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[Rezension] Herrscher des Lichts

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‚Herrscher des Lichts‘
von Brandon Sanderson

Mistborn # 3

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Wer ist der Held am Ende der Zeit? Einst töteten Rebellen den Obersten Herrscher des Reiches, um endlich Frieden zu schaffen. Doch nun kehren auch die dunklen Nebel zurück und bedrohen die Menschen. Nur wer das Rätsel der Vergangenheit zu lösen vermag, wird den Untergang der Welt noch verhindern können… Nach „Kinder des Nebels“ und „Krieger des Feuers“ führt Brandon Sanderson seine faszinierende Saga um die Nebel ge bore n en zum alles überragenden Höhepunkt. (Source: Goodreads.com) .

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Ich weiß nicht, wo ich mit meiner Rezension genau anfangen soll. Wie schreibt man seine Meinung zu einem Reihenabschluss, bei dem man den ersten Teil soo sehr geliebt, diese Liebe aber nicht bis zum Ende angehalten hat, bzw. nur bedingt?

Wie ihr euch vielleicht denken könnt, fällt es mir daher nicht leicht zu diesem Buch eine Rezension zu verfassen. Aber fangen wir mit dem positiven Dingen an: Was ich total toll fand und worüber ich gerne gelesen habe, waren Vin und Elant. Die beiden gehörten sowieso von Anfang an zu meinen Lieblingen in der gesamten Reihe und auch hier haben sie wieder Größe, Mut und großes Geschick bewiesen – besonders Elant ist sehr gewachsen mit sich und allem weiteren, wie seinen Fähigkeiten (ihr wisst schon, aber pssst. ^^).
Aber es hat sich auch Spuki empor gearbeitet und neue Seiten von sich gezeigt, die ich gerne mochte und er ist vom unscheinbaren Jungen, zum tatkräftigen jungen Mann geworden. Egal ob er jetzt diese oder jene Fähigkeit hatte oder wieder nicht – er zeigt den richtigen Willen. Das fand ich schön gemacht und ich hätte auch gerne gegen Ende noch viel mehr von ihm gelesen. Leider ist er dann wieder in den Hintergrund gerückt.
Was ich auch interessant fand, war die Gesellschaftsstrukturen der Kandras und die Erzählperspektive von TenSoon, aber hier war es mir etwas zu viel und zu lange. Das hätte man sicher abkürzen können. Genauso erging es mir leider auch mit den zähen, langwierigen Passagen von Sazed. Eigentlich habe ich ihn in den Vorgängern immer als okay-Charakter empfunden, aber hier im dritten Teil war ständig / zu oft von seiner Sicht zu lesen, die so trostlos und vollgestopft mit verlorenem Glauben war, das es mir wirklich zugesetzt hat. Hier muss ich gestehen, dass ich manchmal ein paar Absätze überflogen habe, weil sie mir mit den ganzen Religionen zu langweilig waren.
Auch das Ende mit ihm und den Religionen und wie er das alles hinbekommen hat? -> Nein, nicht mein Geschmack. *leider*

Generell muss ich sagen, dass mir persönlich der dritte Teil zu religiös / phantastisch/ übersinnlich angehaucht war, was zwar blöd kling bei einem High Fantasybuch, aber das Ende mit diesem Endkampf Gut gegen Böse, als alle Enden sich zu einem Punkt zusammengefügt haben… und der große Knall war – nein, das war ganz nicht meins… überhaupt nicht. Dennoch mochte ich die Grundgeschichte/-idee sehr und auch Sandersons Schreibweise ist wie immer toll.

Was ich besonders grandios fand, ist, wie sich gegen Ende alle Fragen und lose Fäden endgültig zusammengefügt haben, sich alles, was man sich seit dem ersten Teil gefragt hat und bereits dort angefangen hat, schließlich beantwortet wurde und einen SINN ergeben hat. Alles, wirklich ALLES wurde aufgeklärt und Verbindungen wurden gezogen, sodass man diese ganzen Fragezeichen endlich ausradieren konnte. Aber dennoch – dieses Ende!!!

 

AB HIER SPOILER FÜR TEIL 3!!!

Wie ihr oben schon erfahren habt, war ich ja kein besonders großer Fan von der Lösung, die uns Sanderson hier präsentiert hat. Ich dachte, es gebe einen Kampf oder einen meisterhaften Kniff oder irgendwas ‚realistisches‚ zum Ende, wie sich das Böse aufhalten lässt und man die Welt retten kann, die aus den Fugen geraten ist. Aber nein, hier stützt sich Sanderson auf unglaubliche Kräfte/ Mächte, die für mich einfach zu unglaublich und phantastisch sind, mit dem Bewahrer und Ruin. Und dann kommt auch noch Sazed daher, berührt diese Mächte und ist auf einmal ein Gott selbst, der alles auf der Welt steuern, zeichnen, beeinflussen kann, wie es ihm passt und beliebt auf irgendeiner schwebenden, transzendenten Gottebene?? Nein – leider gar nicht mein Fall.

Auch nicht die Sache mit Elant und Vin! Ich meine, wie konnte er uns das nur antun, auch wenn es danach ‚auf irgendeiner Ebene‘ weitergeht??? *heul* Nein, ging leider gar nicht für mich! Und auch obwohl es dann gut für die Welt und die ganzen anderen wie Spuki, Hamm oder Weher usw. ausgegangen ist und ich mich mit ihnen gefreut habe – konnte ich am Ende nur weinen.
Ernsthaft – ich bin nach dem Ende des Buches 10 Minuten da gesessen, habe ungläubig das Buch angestarrt, während die Tränen nur so gekullert sind und ich nicht mehr aufhören konnte. Dabei wusste ich nicht, ob ich fasziniert davon sein soll, dass mich das Buch so mitgenommen hat, oder es genau wegen dieser emotionalen Achterbahnfahrt (gegen Ende) gegen die Wand knallen soll?
Wie ist es euch damit gegangen – was hat überwogen: Die Freude oder die Trauer?

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Das deutsche Cover spricht mich persönlich nicht sehr an, da es doch etwas langweilig gestaltet aussieht. Dafür mag ich aber die englischen Cover sehr gerne und diese bereiten auch das richtige Gefühl.

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Wie ihr in meiner Rezi lesen konntet, hatte das Buch für mich tolle Aspekte, aber auch andere Punkte, mit denen ich mich einfach nicht arrangieren konnte oder wollte. Daher auch leider nur 3,5 Punkte, obwohl mir der Anfang der Reihe so gut gefallen hat und es sicher ein High Fantasybuch ist, das man gelesen haben sollte.

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3,5 of 5 points – (I really liked it)

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(© Sanderson)

»Ich muss aber zugeben«, fuhr Elant fort, »dass dein Vorschlag einen beträchtlichen Reiz besitzt.«
»Wenn Yomen nicht zu uns kommen will«, sagte Vin, »dann gehen wir halt zu ihm und sprengen sein Fest.«
»Es ist einige Zeit her, seit ich zum letzten Mal auf einem Ball war«, sagte Elant nachdenklich. »Ich muss ein paar gute Bücher ausgraben – nur um der alten Zeiten willen.«
Plötzlich wurde Vin blass. Elant hielt inne, sah sie an und spürte, dass etwas nicht stimmte. Es hatte nichts mit dem zu tun, was er gesagt hatte; es war etwas anderes. Was ist los? Attentäter? Nebelgespenster? Kolosse?
»Mir ist nur gerade etwas klargeworden«, sagte Vin und sah ihn eindringlich an. »Ich kann nicht auf einen Ball gehen. Ich habe kein Kleid dabei!«

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Elant schüttelte den Kopf. »Wir können es überleben. Aber nur, wenn unser Volk nicht aufgibt. Es braucht Anführer, die lachen und das Gefühl haben, dass dieser Kampf gewonnen werden kann. Und genau das ist es, was ich von euch erbete. Es ist mir egal, ob ihr Optimisten oder Pessimisten seid – es ist mir egal, ob ihr insgeheim glaubt, dass wir alle tot sein werden, bevor der Monat vorüber ist. Ich will euch lächeln sehen. Tut es aus Trotz. Und wenn das Ende wirklich kommt, dann will ich, dass diese Gruppe ihm mit einem Lächeln auf den Lippen gegenübertritt.

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#1:   Brandon Sanderson – Kinder des Nebels »»
#2:   Brandon Sanderson – Krieger des Feuers »»
#3:   Brandon Sanderson – Herrscher des Lichts »»

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(© goodreads.com)

Brandon Sanderson:
Brandon Sanderson, 1975 in Nebraska geboren, schreibt seit seiner Schulzeit phantastische Geschichten. Er studierte Englische Literatur und unterrichtet Kreatives Schreiben. Sein Debütroman »Elantris« avancierte in Amerika auf Anhieb zum Bestseller. Seit seinen Jugendbüchern um den jungen Helden Alcatraz und seiner großen Saga um die »Kinder des Nebels« gilt der junge Autor auch in Deutschland als einer der neuen Stars der Fantasy. Er wurde auserwählt, Robert Jordans großen Fantasy-Zyklus »Das Rad der Zeit« fortzuschreiben. Brandon Sanderson lebt mit seiner Familie in Provo, Utah. (Source: randomhouse.de)

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[Rezension] Krieger des Feuers

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‚Krieger des Feuers‘

von Brandon Sanderson

Mistborn # 2

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Über Jahrtausende war die Welt ein finsterer Ort: von Asche bedeckt und beherrscht vom gottgleichen Lord Ruler. Nun, da eine Schar von Rebellen mit besonderen Fähigkeiten den Lord Ruler gestürzt hat, dämmert ein neues Zeitalter herauf. Doch die feurige Rebellin Vin und ihre Kämpfer haben alle Hände voll zu tun, denn die alten Machthaber geben nicht auf. Und in den Aschenebeln regt sich das Böse – namenlos, formlos, unberechenbar … (Source: Goodreads.com) .
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Wie ihr ja wisst, war ich vom ersten Teil dieser Reihe total begeistert und konnte das selbst fast nicht glauben, da ich oft meine Probleme mit High Fantasy-Büchern habe, die so lange sind, wie dieses hier. Doch im zweiten Band ist es so gekommen, wie es auch sonst der Falle war: es war zäher zu lesen und stellenweise sehr lange und vor allem langatmig. Oft war es leider ein Kampf für mich und ich musste mich zum Lesen zwingen, damit ich endlich etwas weiterkomme.

Trotzdem wurden es immerhin noch 3 Punkte, was ja eigentlich noch gut ist, aber auch etwas enttäuschend, da ich eben den ersten mit 4,5 Punkten bewertet habe und so toll fand. Aber im zweiten Teil war mir viel zu viel Politik und theoretische Überlegungen, Pläne schmieden und das alles war einfach way too much, wodurch es mir keinen Spaß mehr gemacht hat. Auch die ganze Sache mit Zane fand ich total unnötig, und dass es dann so ein Ende gab und keine andere Lösung für ihn gefunden wurde, fand ich schade.

Hinzu kommt, dass die Romanze zwischen Vin und Elant einen großen Bereich eingenommen hat, aber immer eher im negativen Sinn. Ständig wirken sie immer verunsicherter, fragen sich, ob sie zusammengehören und wenn sie sich dann doch einmal körperlich nahe sind, was nicht sehr oft vorkam, wird bloß von Umarmungen oder Küssen erzählt – einfach so, ohne detaillierter Beschreibung. Und falls einmal doch mehr zwischen ihnen passiert, wird das nur im Nachhinein kurz erwähnt. Ich bin ja, wie ihr wisst, eine alte Romantikerin^^ und daher war mir das hier definitiv viel zu wenig und enttäuschend. *heul*

Trotzdem haben sich die Hauptcharaktere und die vielen anderen deutlich weiterentwickelt und immer mehr verschiedene, andere Seiten von sich gezeigt. Ich muss zugeben, dass ich diese andere Bewahrerin Tindwyl am Anfang nicht mochte, da sie versucht hat unseren geliebten Elant zu ändern, aber das hat sich zum Glück ja dann geändert. Und ich habe dann sogar ein paar Tränchen verdrückt…

Außerdem konnte mich die Handlung erst gegen Ende wirklich mitreißen, als die Suche nach der Quelle in den Vordergrund rutsche und die Politik im Hintergrund war – es endlich Action und Kampf gab. Hier war es mir dann sogar ein wenig zu schnell wieder vorbei *g* Das Ende war dann wie die letzten Kapitel einfach toll und es gab einen supertollen Lichtblick. Aber dazu nach der Spoiler-Warnung mehr…

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AB HIER SPOILER FÜR TEIL 2!!!

Am Ende fand ich es einfach genial was mit Elant passiert ist und er jetzt auch wie Vin ist, auch wenn ich schon damit gerechnet habe bzw. gehofft^^ – einfach klasse!! Wie gesagt, ich habe es ja kommen sehen, weil es irgendwie die logische Erklärung war, damit sie endlich gleich gestellt sind und sich Elant körperlich nicht mehr schwächer fühlt – hier freue ich mich besonders darauf, wenn Vin ihm alles zeigt und lernt. Aber es war auch schön zu sehen, dass sie schon vorher vollkommen zueinander gefunden haben und es nicht darauf ankam, ob sie gleich sind, sondern sich einfach geliebt haben. Dass er jetzt auch einer von ihnen ist, find ich dennoch mega klasse und jetzt, obwohl Teil 2 ja nicht so mein Buch war, freue ich mich wieder riesig auf den nächsten Band. Ich denke nämlich, da wird wieder weniger Politik und dafür mehr Action dabei sein. 🙂

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Die Cover dieser Reihe sind mir ein bisschen zu nichtssagend und nicht wirklich nach meinem Geschmack, aber ich kann damit leben.^^

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Ein schwächerer zweiter Teil, der mit dem grandiosen ersten Teil nicht ganz mithalten konnte, da er doch einige Längen und mir persönlich zu viel politisches Hin und Her gehabt hat. Aber als sich die Lage zugespitzt hat und endlich die bekannte Action kam, war ich auch wieder begeistert mit dabei, nur leider etwas zu spät. Dennoch freue ich mich auf den nächsten Teil und bin neugierig was Vin und die anderen noch so alles meistern müssen.

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3 of 5 points – (I liked it)

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(© goodreads.com)

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Brandon Sanderson:

Brandon Sanderson, 1975 in Nebraska geboren, schreibt seit seiner Schulzeit phantastische Geschichten. Er studierte Englische Literatur und unterrichtet Kreatives Schreiben. Sein Debütroman »Elantris« avancierte in Amerika auf Anhieb zum Bestseller. Seit seinen Jugendbüchern um den jungen Helden Alcatraz und seiner großen Saga um die »Kinder des Nebels« gilt der junge Autor auch in Deutschland als einer der neuen Stars der Fantasy. Er wurde auserwählt, Robert Jordans großen Fantasy-Zyklus »Das Rad der Zeit« fortzuschreiben. Brandon Sanderson lebt mit seiner Familie in Provo, Utah.
(Source: randomhouse.de)

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Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares an:

© Random House

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