab, aber auch verständlich durch den Verlauf der Handlung, der es einfach nicht zugelassen hat. Aber ich hoffe, hoffe sehr, dass es dazu eine Wendung im dritten Teil gibt und die erste Andeutung dazu, hat uns Taylor bereits am Ende geliefert, wofür ich ihr sehr dankbar bin.

Genauso bin ich von Zuzana und Mik begeistert, die in diese traurige Geschichte auch einen Funken Humor und Witz hineingebracht haben, mich zum Schmunzeln brachten, alles aufgelockert haben und auch richtig kitschig süß zusammen waren, dass einem warm ums Herz geworden ist.
Dabei hat es mir Akivas Schwester Liraz schon schwerer gemacht, sie zu mögen, deswegen fand ich es gut, dass man gegen Ende auch einmal ihre Sichtweise lesen konnte. Hazael hingegen war ein gut gelaunter Sunny Boy, den einfach jeder gern haben muss, daher war das Ende auch so schwer, aber denke, das war auch genau die Absicht von Taylor. Nun sitze ich wie auf Nadeln und weiß nicht, wie ich die Zeit bis zum letzten Teil überstehen soll? Am liebsten würde ich gleich weiterlesen, um in dieser Welt, bei diesen Charakteren zu bleiben – hach, ich denke, ich habe gerade einen Book Hangover.

German Cover:
Wie auch der Vorgängerband, hat dieses Buch ein wunderschönes, traumhaftes Cover, auch wenn ich es etwas schade finde, dass Karou darauf nicht wirklich sichtbar ist.

All in all:
Eine wunderbare Geschichte, die nicht durch leichte, unbeschwerte Kost brilliert, sondern genau durch das Gegenteil, in dem es nur Tod, Trauer und lange Zeit Trostlosigkeit gibt. Aber Taylor hat es geschafft, trotzdem auch die schönen Dinge zu beschreiben, sie schätzen zu lernen und das alles auf eine unglaubliche, künstlerische, verträumte Schreibweise, die verzaubert und in glitzernder Zuckerwatte baden lässt. Was bleibt, ist eine Sehnsucht nach dieser Welt, nach den Charakteren, die man erst wieder in einem Jahr im dritten Teil weidersehen wird und ganz klar, auch … Hoffnung.

Rating:
4,5 of 5 points (soo awesome!)

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Quotes: (© Taylor)

Karou: ‚Karou tut nur so, als würde sie schlafen. Akivas Fingerspitzen zeichnen ihre Augenlider nach, streichen sanft über ihre Wangen. Sie kann seinen Blick auf sich spüren wie einen Lichtschein. Von Akiva angesehen zu werden ist, als würde sie in der Sonne stehen.‘
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Zuzana: ‚Das Bild hätte aus einem Dokumentarfilm stammen können – und nicht aus einem der schönen Sorte.
In betont munterem Tonfall fragte Mik: „Wir werden da draußen aber nicht sterben, oder?“
„Nein, antwortete Zuzana entschieden.  „So was passiert nur in Filmen.“
„Ach ja. Im wirklichen Leben stirbt nie jemand in der Wüste und wird zu einem ausgebleichten Skelett…“

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Akiva: „Sie zeigen nur, wie viele wir getötet haben. Es gibt keine Male, die unser Erbarmen zeigen.“
Lir: „Selbst wenn es die gäbe, würde ich keine tragen“, erwiderte sie.
Akiva begegnete ihrem Blick und sah eine tiefe Traurigkeit in ihren Augen aufblitzen. „Du musst nur damit anfangen, Lir. Erbarmen erzeugt Erbarmen, genau wie Vergeltung abermals Vergeltung erzeugt. Wir können nicht erwarten, dass die Welt besser ist, als wir sie machen.“

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Karou: ‚Körper sind nur totes Gewicht – schließlich sind wir alle nur Gefäße –, aber das zu wissen, war etwas ganz anderes, als einen Körper zurückzulassen. Das wusste Karou nur zu gut. Körper sind es, die uns real machen. Was ist eine Seele ohne Augen, durch die sie schauen kann, ohne Hände zum Festhalten?‘

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Serienreihenfolge:
# 1: Laini Taylor – Daughter of Smoke and Bone »»
# 2: Laini Taylor – Days of Blood and Starlight »»
# 3: Laini Taylor – Dreams of Gods and Monsters »»
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(© goodreads)

About the author – Laini Taylor:
She’s a writer of fantasy books for young people, but her books can be enjoyed by adults as well. Her ‚Dreamdark‘ books, Blackbringer (2007) and Silksinger (2009) are about faeries — not dainty little flowery things, but warrior-faeries who battle devils. Her first young adult book, Lips Touch, is a finalist for the 2009 National Book Award! It’s creepy, sensual supernatural romance. . . about kissing. She’s also an artist with a licensed gift product line called „Laini’s Ladies.“
(Source: goodreads.com)

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Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares an:

© Fischer FJB

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[Rezension] White Horse

English Cover

German Cover

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‚White Horse‘ by Alex Adams

White Horse #1
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First Sentence:
„Es ist so: Mein Therapeut soll nicht denken, dass ich verrückt bin.“

Inhaltsangabe:
Die junge Zoe entdeckt in ihrer Wohnung ein merkwürdiges Glasgefäß, dessen Herkunft sie sich nicht erklären kann. Es enthält ein furchtbares Geheimnis. Denn als Zoe den Behälter öffnet, breitet sich eine geheimnisvolle Seuche aus, »White Horse«. Unzählige Menschen sterben, das Ende aller Zeiten scheint gekommen. Zoe verliert nicht nur ihre Familie, sondern auch ihren geliebten Nick, der verschwunden ist. Und sie stellt fest, dass sie von ihm schwanger ist. Auf sich allein gestellt, zählen für Zoe bald nur noch zwei Dinge – wird sie Nick wiederfinden, um das Geheimnis von „White Horse“ zu lüften? Und wie kann sie ihr ungeborenes Kind in einer Welt beschützen, die dem Tod geweiht ist?
(Source: Goodreads.com)

Meine Gedanken zum Buch:
Die Welt ist am Ende und die Menschen, die noch am Leben sind, haben sich entweder in monströse Bestien verwandelt oder alle Moral verloren, um ihr eigene Haut zu retten und weiterhin den Kampf gegen den allgegenwärtigen Tod hinauszuzögern. Mitten in diesem Szenario beginnt die Geschichte und wir folgen dem Verlauf der tragischen Geschichte mit Hilfe der Hauptfigur Zoey, welche nicht nur in der Gegenwart schildert, wie zerstört die Welt ist, sondern auch zurückblickt zu dem Zeitpunkt vor der Seuche, vor dem Krieg und vor dem Verderben der Menschheit.
Dies passiert meistens innerhalb der verschiedenen Kapitel und wird dementsprechend mit einer kleinen Überschrift gekennzeichnet (Damals/ Jetzt), um die Orientierung zwischen den wechselnden Zeiten nicht zu verlieren, obwohl die Rückblicke in die Vergangenheit auch nicht immer chronologisch ablaufen und das manchmal zu einiger Verwirrung geführt hat. Ich weiß nicht, ob es auch anderen so ergangen ist, aber ich habe mir teilweise damit etwas schwer getan und hätte es besser gefunden, wenn zumindest ein Datum beim Rückblick angeben gewesen wäre, um hier eine besser Übersicht zu haben.

Ganz zu Beginn herrscht ein absolutes Chaos, nicht nur in der zerstörten Welt, sondern auch bei mir als Leser und ein großes Fragezeichen stand hier zu allererst geschrieben. Man braucht doch einige Zeit und Kapitel, um die ersten Zusammenhänge zu verstehen, Verknüpfungen zu bilden und einen roten Faden zu erkennen. Obwohl dies der Fall ist, war es trotzdem ein tolles Lesen, voller Spannungen und Rätselraten und man konnte dem Buch nicht fernbleiben, weil man wissen wollte musste, wie es weitergeht, was Zoey auf ihrem Weg passiert und was ihr noch alles blüht.

Wie man hier sehen kann, ist Zoey ein Charakter, mit dem man mit fiebert und um den man bangt, denn Zoey ist zwar stark, eisern und zielorientiert, um sich und die Menschen in ihrer Umgebung zu schützen und sicher ans Ziel zu bringen, ABER dennoch versucht sie menschlich zu bleiben, nicht zu töten, wenn es vermieden werden kann und trotz aller grausamen Umstände, immer noch Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft anzubieten.
Was für mich verblüffend war, da ich oft schon nur beim Lesen der Szenerie und über die anderen Menschen, fast den Hut geworfen und mich in eine Höhle verkrochen hätte, weil alles einfach so trostlos, hoffnungslos und düster ist. Außerdem sind manche Szenen wirklich sehr gruselig und nur deprimierend und traurig, sodass ich nur mehr darauf gewartet habe, dass endlich mal etwas Positives kommt, ein kleiner Hoffnungsschimmer.

Neben der Handlung und der tollen Hauptfigur, war die Schreibweise von Adam einfach großartig und für mich wie eine eigene Dichtung. Sie hat alles sehr bildlich beschrieben, zb. wie langsam die Zeit voran schreitet, als ob ein Gewicht mit einer Kette am Minutenblatt hängen würde und lauter solche ähnliche Beschreibungen – um sich wirklich einzufühlen, es zu spüren und zu sehen, als ob man selbst ein Teil der Geschichte wäre.
Das ist meiner Meinung nach teilweise gut, aber andererseits wird das Buch durch die vielen einzelnen Beschreibungen sehr dick und die Handlung wird dadurch ebenso ausgebremst und kommt langsamer voran, weil viel Wert auf die Umgebung und die bildliche Darstellung und Poesie der Sätze gelegt wird. Ich denke, dass ist eine persönliche Vorliebe und die einen werden es toll finden und andere weniger damit anfangen können. Ich liege mittendrin und hätte mir doch etwas mehr Geschehen gewünscht und dafür weniger Beschreibungen.

Zum Glück konnte mich, nach all den traurigen Dingen und Strapazen, das Ende wieder komplett zufrieden stellen und ich durfte das Buch daher auch mit einem guten Gefühl beenden. Ansonsten wäre ich ehrlich gesagt, etwas sauer gewesen. Denn wofür tut man denn alles im Leben und riskiert Alles, nimmt alle Widrigkeiten auf sich und hält durch – für die Liebe – und ich denke, dass ist eine der Grundbotschaften dieses Werkes. Und das wir trotz allem immer noch selber entscheiden können, wie wir mit andern umgehen, ob wir Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft zeigen, auch wenn wir selber keine mehr erhalten.

German Cover:
Für mich ist das Cover grandios gelungen und auch einer der Gründe, warum mir das Buch aufgefallen ist. Es fängt auf tragische Weise die Handlung ein und reflektiert perfekt die düstere Atmosphäre.

All in all:
Ein Buch, dass niemanden kalt lassen wird und einen ab der ersten Seite in den Bann zieht, ohne dass man eine Chance hat zu entrinnen. Für mich hätte dieses eine Buch gereicht und daher bin ich neugierig, was die Autorin in der Fortsetzung plant. Man darf gespannt sein – ich bin es! 🙂

Rating:
4 of 5 points – (Great, Great, Great)
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Quotes:

Zoe: „Tja, Gott. Der Typ. Hat sich bei der letzten großen Party der Menschheit nicht blicken lassen. Wer wollte es ihm auch verdenken? Das Feuerwerk war klasse, aber kurz darauf verabschiedeten sich sämtliche Teilnehmer.“
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Nick: „Der Mensch muss ein bisschen verrückt sein, sonst wagt er es nie, das Seil zu kappen und frei zu sein.“
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Zoe: „Vor Ausbruch der Seuche war der Mensch kein nachtaktives Wesen – es sei denn, der drängende Wunsch, die höhere Stufe der Karriereleiter oder den nächsten Level eines Videospiels zu erreichen, trieb ihn dazu.“
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Zoe: „Wir lieben uns, während die Welt untergeht, aber das macht unsere Gefühle nicht weniger echt.“

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Serienreihenfolge:

#  1:    Alex Adams – White Horse »»
#  2:    Alex Adams – Red Horse
#  3:    Alex Adams  – Untitled
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Success.

(© goodreads)

About the author – Alex Adams:
Alex Adams was born in New Zealand, raised in Greece and Australia, and currently lives in Oregon–which is a whole lot like New Zealand, minus those freaky-looking wetas. Her debut novel, White Horse (Emily Bestler Books/Atria) hits shelves April 17, 2012. Her fingers are crossed that the world won’t end before then. (Source: goodreads.com)

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Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares an:

© Piper

[Rezension] Legend: Fallender Himmel

English Cover

German Cover

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‚Legend: Fallender Himmel‘
by Marie Lu

Legend # 1...

Inhaltsangabe:
Eine Welt der Unterdrückung. Rachegefühle, die durch falsche Anschuldigungen genährt werden. Und Hass, dem eine grenzenlose Liebe entgegentritt. Dies ist die Geschichte von Day und June. Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende! Der unbändige Wunsch nach Rache führt June auf Days Spur. Sie, ausgebildet zum Aufspüren und Töten von Regimegegnern, erschleicht sich sein Vertrauen. Doch Day, der meistgesuchte Verbrecher der Republik, erweist sich als loyal und selbstlos – angetrieben von einem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn. June beginnt, die Welt durch seine Augen zu sehen. Ist Day tatsächlich der Mörder ihres Bruders? Fast zu spät erkennt June, dass sie nur eine Spielfigur in einem perfiden, verräterischen Plan ist.
(Source: Goodreads.com)

Meine Gedanken zum Buch:
Ich habe das Buch sehr rasch und innerhalb von zwei Tagen ausgelesen, was eigentlich immer ein gutes Zeichen ist, aber trotzdem hatte ich hier teilweise meine Probleme damit.
Positiv ist auf alle Fälle zu erwähnen, dass der Schreibstil sehr einfach zu lesen ist und es locker und rasch voran geht und mit Leichtigkeit zu lesen ist. Dies liegt zu einem wohl daran, dass es in der Gegenwart geschrieben ist und zum anderen, dass eine sehr einfach Sprache ist, ohne viel Drumherum, Beschreibungen oder Kitsch, was auch zum ganzen elitären System passt, welches im Buch geschildert wird.
Es hat mich aber ehrlich gesagt von der Handlung und den Charakteren her nicht ganz vom Hocker gerissen, war aber auch gleichzeitig keine Enttäuschung, sondern eher ziemlich durchschnittlich.

Der Plot ist spannend geschrieben und auch dramatisch erzählt, sodass man schnell weiterlesen möchte. Aber mir kam es längere Zeit so vor, als ob ich auf etwas Bestimmtes gewartet habe und es nie ganz kam. Besonders beim ersten Drittel hatte ich dieses Gefühl, als die Handlung etwas schleppend voran ging. Aber dann haben sich die letzten Seiten quasi vor Handlung und Action überschlagen und es war mir zu rasch zu Ende.

Was mir beim Inhalt sonst noch auffällt ist, dass es für mich nicht so sehr eine Dystopie war, sondern eher wirkte wie ein Buch über den Krieg, wie eine Geschichte, die sich im zweiten Weltkrieg mit den Nazis und dem totalitären, unbarmherzigen System abgespielt hat – nur das hier einige moderne Elemente eingebaut sind, um es quasi in der Zukunft spielen lassen zu können und es als Dystopie deklarieren zu können. Auch diese Selektierung der Kinder und diese Forschungen, hörten sich sehr nach der Vorgehensweise von damals an und daher fand ich diese Punkte auch nicht sehr originell. Sondern nur erschreckend; was sie wohl auch sein sollten.

Nun zu den Hauptfiguren in der Geschichte: Day und June.
Der männliche Protagonist Day ist ganz okay, aber ich verstehe nicht immer ganz seine Handlungen oder den Grund für seine vergangenen Taten, die immer nur kurz angerissen wurden bzw. versteh ich nicht ganz, warum er der meistgesuchteste Verbrecher dieser Republik war. Es wirkt auf mich etwas übertrieben, dass er der ‚Staatsfeind #1‘ ist, nur weil er bisher Kleinigkeiten begangen hat, wie Raubzüge oder kleinere Sabotagen, aber er hat bisher nie jemanden wirklich großen Schaden zugefügt oder jemanden umgebracht. Warum sollte also so ein großes, starkes Regime, wie diese Republik hier, sich um solche einen ‚Herumtreiber‘ kümmern und so viel Wert auf seine Festnahme legen?
Ansonsten war Day ein netter und auch attraktiver Charakter, von den man gerne mehr erfährt und ich hoffe, dass passiert dann noch in den weiteren Teilen.

Auch June war mir sympathisch, aber trotzdem konnte ich nicht nachvollziehen, wie sie eine der besten Agenten, die intelligenteste Person sein soll und nun bereits auch ihren Abschluss in der Tasche haben – mit gerade mal 15 Jahren? Kam mir zu übertrieben und unecht vor.

Außerdem habe ich leider wenig Bindung zu Day oder June aufbauen können und sie haben sich für meinen Geschmack viel zu schnell ineinander verliebt. Ich meine – die zwei wurden ihr Leben lang darauf gedrillt sich gegenseitig zu hassen und schon nach zwei Tagen gemeinsamer Zeit auf der Straße, müssen sie sich küssen, weil sie nicht anders können? Ähm, hallo – habe ich da etwas verpasst?
Sie waren ja süß und alles und haben auch gelitten und viele Schmerzen ertragen müssen, aber trotzdem fehlte mir der Funke bei ihnen.

German Cover:
Das Cover passt inhaltlich perfekt zu der Geschichte und dem militärischen Aufbau. Aber ich bin eher ein Fan von Schnörkeln, lieblichen Linien und leuchtenden Farben, daher wirkt dieses Cover etwas plump auf mich.

All in all:
Aber trotz der harten Kritik, bekommt das Buch 3 Punkte für die spannende Handlung und den flüssigen, schnellen Schreibstil. Dieses Buch wirkte zwar wie eine längere Vorgeschichte, aber ich denke, es gibt noch Platz noch oben und dass mich der zweite Teil mehr begeistern kann.

Rating:
3 of 5 points – (I liked it)

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Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares an:

sowie an

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Serienreihenfolge:

# 1: Marie Lu – Fallender Himmel »»
# 2: Marie Lu – Prodigy (dt. Titel unbekannt)
# 3: Marie Lu – Untitled

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(© goodreads)

About the author – Marie Lu:
She writes young adult novels, and have a special love for dystopian books. Ironically, she was born in 1984. Before becoming a full-time writer, she was an Art Director at a video game company. Now she shuffles around at home and talk to herself a lot. 🙂
She graduated from the University of Southern California in ’06 and currently live in LA, where she spend her time stuck on the freeways.  (Source: goodreads.com)

Visit her Website »».

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copyright: Loewe Verlag

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Snapshot: Starters (dt.)

. .Snapshots sind kurz-Rezis zu gelesenen Büchern, die einen Einblick geben sollen, was mir an dem Buch gefallen hat und was nicht, oder ob es empfehlenswert ist.

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‚Starters‘
by Lissa Price.

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(© goodreads)

Nachdem ich die Vorgeschichte nicht so schlecht fand, habe ich mich auch dazu entschlossen das Buch zu lesen. Zum Glück konnte ich feststellen, dass mich hier die Schreibweise in der Gegenwart weniger gestört hat, da ich das Buch auf Englisch gelesen habe.

Zu Beginn war alles  noch ziemlich verwirrend, besonders mit diesem Krieg, der nicht wirklich erklärt wurde und warum nur die Alten und die Kinder diesen überlebt haben und wer dabei eigentlich mit wem gekämpft hat, oder um welche Krankheit, bzw. welche Sporen es sich dabei handelte. Das war leider etwas viel am Anfang und man musste doch ein Stück weit lesen, um endlich ein paar Antworten auf viele, wichtige Fragen zu bekommen.

Die Grundidee war nicht schlecht, aber mir war es zu überladen und es kamen zu viele verschiedene Dinge in dieser Dystopie vor, wie zum Beispiel: * dieser Krieg, * die tödliche Krankheit/ Sporen, * das die Medizin es geschafft hat, dass die Menschen mehr als 200 Jahre alt werden (Enders) oder * das eine Organisation es den alten Menschen möglich macht, in die Körper von Jugendlichen ‚zu schlüpfen‘.

Daher kann ich zwar sagen, dass einige Ideen toll waren und auch zu Beginn die Charaktere gut ausgearbeitet und sympathisch waren, aber es haperte im Verlauf an einer guten Struktur und Ausarbeitung der Geschichte, sowie haben sich auch die Personen darin verändert. Meiner Meinung nach leider zum Negativen.

Mir hat die erste Hälfte des Buches wirklich sehr gut gefallen, weil ich mit Callie mitfühlen konnte, die Geschichte und die Twists spannend waren und es für mich ein richtiger Page–Turner war. Außerdem mochte ich es, dass Callie, obwohl sie nun in der luxuriösen Welt war, immer an ihren Bruder und Michel gedacht hat und darauf verwies, was sie für dieses oder jenes in dieser luxuriösen Wohnung bekommen könnte (zb. für einen Ring könnte man eine Woche lang für 10 ‚friendlings‘ das Essen bezahlen, usw.) und das zog sich durch das Buch, was ich gut fand.

Aber nach der zweiten Hälfte änderte sich leider meine Begeisterung und danach hat es rapide abgenommen. Die Handlung zog sich die letzten Seiten und vieles war absehbar und sogar Callie wurde mir unsympathischer. Auch der Schluss war eher ‚nichtssagend‘ und nahm eine Wendung (Stichwort: Blake), die mich nur den Kopf schütteln ließ!
Es ist auch nicht förderlich für das Buch, dass auch hier wieder eine Dreiecksbeziehung zu finden ist, die mehr als nur unnötig ist und mich nur noch nervt.*seufz*
Zum Ende hin war ich wirklich enttäuscht und es hat mich ehrlich gesagt überhaupt nicht mehr interessiert wie es weiter ging. Ich bin nun sehr unentschlossen, ob ich den zweiten Teil überhaupt noch lesen soll. Aber ich habe noch ca. ein halbes Jahr Zeit mir das zu überlegen. 🙂

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! SPOILER Warnung !

Was ich noch sagen möchte: Was soll das mit diesen ewigen Dreiecksbeziehungen? Das kann doch nicht sein! Besonders hier wäre es gut ohne einer ausgekommen. Außerdem fand ich es mehr als idiotisch, dass der eine Typ (Michel) am Schluss einfach davon läuft, ohne ein Wort vorher zu Callie zu sagen und der andere Kerl (Blake), ist nicht mehr der, den sie kannte oder glaubt gekannt zu haben – alles sehr komisch und nicht fesselnd –> im Gegenteil!
Diese Sache mit Blake wurmt mich noch immer und ich fand es furchtbar! Meine Frage dazu: Was sagt das dann bitte über Callie aus, wenn Blake nicht der ist, denn sie kannte und in den sie sich verliebt hat, aber sie ihn trotzdem noch immer will? Denn genau betrachtet, hat sie sich eigentlich in den Feind verliebt, also in den ‚Alten Mann‘, was ich ziemlich eklig finde, aber okay… , jeder wie er will.  😀 Was sagt ihr dazu und hat es euch genauso genervt oder war es euch eher egal?

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Serienreihenfolge:

# 0,5:  Lissa Price – Porträt eines Starters
# 1:       Lissa Price – Starters »»
# 2:       Lissa Price – Enders »»

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