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[Rezension] Der letzte erste Blick

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„Der letzte erste Blick“

von

Bianca Iosivoni

 

Firsts # 1

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Endlich frei! Emery Lance kann es nicht erwarten, ihr Studium in West Virginia zu beginnen. Niemand kennt hier ihre Geschichte. Niemand weiß, was zu Hause geschehen ist. Dafür ist sie auch bereit, in Kauf zu nehmen, dass die Situation im Wohnheim alles andere als ideal ist. Nicht nur treibt ihr Mitbewohner sie regelmäßig in den Wahnsinn – sein bester Freund Dylan Westbrook bringt ihr Herz mit einem einzigen Blick zum Rasen. Dylan ist genau die Art von Typ, von der Em sich unbedingt fernhalten wollte. Er sieht zu gut aus und ist viel zu nett – von den Streichen, die er Emery bei jeder sich bietenden Gelegenheit spielt mal abgesehen. Mit der Zeit kommen die beiden sich immer näher. Doch Emery ahnt nicht, dass Dylan etwas vor ihr verbirgt. Etwas, das ihre Welt erneut auf den Kopf stellen könnte …  (Source: Goodreads.com)

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Ich habe bereits Bücher der Autorin gelesen und dementsprechend waren meine Erwartungen auch ziemlich hoch, da ich bisher nie enttäuscht wurde. Auch hier bekam ich, was ich erwartet habe und habe die Geschichte rund um Emery und Dylan gerne gelesen.

Wir beginnen damit, dass wir Emery auf der Uni bei einer halbwegs witzigen Szene kennenlernen, die auch ihre aggressive, defensive Art zeigt. Danach beginnt der normale Unialltag und wir lernen durch den Zimmerkollegen Mason auch den Freund von ihm und somit männlichen Hauptcharakter Dylan kennen. Er ist das genaue Gegenteil von Emery. Hilfsbereit, nett, liebevoll, tierlieb und so loyal, dass er sich für andere selbst in die Scheiße reitet.

Emery ist wie gesagt am Anfang etwas anders, was aber an ihren Erfahrungen in der Vergangenheit beruht. Stück für Stück kommen wir dieser näher und bald schon ist ungefähr klar, was ihr passiert ist und man weiß das große Geheimnissen schon einige Zeit vor ihrer Enthüllung.  Das war leider der erste Punkt, der mich gestört hat, da ich die Reaktion in ihrer alten High-School von den ganzen Mitschülern, Lehrern und sogar guten Freunden viel zu überzogen und total unrealistisch fand. Ihr und auch ihrem Ex gegenüber. Da hätte es mM einen anderen Grund haben müssen, um so eine Lawine loszutreten. Denn ernsthaft. Wer macht das nicht mit 17/ 18 Jahren? Mehr kann ich leider nicht darauf eingehen ohne zu spoilern.
Das gleiche Problem hatte ich auch mit der ganzen Sache zwischen Mason und Dylan. Warum Dylan da nicht schon viel früher etwas zu ihr gesagt hat, ist mir vollkommen schleierhaft.  Daher leider vorhersehbar und zu konstruiert.

Dennoch mochte ich das Buch bis auf diese zwei Punkte gerne, da die Stimmung an der Uni oder der Landschaften total schön und echt beschrieben wurden. Außerdem finde ich Iosivonis Schreibstil einfahren nur klasse und sehr schön zu lesen. Auch mochte ich die Streiche, die sie sich gegenseitig gespielt haben und die der Story etwas Leichtes zwischendurch verpasst haben. Und die anderen Leute aus der Gruppe habe ich ebenfalls rasch ins Herz geschlossen, besonders Elle und Luke, daher freue ich mich schon jetzt auf den zweiten Teil und ihre Geschichte.
Nur mit Emery hatte ich länger ein Problem und konnte sie nicht ganz erfassen. Oder auch der Anfang hat mich sehr an das Buch „My Favorit Mistake“ erinnert.
Aber wie gesagt, sonst war es toll und schön zu lesen. Also ist das meckern auf sehr hohem Niveau und hat der Lesefreude keinen Abbruch getan.

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Ich mag die Farben des Covers total gerne und das Bild passt auch total gut zum Pärchen.

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Ein berührendes New Adult Buch auf hohem Niveau mit kleinen Mängeln, über die man auch hinwegsehen kann. Wenn man etwas fürs Herz und zum Nachdenken, neue Freunde und Liebe kennenlernen möchte, dann ist man hier genau richtig.

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4 of 5 points – (Great, Great, Great)

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Liebste Grüße

 

Bianca Iosivoni:
Schon seit frühester Kindheit ist Bianca Iosivoni von Geschichten fasziniert. Mindestens ebenso lange begleiten diese Geschichten sie durch ihr Leben. Den Kopf voller Ideen begann sie als Teenager mit dem Schreiben und kann sich seitdem nicht mehr vorstellen, jemals wieder damit aufzuhören.
Nach dem Abitur studierte sie Sozialwissenschaften in Hannover und arbeitete jahrelang in einer Online-Redaktion. Heute lebt und schreibt sie noch immer in Hannover und hat den Kampf gegen die tägliche Ideenflut längst aufgegeben. Ob unterwegs oder zu Hause, was immer dabei sein muss: Notizblock, Schokolade und jede Menge Koffein.
Ihre Kurzgeschichte „Bis der Tod uns vereint“ gehört zu den Gewinnern des LYX-Schreibwettbewerbs und wurde 2012 in der Anthologie „5 Jahre – 5 Geschichten“ veröffentlicht. 2014 erscheint der erste Teil ihrer neuen Romantic Suspense Serie bei Romance Edition.
Neben dem Schreiben eigener Projekte ist sie Mitbegründerin des Schreibwahnsinns, eines Gemeinschaftsprojekts mit befreundeten Autoren, in dem fleißig über diverse Schreibthemen gebloggt wird. (Source: Goodreads.com)

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an:

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[Rezension] Scorched

German Cover

English Cover

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‚Scorched‘
von J. Lynn

Frigid # 2

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Andrea und Tanner. Tanner und Andrea. An den meisten Tagen weiß Andrea nicht, ob sie Tanner näherkommen oder ihm lieber eine verpassen will. Er ist definitiv heiß, aber sie halten es fast nie länger als fünf Minuten in einem Raum zusammen aus. Bis jetzt. Der gemeinsame Sommerurlaub in einer Hütte in West Virginia ändert alles. Plötzlich können die beiden nicht mehr ohne einander. Aber Andrea hat private Probleme, die sie völlig aus der Bahn werfen und ihre Liebe zu Tanner zu zerstören drohen. Wird Tanner dennoch für sie da sein?
(Source: Goodreads.com)

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Der Einstieg des Buches war gut gemacht, man ist sofort durch die tolle, gut zu lesende Schreibweise von Lynn/ Armentrout reingekommen. Aber das kennt man ja schon von der Autorin und sie hat eine Begabung dafür, heiße Charaktere mit nur wenigen Sätzen zu erschaffen und einen lockeren, kecken Schreibstil zu präsentieren. Daher ja, ich habe mich auf das Buch gefreut und fand es die ersten Kapitel auch sehr ansprechend durch die leichten Kabbeleien der beiden Hauptfiguren, die witzig waren und auch sexy. Aber dann… nun ja, hat es in meinen Augen leider immer mehr abgebaut und da konnte auch der Erzählstil oder der umwerfende Tanner nichts daran ändern.

Was vor allem an der Handlung lag und auch immer mehr an der Hauptfigur Andrea. Außerdem konnte ich auch überhaupt nicht nachvollziehen, warum genau nach 2-3 Kapiteln plötzlich aus Tanner-Fick-Fröschchen jemanden wird, der eine feste Beziehung mit ihr will?? Die Erklärung, dass er seinen Sinneswandel selbst nicht versteht, hilft da nicht viel weiter und hat mich eher enttäuscht, da auch die Autorin nicht erklären konnte, warum er sich plötzlich in Andrea verliebt hat. Es ist nämlich nichts außer ein kleiner Kuss passiert, bei dem sie übrigens breit wie ein Brett war und auf einmal sieht er sie total anders?? Nein, das war keine ausreichende Erklärung. Man konnte es einfach nicht verstehen und nachempfinden und seine absolute Kehrtwende/ sein Verhalten danach waren nicht logisch. Obwohl nicht nur aus Andreas Sicht erzählt wird, sondern auch manchmal aus Tanners Perspektive.

Außerdem wurde sehr lange immer wieder nur Andreas Problem angedeutet und sie hat mich mit ihrem launischen Verhalten gegenüber Tanner immer mehr genervt. Erst gegen 80% oder so, hat man erfahren, was denn nun wirklich ihr Problem ist, was finde ich, zu sehr aufgebauscht war, um es dann innerhalb von zwei Absätzen zu lösen und zu klären.
Dass sie mit Alkohol ein Problem hat und welche Dinge sie dabei getan hat (strohdumm) hat mir auch nicht zugesagt. Und ich glaube nach Fremdgehen ist diese Thematik auch einfach nicht meins oder nichts, über das ich hinwegsehen kann/ will und danach kann ich einem Buch auch nicht mehr als 2,5 Punkte geben. *sorry*

Tanner war zwar toll – unbeschreiblich, UNREALISTISCH TOLL, der jede hätte haben könnte, aber sich aus einem nicht zu erklärbaren Grund auf Andrea eingeschossen hat. Tja, da konnte auch das kitschige Ende nichts mehr retten und mich leider das Buch nicht so richtig überzeugen, obwohl ich mich wirklich sehr drauf gefreut hatte. Hinzu kommt, das gerade am Anfang einige Fehler vorgekommen sind, wie falsche Namen für die Figuren oder ähnliches, was für so einen Verlag ebenfalls überhaupt nicht geht. Wirklich schade, dass auch das zweite Buch von Armentrout in kurzer Folge nicht überzeugen konnte. Dennoch gebe ich nicht auf, da kommt sicher bald wieder etwas Tolles! Bitte, bitte, bitte.

 

Das Cover finde ich richtig süß, auch wenn man bei Andrea ein rothaariges Mädchen nehmen hätte können 😉

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Ein wirklich schwierig zu bewertendes Buch, da mich das Thema nicht wirklich angesprochen hat und ich von der Hauptfigur Andrea nach der anfänglichen Sympathie schließlich nur noch genervt war. Ich hatte mir von diesem Buch leider so viel mehr erwartet und diese Rating tut mir selbst im Herzen weh.

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2,5 of 5 points – (it was okay)

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Liebste Grüße


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# 1: J. Lynn – Frigid
# 2: J. Lynn – Scorched

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J. Lynn:
A pseudonym for Jennifer L. Armentrout.
# 1 New York Times and USA Today Bestselling Author Jennifer L. Armentrout Lives in West Virginia.
All the rumors you heard about her state aren’t true.
Well, mostly. When she’s not hard at work writing, she spends her time, reading, working out, watching zombie movies, and pretending to write.
(Source: goodreads.com)

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an:

© Piper

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[Rezension] Der Prinz der Elfen

German Cover

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English Cover

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‚Der Prinz der Elfen‘
von Holly Black

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Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen…
(Source: Goodreads.com)

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Ich habe mir beim Cover und beim Titel eigentlich eine fantasievolle High Fantasy Idee in einer fremden Welt vorgestellt, voller Wunder und dieser zauberhaften wow-Effekte. Fantasy habe ich zwar bekommen, aber nur im geringen Masse und es spielte auch nur in der realen Welt, in einem Dorf, das an einem Wald liegt, in dem es eben Elfen gibt und die langjährigen Bewohner wissen darüber Bescheid. In diesem Wald gibt es auch einen gläsernen Sarg und darin liegt seit Generationen schlafend ein Elf, mit spitzen Ohren und unmenschlich schönem Antlitz. Wer jetzt gedacht hätte, es ging in dem Buch um den Elf oder viel um Elfen oder eine Romanze mit ihm, der täuscht sich leider.

Denn eigentlich dreht sich fast alles nur um Hazel. Ein rothaariges Mädchen, das einfach so mit Jungs rumknutscht und generell oft handelt ohne zu denken, vom Impuls getrieben. Es wird viel aus Rückblenden erzählt, um eben ihre Beziehung zu ihrem Bruder zu erklären, der zwar kein Zwilling ist, aber fast wie sie aussieht und beinahe gleich alt ist… Tja, daher geht es eigentlich hauptsächlich um die geschwisterliche Beziehung und ein wenig kommen nebenbei die Elfen vor, kurz zusammengefasst. Da ich aber kein Fan von langen Nacherzählungen aus der Vergangenheit über Rückblenden bin und auch nicht von Büchern ohne wirklicher Romane, die man nachempfinden kann, war es nicht meins.

Auch der Schreibstil war etwas speziell, der für einen High Fantasyroman besser gepasst und der mich auch nicht so sonderlich gestört hatte, wenn der Rest mit besserem Spannungsbogen gewesen wäre. Aber so war es leider echt zäh zu lesen und ich musste mich oft zum Weiterlesen zwingen. Dazu eben noch meine wenige Sympathie für Hazel und eine andere Welt, als gedacht/ erhofft, ergibt leider das etwas niedrige Rating von 2,5 Punkten.

Ich habe es ja wirklich versucht, aber lange Zeit konnte mich das Buch nicht mitnehmen. Erst gegen Ende wurde das Tempo etwas angezogen und schenkte uns Leser zumindest ein wenig Spannung, als sich die Sache mit Jack oder den Elfen zugespitzt hat und Hazel nach einer Lösung suchen musste. Nun ja, so schwierig war diese jetzt auch wieder nicht, aber immerhin etwas. 😀 Das Ende war okay, aber nachdem mich der Rest mit Hazel und allem eher kalt gelassen hat, ging es mir auch mit dem Abschluss ähnlich. Es hat mich einfach nicht berührt. Manchmal ist das eben so.

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Das Cover ist ein wahrer Hingucker, transportiert aber meiner Meinung nach eine andere Erwartung an das Buch, das man dann zum Lesen bekommt.

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Ich habe mich total auf das Buch gefreut, wollte in fremde Welten und zauberhafte High Fantasy entführt werden, und habe daher einfach etwas ganz Anderes erwartet, als ich im Endeffekt bekommen habe. Der Schreibstil und die Hauptfigur Hazel haben leider auch nicht geholfen, mich mit dem Buch anzufreunden. Wenn man ein richtiges High Fantasybuch möchte, sollte die Finger davonlassen. Wer jedoch eine jugendlichere Geschichte in der realen Welt lesen möchte, in der die Feen eine kleine Rolle spielen und es viel um die geschwisterliche Beziehung geht, ist hier genau richtig.

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2,5 of 5 points – (it was okay)

 

Liebste Grüße

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Holly Black:
Holly Black is the author of bestselling contemporary fantasy books for kids and teens. Some of her titles include The Spiderwick Chronicles (with Tony DiTerlizzi), The Modern Faerie Tale series, the Curse Workers series, Doll Bones, The Coldest Girl in Coldtown, the Magisterium series (with Cassandra Clare), The Darkest Part of the Forest, and her new series which begins with The Cruel Prince in January 2018.
She has been a a finalist for an Eisner Award, and the recipient of the Andre Norton Award, the Mythopoeic Award and a Newbery Honor. She currently lives in New England with her husband and son in a house with a secret door. 

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.Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an:

© Random House

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[Rezension] Montana Dreams – So wild wie das Leben

German Cover

English Cover

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‚Montana Dreams – So wild wie das Leben‘
von Jennifer Ryan

Montana Men # 2

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Die Weite des Himmels, sanfte grüne Hügel … Noch etwas skeptisch hat Gillian die Einladung ihres Großvaters auf seine Ranch in Montana angenommen. Schließlich ist er ihr völlig fremd. Doch schon bei ihrer Ankunft ist sie sicher: Hier können die Wunden ihrer tragischen Vergangenheit heilen. Wäre da nicht der umwerfend gutaussehende Cowboy Blake Bowden, der neue Teilhaber an der Ranch ihres Großvaters, denn sich zu verlieben gehört nicht zu Gillians Zukunftsplänen.  (Source: Goodreads.com)

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Sofort mit der ersten Szene steigen wir brutal in die Geschehnisse und in das bisher sehr schwierige Leben der Hauptfigur Gillian ein. Groß geworden neben ihren Drogen- und Alkoholsüchtigen Eltern muss sie nicht nur sich selbst durchbringen, sondern später auch noch auf eine weitere Person achtgeben. Solange, bis die Situation eskaliert und sie in Notwehr ihren Vater erschießt und sie anschließend nach einigem Widerwillen bei ihrem Großvater auf einer Ranch abgelegen in Montana leben soll, obwohl sie eine Großstadt-Frau ist.

Doch sie hat nicht damit gerechnet, dass sie die Arbeit mit den Pferden liebt, oder es so eine große Ranch ist, die viele (männliche) Mitarbeiter hat. Unter anderem den attraktiven Stellvertreter ihres Großvaters und heißen Cowboy Blake. Tja, und dann nimmt die Geschichte ihren Lauf. ^^

Die Geschichte hat mir eigentlich richtig gut gefallen, nur manchmal war es mir etwas zu übertrieben oder zu kitschig. Besonders Blakes Verhalten und seine Gedanken und super schnelle Liebe zu Gillian und seine Faszination von ihr. Das Buch ist nämlich nicht nur von Gillians Sicht aus geschrieben, sondern auch von Blakes, die sich immer wieder abwechseln, um eine Einsicht in beide Figuren zu bekommen. Das ist etwas, das ich speziell bei Liebesromanen sehr schätze und es mir einfach leichter macht, das gesamte Gefühlsspektrum des Pärchens nachzuempfinden.

Warum das Buch dennoch nicht die volle Punktezahl bekommen hat, lag daran, weil ich Blake zwar mochte, er mir aber viel zu kitschig und zu schnell verliebt war. Er war für mich einfach zu unrealistisch gezeichnet, wo man merkt, dass es eben kein richtiger Mann ist, sondern man weiß, dass er von einer Autorin erschaffen wurde. Und so sollte es ja nicht sein. Man sollte immer das Gefühl haben, diese Person könnte es irgendwo da draußen wirklich geben.

Auch wirkte es für mich mit der Beschreibung der Farm, der Arbeiten und dem ganzen Drumherum nicht echt. Da kam es schon ein paar ‚komische‘ Szenen, bei denen ich das Gesicht verziehen musste und einfach so im realen Leben nicht so sein können. Zb. Kann man ein kleines Tagealtes Fohlen nicht schon mit Apfelstücken füttern. Oder nach einem ganzen Tag bei Pferden und dann nach zwei Stunden abladen der Tiere im Stall, schleicht Blake zu ihr und sie haben Sex oder kuscheln… keine Ahnung. Auf alle Fälle muss der Typ ja mega nach Stall und diesen ‚speziellen‘ Gerüchen riechen. Ich weiß wovon ich rede, ich komme von einer Landwirtschaft, meine Eltern betreiben sie noch immer und das riecht man eben auch *sorry*. Da würde ich nie wollen, das mein Mann zu mir ins Bett krabbelt, nachdem er im Stall war. *no way* 😀 😀 Das waren jetzt nur zwei Beispiele, an denen man zu gut erkennt, dass die Autorin nicht wirklich eine Ahnung von einer Farm/ Bauernhof hat und es sehr verklärt romantisch darstellt. ^^

Außerdem kam am Ende das Drama dazu mit dem Arbeitskollegen, das ich einfach zu krass und auch in dieser Form etwas unnötig fand und dem ganzen einen komischen Beigeschmack gegeben hat. Auch wenn der Epilog dann wieder kitschig schön und okay war. Das perfekte Ende für höherschlagende Frauenherzen. ^^

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Das Cover passt sehr gut für die Stimmung und die Geschichte im Buch. Ich mag den Stil und es macht definitiv neugierig auf den Cowboy. ^^

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Es war eine nette Lektüre für zwischendurch, die man gut bei schlechten Wetter gemütlich auf der Couch lesen kann, um ein wenig den Kopf abzuschalten und sich treiben zu lassen, da man nicht alles ganz so ernst nehmen sollte. Dennoch hinterlässt es ein gutes Gefühl, wie eine kleine Wohlfühl-Auszeit und ist auch schnell und gut zu lesen. Wer nicht zu genau und pingelig ist, hat hier sicherlich eine schöne, romantisch-kitschige Geschichte vor sich.

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3,5 of 5 points – (I really liked it)

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Liebste Grüße


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#1: Montana Dreams – So ungezähmt wie das Land
#2: Montana Dreams – So wild wie das Leben
#3: Her Lucky Cowboy
#4: Stone Cold Cowboy
#5: Her Renegade Rancher
#6: His Cowboy Heart

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Jennifer Ryan:
Jennifer Ryan, New York Times and USA Today bestselling author of The Hunted and McBrides Series, writes romantic suspense and contemporary small-town romances.
Jennifer lives in the San Francisco Bay Area with her husband and three children. When she isn’t writing a book, she’s reading one. Her obsession with both is often revealed in the state of her home, and how late dinner is to the table. When she finally leaves those fictional worlds, you’ll find her in the garden, playing in the dirt and daydreaming about people who live only in her head, until she puts them on paper.
Please visit her website at www.jennifer-ryan.com for information about upcoming releases.

(Source: Goodreads.com)

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an:

und

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[Rezension] Mitten im Irgendwo

German Cover

English Cover

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‚Mitten im Irgendwo‘
von Roan Parrish

Middle of Somewhere # 1

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Daniel Mulligan ist tätowiert, hart im Nehmen und besitzt eine scharfe Zunge. Seine Unsicherheit versteckt er hinter Sarkasmus. Daniel hat nie irgendwo dazugehört – nicht zu Hause in Philadelphia, bei seinem Vater und seinen Brüdern, die alle Automechaniker sind, nicht an der Uni, wo seine Klassenkameraden von den Ivy League Eliteuniversitäten auf ihn herabgesehen haben. Jetzt ist Daniel erleichtert, eine Stelle an einem kleinen College in Holiday, Nord-Michigan, bekommen zu haben. Er ist jedoch durch und durch ein Stadtmensch und es ist klar, dass diese kleine Stadt nur ein weiterer Ort ist, an dem er nicht dazugehören wird.
Rex Vale klammert sich an seine tägliche Arbeit, um so die Einsamkeit in Schach zu halten: er verpasst seinem muskulösen Körper den letzten Schliff, perfektioniert seine Rezepte und fertigt maßgeschreinerte Möbel an. Rex lebt schon seit mehreren Jahren in Holiday, doch seine Schüchternheit und eindrucksvolle Körpergröße haben ihn daran gehindert, mit den Menschen näher in Kontakt zu treten.
Als sich die beiden Männer begegnen, ist die Chemie zwischen ihnen explosiv. Rex fürchtet jedoch, Daniel könnte nur ein weiterer Mensch sein, der ihn verlassen wird und Daniel hat gelernt, dass jemandem zu vertrauen, eine fatale Schwäche bedeuten kann. Gerade als sie beginnen, die trennenden Mauern, die sie um sich errichtet haben, einzureißen, muss Daniel nach Hause, nach Philadelphia. Dort entdeckt er ein Geheimnis, das alles, was er geglaubt hat, verändert. (Source: Goodreads.com)

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Dieses Buch hatte ich schon sooo lange auf der WuLi, weil mir eine Freundin das Buch schon vor ewig langen Zeiten als eines der besten Gay Romance Bücher empfohlen hat, es aber dann lange nicht auf Deutsch übersetzt wurde. Das hat jetzt zum Glück der Dreamspinner Verlag erledigt, dem ich dafür riesig dankbar bin, auch wenn das Buch anders war, als ich zuerst angenommen habe.

Ich muss nämlich auch gestehen, dass ich ein crazy Fan der Him-Reihe von Bowen/ Kennedy bin und ich dachte, das Buch hier wäre ähnlich vom Schreibstil oder vom Humor her. Jedoch ist dieses Buch hier eindeutig für erwachsenere Leser, was jetzt nicht auf den ganzen Sex in den Büchern beruht, der in beiden ausreichend vorkommt ;), sondern vor allem auf die Stimmung im Buch, der Handlung oder auch der Schreibweise der Autoren. Das schildere ich euch jetzt nicht, um euch von dem Buch abzuschrecken, sondern damit ihr Bescheid wisst. Hätte ich das zuvor auch gewusst, hätte ich mir mit dem Einstieg sicher leichter getan, anstatt meine Erwartungen dann an das Buch hier anzupassen.

Denn das Buch war anders, aber dennoch richtig gut, nur musste ich mich erst hineinfinden in den doch etwas gehobeneren Schreibstil, und daran, dass es eben um ca. 30 bis 35- jährige Männer geht, was ja logischerweise etwas anders ist, als wenn 21-jährige etwas miteinander haben. 😀 So viel dazu.
Daher ja, der Einstieg war für mich etwas schwierig und ich musste mich erst zurechtfinden. Außerdem ist neben der erwachseneren Handlung, in der beide wissen, dass sie schwul sind und es nicht erst zum Outing kommt, sondern sie eben erfahren damit umgehen, auch die Stimmung ‚älter‘ bzw. nicht so humorvoll wie bei der anderen Reihe.
Daniel hat zwar interessante, skurrile, makabre Gedanken, aber ihm merkt man es auch an, dass er ein gebildeter, intelligenter Professor ist, und irgendwie hatte ich bei ihm nie so ein sexy Bild vor Augen. Was vielleicht auch daran liegt, dass er sich nach außen hin zwar als harter Typ gibt, aber eben ein kleiner Lese-Nerd ist und sich auch in der Beziehung / beim Kennenlernen von Rex eher als die ‚Frau‘ gibt. Weiß auch nicht, wie ich das anders betiteln soll. Er war mir eben stellenweise einfach zu weich mit seinen Gedanken und Sorgen, zu ‚weiblich‘ eben, auch wenn das blöd klingt! xD
Im Gegenzug zu Daniel war Rex der durchtrainierte, riesige Lover, den irgendwie alle wollen, obwohl er sich selbst ganz anders sieht und mehr wie der nach außen hin wortkarge Teddybär zum Anlehnen ist.

Gemeinsam waren sie einfach eine tolle Mischung und je weiter ich gelesen habe, desto besser haben mir die Handlung, die Figuren und das Buch gefallen. Besonders als man auch mehr aus der Daniels Vergangenheit erfahren hat und wie er sich immer mehr durch Rex verändert und wieder Vertrauen gefasst hat. Das fand ich toll gemacht und sehr schön.
Tja, und ab der Hälfte hatte mich das Buch vollkommen, nicht nur wegen der zwei Hauptfiguren, sondern auch wegen Daniels bester Freundin Ginger oder Rexs Hund Marilyn. 😀 Einfach unschlagbar und süß die zwei! *g*

Das Ende war dann so riiiichtig schön und hätte man eigentlich nicht besser machen können. Für mich hätte daher das Ende ruhig noch ein paar Seiten länger sein können, um die Zweisamkeit und das, was danach noch kommt, länger genießen zu können. Aber ich freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen der beiden in Teil zwei oder drei. Zumindest hoffe ich, dass die beiden darin vorkommen werden, auch wenn es andere Hauptpärchen darin gibt. 😉

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Das Cover war nehmen der Top-Empfehlung meiner Freundin eins der Gründe, warum ich es soo unbedingt lesen wollte. Ich bin froh, dass der Dreamspinner Verlag das Cover übernommen hat!

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Eine tolle, zwar etwas ruhigere und gehoben geschriebene Gay Romance Geschichte, über erwachsene Männer, die zwar auf dem ersten Blick total unterschiedlich wirken, aber sich perfekt ergänzen und einem das Herz höherschlagen lassen. Schöne Geschichte, auf die man sich am Anfang zwar einlassen muss, dann aber wirklich grandios wird. Empfehle ich Lesern des Genres nur zu gerne weiter! ❤

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4,5 of 5 points – (soo awesome!)

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Liebste Grüße


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#1: Mitten im Irgendwo
#2: Out Of Nowhere
#3: Where We Left Off

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Roan Parrish:
Roan Parrish lives in Philadelphia where she is gradually attempting to write love stories in every genre.
When not writing, she can usually be found cutting her friends’ hair, meandering through whatever city she’s in while listening to torch songs and melodic death metal, or cooking overly elaborate meals. She loves bonfires, winter beaches, minor chord harmonies, and self-tattooing. One time she may or may not have baked a six-layer chocolate cake and then thrown it out the window in a fit of pique.
She is represented by Courtney Miller-Callihan of Handspun Literary Agency.

(Source: Goodreads.com)

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an:

© Dreamspinner Press

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[Rezension] Morgen lieb ich dich für immer

German Cover

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English Cover

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‚Morgen lieb ich dich für immer‘
von Jennifer L. Armentrout

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Mallory und Rider kennen sich seit ihrer Kindheit. Vier Jahre haben sie sich nicht gesehen und Mallory glaubt, dass sie sich für immer verloren haben. Doch gleich am ersten Tag an der neuen Highschool kreuzt Rider ihren Weg – ein anderer Rider, mit Geheimnissen und einer Freundin. Das Band zwischen Rider und Mallory ist jedoch so stark wie zuvor. Als Riders Leben auf eine Katastrophe zusteuert, muss Mallory alles wagen, um ihre eigene Zukunft und die des Menschen zu retten, den sie am meisten liebt …
(Source: Goodreads.com)

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Der Anfang mit Mallory hat mir richtig gut gefallen, auch wenn die ganze Grundstimmung des Buches sehr düster war. Aber manchmal mag ich sowas ja ganz gerne, ähnlich wie die Bücher von Jessica Sorensen. Nur bei Rider hatte ich vom ersten Blick an sofort die Perfect Chemistry-Reihe von Simone Elkeles vor Augen. Weiß auch nicht, lag ein wenig an seinem Gehabe, bzw. den Leuten drum herum, der Stimmung und der Drogen-Story im Hintergrund. Fand ich zwar ganz witzig, aber dann habe ich dieses Bild nicht mehr wegbekommen, was mich doch etwas gestört hat beim Lesen.

Was Armentrout wirklich gut kann, ist Gefühle richtig gut zu beschreiben, dieses Herzklopfen, die verschwitzen Hände oder die Panik, die man durch das Lesen selbst nachspüren kann. Damit nimmt sie mich jedes Mal mit. Auch hier. Und der Schreibstil ist wie immer auch sehr gut und ist auch perfekt und schnell zu lesen, so wie ein YA/ NA Liebesbuch sein muss. Warum dann nur 3 Sterne für das Buch? Nun zum einen hatte ich wie gesagt ja meine Probleme mit Riders Gang/ Freunde und der Hintergrundgeschichte dazu. Das konnte mich leider weniger begeistern.

Außerdem hat es sich ab der ersten Hälfte immer mehr gezogen. Zwar war ich schon neugierig, was mit Mallory oder Rider weiter passiert und ihre frühere Geschichte war auch interessant und Herz erweichend, aber lange Zeit ist es einfach so vor sich hingedümpelt. Oft wir einfach nur Mallorys Alltag geschildert, wie sie zu Schule geht, was sie erlebt, was sie am Wochenende macht, was sie fühlt und denkt, denn reden tut sie ja nicht viel. Das Ganze hatte mehr etwas von einem Tagebuch, als von einer mitreißenden Liebesgeschichte. Da hat es auch nichts geholfen, dass Rider manchmal wirklich richtig süß war. Besonders weil ich auch nach der Zeit immer mehr Probleme mit Mallory hatte. Sie ist zwar wirklich arm, hat viel mitgemacht und ich verstehe auch ihr Verhalten. Aber nach der Hälfte oder dreiviertel des Buches war ihr Verhalten, ihre Zwänge, ihr weniges Reden echt ermüdend und ich hätte das Buch fast abgebrochen, weil sich nichts weiterbewegt hat.

Zwar bin ich dann froh, wie es geendet hat und es war okay und süß, aber ich bin nicht so begeistert, wie ich es sonst von Armentrout‘s Büchern gewöhnt bin.  Teilweise war es mir zu mühsam, zäh, dann wieder nervig und am Ende zu überdramatisch. Es tut mir leid, aber anders kann ich es nicht sagen. Und das Ende ging mir dann leider auch noch zu schnell, obwohl dazwischen wie eben gesagt, eher zähere Passagen waren. Hier hätte man den Spannungsbogen sicherlich besser aufteilen können. Schade darum.

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Das Cover passt perfekt zu einer lieblichen Romanze für Jugendliche, nur ist dieses Buch etwas düsterer, als das Cover vermuten lässt.

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Eine okay-YA-Liebesromanze, die zwei gebrochene Charaktere präsentiert, mit einem Grundthema, das mir eigentlich hätte besser gefallen können. Leider hat es bei mir bei der Umsetzung gehapert, es wurde mit zu zäher Handlung geschrieben und auch Mallory gehört leider nicht zu meinen Lieblingsfiguren. Alles in allem ein etwas durchwachsenes Buch von Armentrout, wobei ich weiß, dass sie es viel besser kann und daher würde ich andere Bücher der Autorin eher weiterempfehlen.

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3 of 5 points – (I liked it)

 

Liebste Grüße

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Jennifer L. Armentrout:
She is the author of the Covenant Series (Spencer Hill Press), the Lux Series (Entangled Teen), Don’t Look Back (Disney/Hyperion) and a yet untitled novel (Disney/Hyperion), and new YA paranormal series with Harlequin Teen.
Jennifer also writes New Adult and Adult romance under the pen name J. Lynn. The Gamble Brothers Series (Tempting the Best Man/Tempting the Player) and Wait for You. Under her pen name, she is published with Entangled Brazen and HarperCollins.

(Source: Goodreads.com)

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.Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an:

© Random House

 

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[Rezension] Die Stadt der tausend Treppen

German Cover

English Cover

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‚Die Stadt der tausend Treppen‘
von Robert Jackson Bennett

Die göttlichen Städte # 1

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Einst besaß die Stadt Bulikov die Gunst der Götter – bis diese vernichtet wurden. Die göttlichen Wunder und Schreine sind zerschlagen oder einfach verschwunden. Tausende Treppen führen ins Nichts – ein Mahnmal vergangener Größe. Offiziell ist die junge Shara Thivani Nachwuchsdiplomatin, doch hinter der Fassade verbirgt sich eine Meisterspionin – nach Bulikov geschickt, um einen Mörder zu fassen. Bald beginnt sie zu ahnen, dass es um viel mehr geht und die Götter nicht so tot sind, wie es heißt. (Source: Goodreads.com)

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Dieses Buch und ich hatten es nicht leicht miteinander. Das habe ich bereits auf den ersten Seiten bemerkt, was vor allem an dem hochgestochenen, gestelzten Schreibstil gelegen hat. Nicht nur, dass er mir zu gewollt wirkte, war es deshalb auch extrem mühsam zu lesen. Ich habe für diese Geschichte statt ein paar Tage sogar fast zwei Wochen gebraucht, was für meine Verhältnisse echt untypisch ist.

Zuerst werden einige Kapitel von einem dritten, allwissenden Erzähler geschildert, wodurch man ein klein wenig über die aktuelle Situation dieser High Fantasy Welt bzw. der Stadt Bulikov, die früher Sitz der Götter war, erfährt. Doch die Götter wurden vor Jahrhunderten getötet und seitdem werden die einst göttlich gesegneten Menschen von ihrem Eroberern unterdrückt. Sämtliche religiösen Handlungen und Wörter wurden verbannt und stehen unter Strafe, genauso wie die Geschichte, die Vergangenheit zu den Göttern. Jahrhunderte später treten wir mit Shara in diese Welt, diese Stadt ein, nachdem ein Historiker, ein Professor ermordet wurde. Sie ist historisch bewandert und soll den Mord aufklären. Bald schon merkt Shara aber, dass hier viel mehr im Gange ist, als ‚nur‘ der Mord an dem geschätzten Professor und sie in einem gefährlichen, vielleicht sogar göttlich angehauchten Hornissennest gelandet ist, in das sie herumstochert.

Generell fand ich Shara zwar ganz interessant und ihre Klugheit war bewundernswert – sie war ein wandelndes Lexikon für vergessene Götter und alles Mögliche -, aber sie wirkte auch immer distanziert auf mich. Was daran liegt, dass sie generell ein in sich gekehrter Charakter ist, der sich mehr durch Forschung, Intelligenz definiert und nach außen, wie auch zum Leser hin, wenig Gefühl zeigt.  Ihr zur Seite fand ich Sigrud einfach toll, da er ein ‚Anpacker‘ ist, der handelt und tötet und ausmerzt anstatt lange nachzudenken, dabei aber ein Herz am rechten Fleck hat. Dieses Gespann war interessant und manchmal auch ulkig. Genauso wie ihr Ex-Freund Vohannes. Ich fand seine Unverblümtheit zum restlichen Text, der so hochgestochen und ermüdend war, echt toll und lockerte zum Glück später alles ein wenig auf. Schade, dass es hier nicht mehr gab.

Und trotz dieser drei Figuren, die durchaus mein Interesse wecken konnte, wurde ich nie so wirklich in die Geschichte gezogen, fiel es mir sehr schwer, am Ball zu bleiben, um weiter zu lesen. Erst nachdem ich angefangen habe, die unwichtigen Informationen, diese ganze Info-Dumb zu überfliegen, wurde es für mich besser und die Handlung kam zu tage, die zuvor von zu viel geschichtsträchtiger Erzählungen verschüttet war. Meiner Meinung nach hätte man das Buch rund um 20% kürzen können, straffen und nur das wichtigste behalten, dann hätte man immer noch genug Information und würde nicht total ermüdet lesen, sondern wirklich Spaß an dem Buch haben. Sicher, man merkt, der Autor liebt seine Welt, die er hier mit den Göttern und Kulten usw. erschaffen hat, die auch interessant sein könnte, nur bitte mit einer gänzlich anderen Umsetzung. Oft kam es mir wie Pflichtlektüre, wie ein Lehrbuch vor und nicht mehr wie eine Geschichte, ein Buch, das man als Spaß liest. Und so sollte es nicht sein.

Das Ende war okay für mich, auch wenn ich eine Situation, oder auch zwei, sehr schade fand. Aber da ich nicht vorhabe, diese Trilogie noch weiter zu verfolgen, machen sie mir nicht viel aus. Allen anderen weiterhin viel Spaß auf dieser göttlichen, historischen Entdeckungsreise, die ich mir vor dem Lesen ganz anders vorgestellt hatte.

 

Für mich war das englische Cover eines der Highlight 2016 und auch der Grund, warum ich soo neugierig auf das Buch war. Das deutsche Cover ist dazu etwas phantasielos. *schade*

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Eine pompös aufgebaute, interessant anmutende Welt mit verstorbenen Göttern und verborgenen Mythen, die so viel mehr hätte bieten können. Die Idee war toll und hätte mich packen sollen, doch der Schreibstil und die Erzählweise, die wie ein historisches Lehrbuch wirken, haben mir fast jeden Spaß daran genommen. Die Handlung selbst kommt erst spät zum Vorschein, zieht sich dann schleppend und kommt erst gegen Ende in Fahrt. Daher nur eine Empfehlung für hartgesottene Historien-Fans, die sich nicht an laaangen Erklärungen stören.

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2,5 of 5 points – (It was okay)

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Liebste Grüße


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#1: Die Stadt der tausend Treppen
#2: Die Stadt der toten Klingen
#3: City of Miracles (dt. Titel unbekannt)

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Robert Jackson Bennett:
Robert Jackson Bennett is a two-time award winner of the Shirley Jackson Award for Best Novel, an Edgar Award winner for Best Paperback Original, and is also the 2010 recipient of the Sydney J Bounds Award for Best Newcomer, and a Philip K Dick Award Citation of Excellence. His fifth novel, City of Stairs, is in stores now.
(Source: Goodreads.com)

Besuche seine Website »»

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an:

und

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[Gast-Rezension] Dark Wonderland – Herzkönig [Nadine]

..https://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Howard_AGDark_Wonderland_03-Herzkoenig_166769.jpg

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Dark Wonderland – Herzkönig‘
von A. G. Howard

Dark Wonderland #3

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Al hat den Angriff beim Abschlussball überlebt, doch ihre Liebsten wurden von Königin Rot entführt. Um sie zu retten, muss Al sich in einem finalen Kampf der Königin stellen, um den Krieg um Wunderland ein für alle Mal für sich zu entscheiden. Dafür muss sie ihre Besonderheit als Netherling endgültig die Oberhand gewinnen lassen – was sie ihre Liebe zu Jeb kosten könnte … Haben die beiden überhaupt eine Chance auf ein Happy End? Oder wird Al sich sowieso für Morpheus entscheiden? Wer wird letztendlich ihr Herzkönig?
(Source: Goodreads.com)

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Ich möchte mich selbst zitieren: „Ein wirklich gelungener […]“ Abschluss „einer Trilogie mit gut durchdachten, schräg – witzigen Handlungen und gut ausgereiften Figuren.“

Ich bin begeistert wie sich die Geschichte einfach immer weiter gefunden hat, die Figuren an Charaktertiefe gewonnen haben und wie alle Elemente am Ende zum großen Ganzen verschmolzen sind.

Mir hat besonders gefallen, dass die Story ihre Elemente behalten und ausgebaut hat und nicht einfach ein Teil verschütt‘ gegangen ist. Damit meine ich, dass bereits im ersten Teil die besondere Bindung zwischen Al und ihren Eltern bestanden hat und diese eine zentrale Rolle bzw. wohl eher die Grundlage für die Geschichte gelegt hat. Daher fand ich es prima, dass dieser Beziehung in jedem Buch auch ein Handlungsplot zugeteilt wurde und sie nicht, wie in vielen Büchern schon gesehen, einfach unter den Tisch gefallen ist, weil das Chaos und/oder Drama der Hauptfigur keinen Platz mehr dafür gelassen haben. Für diese gut durchdachte Storyline also einen sehr großen Pluspunkt.  Aber nicht nur die Bindung zwischen Alyssa und ihren Eltern wurde gut aufrechterhalten, nein,  auch das Beziehungsdreieck hat nicht nachgelassen sondern sogar, meines Erachtens nach, weiter an Fahrt aufgenommen – und ausnahmsweise hat es mich mal nicht gestört! Ich konnte nachvollziehen, warum Al sich nicht vollends auf Jeb einlassen und von Morpheus abwenden konnte. Im Gegenteil, es ist mir manchmal sogar schwer gefallen, noch an Jeb festzuhalten. Ich finde, das ist weitere tolle Kunst der Autorin gewesen – dass man sich gelegentlich genauso zerrissen und aufgewühlt gefühlt hat wie Alyssa.

Die Schauplätze, die wir dieses Mal besuchen dürfen, verlieren keinesfalls an ihrer grotesk charmanten Art und überhäufen den Leser andererseits aber auch nicht mit zu vielen Details. Die Gestaltung der Landschaften hat zum bunten Fantasieren angeregt und mich vollends in die Welt hinter dem Spiegel eintauchen lassen.

Kleines Manko: Ein bisschen unzufrieden bin ich allerdings mit dem Ende. Ich hätte mir die Verteilung der letzten Worte genau andersherum gewünscht…

ACHTUNG SPOILER!

Anstelle, dass Jeb nur noch so kurz abgehandelt und die Zukunft mit Morpheus doch ein wenig ausgeschmückt wurde, wäre es toll gewesen, wenn es genau andersherum beschrieben worden wäre. Warum? Weil es mir, wie oben erwähnt, zwischenzeitlich gar nicht klar war, warum Alyssa noch an Jeb festhält. Das Gefühl entstand gelegentlich, dass es eben nur noch der alte Teil von ihr war, der irgendwie an ihm festhielt. Die Idee dahinter mit ihren beiden Persönlichkeiten etc. war mir bewusst, aber so richtig mit Gefühl und Verstehen rübergekommen ist es  an der Stelle eben nicht. Ich konnte nur verstehen, warum sie Morpheus nicht abschwören konnte und ihn nicht nur als Freund gesehen hat. Das große Zufriedensein oder gar die Freude mit der Entscheidung, die sie getroffen hat, ist bei mir also untergegangen, weil ich das Gefühl hatte, Jeb war dann – so wie zwischendrin auch, eben nur eine Episode.

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Das deutsche und englische Cover zeigen  beide Jeb. Beide „Beititel“ „Ensnared“ und auch „Herzkönig“ – angelehnt an seine deutschsprachigen Vorgänger –  treffen den Inhalt des Buches ziemlich gut. Wer wird es am Ende schaffen Alyssa zu umgarnen und es an ihre Seite als Herzkönig schaffen?! Die farbliche Gestaltung in Rot ist ebenfalls passend, bedenkt man, dass es bei dem letzten Teil auch um das große Finale zwischen Königin Rot und Alyssa geht.

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Eine tolle Trilogie, die mit ihrer verqueren landschaftlichen Gestaltung, charmant- witzigen, aber auch tiefgehenden Figuren eine fantastisch geschriebene Story erzählt, die mit Abenteuer und Romantik besticht , ohne sich dabei in zu vielen Details zu verlieren. Ich war froh, dass ich Wunderland zusammen mit Alyssa, Jeb, Morpheus, Königin Rot und vielen anderen Charakteren besuchen konnte.

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4 of 5 points – (Great, Great, Great)

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(© Howard)

Morpheus ist genau so elegant und exzentrisch wie ich ihn in Erinnerung habe. Irgendwie hat dieser Ort seine Persönlichkeit nicht zu brechen vermocht. Ich bin so glücklich, dass ich ihn umarmen möchte, da bemerke ich das zornige Blinken der roten Juwelen in den Winkeln seiner Augenmarkierungen. Er klemmt sich den Gehstock unter den Arm und kniet sich mit herabhängenden Flügeln dicht vor mich hin. Zorn verhärtet seine ausnehmend schönen Züge. „Und da hatte ich gehofft, dass ich deine Visage nie wieder sehen würde.“
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„Sag mir die Einzelheiten deines Plans. Ich weiß nämlich, dass du einen haben musst.“ Sein Kinn zuckt. “ Es ist nicht direkt ein Plan. Es ist mehr eine Abmachung.“ „Die mich betrifft, ohne dass ich meine Zustimmung gegeben hätte.“ Ich verenge die Augen. „ Seltsam, wie oft das passiert.“

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Liebste Grüße

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#1: A.G. Howard – Dark Wonderland – Herzkönigin
#2: A.G. Howard – Dark Wonderland – Herzbube
#3: A.G. Howard – Dark Wonderland – Herzkönig

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https://d.gr-assets.com/authors/1325561918p5/5186274.jpgA. G. Howard:
A.G. Howard was inspired to write SPLINTERED while working at a school library. Her pastimes are reading, rollerbla
ding, gardening, and family vacations which often include impromptu side trips to 18th century graveyards or condemned schoolhouses to appease her overactive muse.

SPLINTERED & UNHINGED, books 1 & 2 of her urbanized /gothic Alice in Wonderland series, are now available from Amulet Books. Book 3, ENSNARED, launches 2015.
(Source: goodreads.com)

Visit her Website »»

 

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an: 

© Random House

 

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