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[Rezension] Memento: Der Neubeginn

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.‘Memento: Der Neubeginn’

von Julianna Baggott

Mement/ Pure # 3

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Neun Jahre sind vergangen, seit die Bomben die Erde zerstörten. Im geschützten Kapitol führen die Reinen ein elitäres Leben, während außerhalb die Menschen ums Überleben kämpfen müssen. Partridge kehrt ins Kapitol zurück und übernimmt den Platz seines Vaters, um eine innere Rebellion zu organisieren. Außerhalb kommen sich Pressia und Bradwell immer näher. Sie wollen die Unterdrückung der Reinen ein für allemal zu stoppen, doch dafür sind sie auf Partridge angewiesen. Können Sie ihrem Freund noch vertrauen, oder wird ein neuer Krieg ausbrechen?
(Source: Goodreads.com)

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Nach längerer Zeit bin ich nun am Ende der Reise/ Reihe angekommen und ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Der erste Teil hat mir richtig gut gefallen, der zweite war etwas schwächer, aber den dritten fand ich insgesamt leider am schwächsten. Ich bin hier vielleicht eigen, denn anderen hat gerade dieses Ende der Serie total gut gefallen, weil es echt und brutal real und eben nicht hundertprozentig gut ausgeht, wie man es sich wünscht – aber hey Leute, ehrlich?? – ich habe schon genug harte Realität in meinem echten Leben und gerade darum liest man ja auch, oder nicht? Um einmal raus zu kommen, was Schönes zu lesen, Hoffnung zu bekommen, sich zu verlieben und um ein Happy End zu bekommen! Ich weiß, dass das Leben hart sein und es auch tragisch enden kann, aber muss ich das dann in meiner Freizeit, zum Spaß auch noch in Büchern lesen? Ich mag mit dieser Meinung alleine dastehen, aber es ist nun einmal so und daher hat mir dieser Teil auch nur begrenzt gefallen. Leider. :(

Auch die Charaktere konnten mich hier nicht mehr so mit sich mitnehmen, wie noch in den vorherigen Teilen. Pressia zeigte sich besonders am Anfang wieder sehr schüchtern und zerbrechlich und hat ihre Zeit gebraucht, um wieder stark und kämpferisch wie in den Vorgängern zu werden, auch wenn sie nicht mehr so ganz die Alte ist.
Dasselbe ist mit Partridge passiert, der wirklich viel mitgemacht hat, immer das Gute wollte, aber das nicht durchführen konnte, weil ihm ständig etwas anderes in den Weg gelegt wurde. Er hat mir deswegen gleichzeitig am meisten leidgetan und ich habe ihn gleichzeitg auch immer weniger gemocht, wegen den Dingen, die er nicht getan hat: aus Angst, Schwäche, Erpressung usw. Er hat sich selbst verloren und damit auch mich als Leser, was ich sehr schade fand.
Genauso ähnlich erging es mir mit Bradwell, den ich in Teil eins und zwei toll fand, aber hier seine gemeine Seite gezeigt hat. Da konnten auch seine Taten und Dialoge am Ende nichts mehr ausrichten.
Tja, alles in allem war es charaktertechnisch leider ein Desaster für mich und nur El Capitan konnte mich als einziger so richtig überzeugen und positiv stimmen, obwohl ich ihn im ersten Teil am wenigsten mochte. Aber er hat die beste und auch stärkste Wandlung durchgemacht. Von einem bösen, mordenden Soldaten, zu einen fürsorglichen, ehrlichen, loyalen Kämpfer für die Freiheit entwickelt, der auch sensibel war und Gefühle zeigen konnte, obwohl er ein schlimmes Los gezogen hat.

Dennoch war die Handlung aber generell spannend und hat sich auch schnell gelesen, bis auf ein oder zwei längere Passagen in der Mitte. Wie immer präsentiert uns Baggott hier eine unglaublich düstere, brutale, traurige Welt, die aber trotzdem noch ihre schönen Lichtblicke zeigen kann, wenn man auf die richtigen Dinge achtet.

Das Ende war wieder so ein Punkt, das mich hin und her gerissen hat, da es nur bedingt ein Happy End war, bzw. doch ein sehr offenes Ende genommen hat, bei dem man die Charaktere einfach zu früh verlassen musste, ohne zu wissen, was mit ihnen passiert. Was mit Bradwell war, weiß man, und bei Partridge kann man es sich denken, aber die anderen stehen nun vor einer neuen Welt und man weiß nicht, was sie nun daraus machen. Ich hätte mir hier gerne ein bisschen einen längeren und positiveren Ausgang gewünscht, daher auch meine ‚Aufreger‘ im ersten Absatz. ;)

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Das Cover passt wie die Vorgänger gut zur Handlung und fängt auch perfekt die Stimmung ein. Schön gemacht.

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Andere mögen den letzten Teil von Baggott grandios finden und die Realistik darin lieben, aber ich bin leider enttäuscht davon. Nach den ganzen Strapazen, der Trauer und Wut und den schlimmen Dingen die passiert sind, hätte ich gerne den meisten Figuren darin ein Happy End gewünscht, einen positiven Ausgang, der sie für alles entschädigt. Dass es nun doch anders gekommen ist und es mir viel zu früh vorbei war, hat mich traurig gemacht und mich in der Luft hängen gelassen. Es fühlt sich unfertig an und daher fällt mir der Abschied schwer und ich muss den Teil schlechter bewerten, als ich wirklich will – aber ein derart offenes Ende zu belassen, so viele Fragen unbeendet im Raum stehen zu lassen? Damit bin ich leider überhaupt nicht glücklich.

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3 of 5 points – (I liked it)

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(© Baggott)

Partridge: “Ich will nicht, dass das hier blutig endet.”
Beckley:
“Sie dachten, Sie können so eine Rede halten, ohne dass es blutig wird?”
“Ich will Frieden, Beckley. Das ist mein Ziel. Frieden im Kapitol und in der Außenwelt.”
“Frieden wird meist durch Blutvergießen erkauft”, erwidert Beckley.

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Pressia:
Sie hat sich für ihre Wahrheit entschieden – für diese Welt in ihrer bizarren Schönheit und schönen Bizarrerie.
“Und jetzt?”, flüsterte El Capitán.
“Und jetzt?”, wiederholt Helmud.
“Kein Blutvergießen mehr”, sagt Pressia.

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# 1: Julianna Baggott – Memento: Die Überlebenden »»
# 2: Julianna Baggott – Memento: Die Feuerblume »»
# 3: Julianna Baggott – Memento: Der Neubeginn »»
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(© goodreads)

Julianna Baggott:
She’s the author of the National Bestseller Girl Talk, The Madam, and The Provence Cure for the Brokenhearted, for adult readers; and The Anybodies Trilogy and The Prince of Fenway Park for younger readers; as well as three collections of poetry, including Lizzie Borden in Love.
Her work has appeared in The New York Times, Washington Post, Boston Globe, Best American Poetry, Best Creative Nonfiction, NPR’s Talk of the Nation, All Things Considered, and Here & Now. For two years, her alter-ego, N. E. Bode was a recurring personality on XM Radio. Her work has been a People Magazine pick alongside David Sedaris and Bill Clinton, a Washington Post Book of the Week, a Girl’s Life Top Ten, a Booksense selection, and a Starbucks Bookish Reading Club pick. (Source: goodreads.com)

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[Rezension] Sengende Nähe

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‘Sengende Nähe’

von Nalini Singh

Psy Changeling # 6

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Als ein Wissenschaftler vom Territorium der DarkRiver-Leoparden entführt wird, nehmen die Wächterin Mercy Smith und der SnowDancer-Wolf Riley Kincaid die Ermittlungen auf. Eigentlich kann die temperamentvolle Leopardin den schweigsamen Riley nicht einmal besonders gut leiden. Doch je enger die beiden zusammenarbeiten, desto weniger kann sich Mercy der Anziehungskraft des verführerischen Wolfs entziehen …
(Source: Goodreads.com)

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Bevor ich dieses Buch begonnen habe, bin ich in einer ziemlichen Leseflaute gesteckt und irgendwie habe ich mich nicht zum Lesen aufraffen können. Was sich aber zum Glück gleich mit den ersten Seiten dieses Buches geändert hat und sobald das erste Aufeinandertreffen der zwei Hauptprotas stattgefunden war, bin ich nur noch begeistert an den Seiten gehangen und wollte wissen wie es weiter geht. Ihr seht, Urban Fantasy für Erwachsene hat mich noch nie enttäuscht und mich schon wieder aus einer Leseflaute geholt – vielleicht sollte ich diese Bücher einfach öfter lesen und nicht nur dann, wenn mich gerade kein anderes fesseln kann.

Ich fand die Geschichte rund um Mercy und Riley einfach klasse und es war gleich zu Beginn an total witzig, wie sie sich gegenseitig immer wieder geneckt haben, obwohl sie total heiß aufeinander waren. Generell mag ich spritzig, witzige Wortgefechte, wenn Feuer, Leidenschaft und Sarkasmus in Dialogen zum Vorschein kommen und die Fetzen fliegen, man aber gleichzeitig diese besondere Anziehung spüren kann. Daher hat mir dieser Teil auch so gut gefallen, da es um zwei Figuren geht, die stark, mutig und sehr dickköpfig sind, was bedeutet, dass sie nicht nachgeben. Und wenn zwei solche Naturgewalten aufeinander treffen, kommt es einfach zu einer Explosion. *g*
Besonders schön fand ich es auch, dass anstatt sich wieder eine Mediale und Gestaltwandler vermischen und verbinden, sich jetzt jemand aus dem WolfsRudel mit einem aus dem LeopardenClan verbindet, was das Bündnis der Wölfe und Leoparden bestärkt und festigt. Dieses Buch war zwar ‘animalischer’ als die anderen, hat mir aber trotzdem wirklich gut gefallen und wie gesagt, mir auch geholfen, wieder lesen zu wollen – aus freien Stücken, und nicht weil ich lesen sollte.

Neben der Hauptliebesgeschichte hat sich neben der Grundgeschichte und den Streit mit den Medialen, nun auch eine andere Gruppe hinzugesellt. Und zwar der Bund der Menschen, der nicht länger als schwächste Gruppe im Hintergrund der Medialen und Gestaltwandler leben, sondern sich an die Macht kämpfen mochte. Und das auch mit roher Gewalt, bzw. mit dem Einsatz von Waffen mit hoher Feuer- und Sprengkraft. Ich muss zugeben, dass ich die Abschnitte aus der Sicht der Medialen oder der Menschen, die diese Anschläge geplant haben, nicht so spannen fand, beziehungsweise mir nicht immer alle Antworten geliefert haben. Dennoch war auch das gut gemacht, sowie das Ende, das wieder total nach meinem Geschmack war – ihr könnt euch denken wie! ;)

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Um ehrlich zu sein bin ich ja von den Cover dieser Reihe nicht so der Fan, wie auch hier, aber es kommt ja darauf an, was drinnen ist und das passt dafür. ;)

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Wieder einmal ein toller Band aus Singhs Feder, der sich sehen lassen kann und von einer spannenden, hocherotischen, aber witzigen Romanze nur so sprüht. Leider war die Grundgeschichte rund um die Mediale und den Menschenbund nicht ganz so meins, aber das war auch schon der einzige Kritikpunkt an diesem Buch. Sehr empfehlenswert, wie auch die gesamte Reihe für alle Urban Fantasy-Fans für Erwachsene.

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4,5 of 5 points – (Great, Great, Great)

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#0,5: Nalini Singh – An Enchanted Season
# 1: Nalini Singh – Leopardenblut »»
#1,5: Nalini Singh – The Cannibal Princess
# 2: Nalini Singh – Jäger der Nacht »»
# 3: Nalini Singh – Eisige Umarmung »»
#3,5: Nalini Singh – The Magical Christmas Cat
# 4: Nalini Singh – Im Feuer der Nacht »»
#4,5: Nalini Singh – Movie Night
# 5: Nalini Singh – Gefangener der Sinne »»
#5,5: Nalini Singh – A Gift for Kit
# 6: Nalini Singh – Sengende Nähe »»
# 7: Nalini Singh – Ruf der Vergangenheit
#7,5: Nalini Singh – A Conversation
# 8: Nalini Singh – Fesseln der Erinnerung
#8,5: Nalini Singh – Burning Up
# 9: Nalini Singh – Wilde Glut
#9,2: Nalini Singh – The Party
#9,5: Nalini Singh – Wolf School
# 10: Nalini Singh – Lockruf des Verlangens
# 11: Nalini Singh – Einsame Spur
#11,5: Nalini Singh – Poker Night
# 12: Nalini Singh – Untitled .
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(© goodreads.com)

Nalini Singh:
She was born in Fiji and raised in New Zealand. She also spent three years living and working in Japan, during which time she took the chance to travel around Asia. She is back in New Zealand now, but she is always plotting new trips. If you’d like to see some of her travel snapshots, have a look at the Travel Diary page. So far, she has worked as a lawyer, a librarian, a candy factory general hand, a bank temp and an English teacher and not necessarily in that order. Some might call that inconsistency but she calls it grist for the writer’s mill. (Source: Goodreads.com)

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[Gast-Rezension] Der Marsianer (Anja)

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‘Der Marsianer’

von Andy Weir

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Der Astronaut Mark Watney war auf dem besten Weg, eine lebende Legende zu werden, schließlich war er der erste Mensch in der Geschichte der Raumfahrt, der je den Mars betreten hat. Nun, sechs Tage später, ist Mark auf dem besten Weg, der erste Mensch zu werden, der auf dem Mars sterben wird: Bei einer Expedition auf dem Roten Planeten gerät er in einen Sandsturm, und als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Ausrüstung. Ohne Nahrung. Und ohne Crew, denn die ist bereits auf dem Weg zurück zur Erde. Es ist der Beginn eines spektakulären Überlebenskampfes …
(Source: Goodreads.com)

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Robinson Crusoe auf dem Mars wäre wohl das Naheliegendste, wenn man das Buch kurz zusammenfassen müsste. Hier heißt Robinson allerdings Mark Watney und statt auf einer einsamen Insel strandet er auf dem Mars, da seine Crew aufgrund eines heftigen Sandsturmes ihre Marsmission vorzeitig abbrechen muss und ihn, nach einem Unfall für tot gehalten, allein auf dem roten Planeten zurücklässt.

Natürlich alles andere als tot, sieht sich Watney Schwierigkeiten gegenüber, die beenden könnten, was der Sandsturm begonnen hat: Ohne die Möglichkeit, zu seiner Crew oder zur Erde Verbindung aufnehmen, hockt er in einer Wohnkuppel, deren Stabilität auf 31 Tage ausgelegt ist, und muss hoffen, dass diese, der Sauerstoffgenerator und der Wasseraufbereiter nicht den Geist aufgeben. Und als wäre das nicht genug, kommt auch noch das Problem der Nahrungsversorgung dazu. Auf Rettung kann er nicht hoffen, immerhin ist er ja tot. Und die nächste Marsmission, die ihn aufgabeln könnte, lässt noch ein paar Jahre auf sich warten. Um es mit Watneys Worten zu sagen: „Also bin ich wohl im Arsch.“ Trotz seiner recht realistischen Einschätzung seiner Situation kommt aufgeben für ihn nicht in die Tüte und er nimmt dem Kampf ums Überleben auf.

Der Marsianer ist eine klassische „überleben unter widrigen Umständen“ Story und sie als etwas anderes als großartig zu bezeichnen, wäre gelogen. Und wer hätte gedacht, dass ein Buch, das mitunter wie eine Mathe-Chemie-Physik-Bio Lehrstunde daherkommt, so viel Spaß machen kann. Der Autor hat offensichtlich unglaublich gute Recherchearbeit geleistet, sodass die Geschichte und das ganze Drum und Dran rund, schlüssig und authentisch wirken.

Natürlich ist nicht alles perfekt. Es gibt ein paar Längen und einige Gedankengänge des Hauptprotagonisten können leicht erschlagend wirken, da sie zu ausführlich sind und damit das Hirn eines normalsterblichen Nicht-Astronauten/Astrophysikers/NASA-Freaks mitunter überfordern. Einen Charakter etwas sehr spezifisches tun zu lassen, ohne dies in jeder Einzelheit zu beschreiben, hätte der Authentizität keinen Abbruch getan. Im Gegenzug dazu hätte es nicht geschadet, den Hauptprotagonisten ein wenig verzweifelter, leidender darzustellen; immerhin findet er sich in einer schier ausweglosen Situation wieder, in der auch ein hochspezialisierter, trainierter, ausgebildeter Charakter mal zusammenbrechen darf. Das ist eine Nuance, die Mark Whatney einen kleinen Zacken Realismus raubt.

Aber hey, das alles ist Jammern auf sehr hohem Niveau und es sind auch die einzigen Punkte, die ich als negativ bezeichnen könnte. Ansonsten bin ich voll des Lobes.
Die Charaktere sind fast durch die Bank großartig; keiner ist überflüssig, jede trägt etwas zur Story bei, sie sind greifbar und wirken echt.
Allen voran natürlich Hauptperson Mark Whatney. Abgesehen von den bereits erwähnten klitzekleinen Mängeln, macht er eine großartige Figur. Muss er auch, denn schließlich lastet das Buch zum größten Teil auf seinen Schultern. Er ist ein faszinierender Charakter, der seine Erlebnisse in einer recht, ähm, blumigen Sprache und mit ordentlichem Witz wiedergibt und sich nicht von der Ernsthaftigkeit seiner Lage unterkriegen lässt. Er ist super clever und mutig, gibt einfach nicht auf und es ist so unglaublich interessant und beeindruckend, ihn dabei zu beobachten, wie er gegen seine Umgebung kämpft, verrückte und vielleicht auch absurde Pläne schmiedet und versucht zu überleben und dabei so gut wie nie seinen (Galgen)Humor verliert und irgendwie immer einen flotten Spruch oder Fluch auf Lager hat.

Abgesehen von der Story und den Charakteren gibt es noch eine Menge kleine Dinge, welche an dieser Stelle nicht genannt, da selbst entdeckt werden sollen, die das Herz einiger Weltraumfans höher schlagen lassen. Und nein, Außerirdische und so Gedöns sind damit nicht gemeint (wären welche aufgetaucht, hätte das Buch ganz schnell gelernt, wie sich ein Flug aus dem Fenster anfühlt ^^).

Am Schreibstil gibt es nichts auszusetzen, der ist flüssig und direkt, ohne große Ausschweifungen, auf den Punkt. Der Autor nutzt verschiedene Stile und Stilmittel, schwenkt zwischen Ich- und Erzählerperspektive hin und her. Es kommen Emails, Blogposts, Quasi-Chatform und „normale“ Erzählweise zum Einsatz und mehr Personen als erwartet zu Wort.
Die meiste Zeit ist es allerdings Mark Whatney, der seine Erlebnisse in Form eines Tagebuches aufzeichnet. Das ist eine Erzählform, die mir eigentlich so gar nicht zusagt, hier aber perfekt passt, weil sie a) logisch ist und b) so bis zum Ende offen bleibt, ob Whatney sein Abenteuer überlebt oder nicht.
Dadurch bleibt die Geschichte durchweg fesselnd, aufregend und lässt den Leser durchweg mitfiebern. Was will man mehr? :)

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Wie schön, dass der Verlag das Originalcover übernommen hat, denn es sieht nicht nur toll aus, es passt auch perfekt zur Geschichte (was ja nicht immer der Fall ist). Es spiegelt auf schlichte, reduzierte Weise wider, worum es in dem Buch geht: einen einsamen Astronauten auf dem Mars in einer prekären Situation. Besser geht es kaum. Ich finde es großartig.

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Der Marsianer ist eine witzige, unterhaltsame und spannende Überlebensgeschichte, die unglaublich realistisch daherkommt und mit einem sympathischen Alleinunterhalter (mehr oder weniger) als Hauptprotagonisten zu überzeugen weiß. Wer Storys ala Cast Away oder Robinson Crusoe mag und keine Angst vor realitätsnaher Science Fiction hat, kann hier eigentlich bedenkenlos zuschlagen.

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4,5 of 5 points – (soo awesome!)

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(© Weir)

„Ich bin so was von im Arsch.
Das ist meine wohlüberlegte Meinung.
Im Arsch.“
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„Ehrlich, jetzt reicht es, jetzt habe ich die Nase voll! Mir bleiben nur noch ein paar Minuten, ehe mir die Luft ausgeht, und verdammt will ich sein, wenn ich bei dem kleinen Spielchen mitmache, das der Mars mit mir spielen will. Ich habe das alles so satt, dass ich kotzen könnte!“
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„Dann fielen mir mehrere Dinge ein.
1. Die einzige Erklärung für die Asymmetrie der Sichtweite ist ein Staubsturm.
2. Staubstürme dämpfen den Wirkungsgrad von Solarzellen.
3. Meine Solarzellen haben seit mehreren Marstagen immer schlechter gearbeitet.
Daraus konnte ich das Folgende schließen:
1. Ich bin seit mehreren Tagen in einem Staubsturm.

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Vielen Dank für diese Gastrezension von:

http://anjaisreading.com/

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(© goodreads)

Andy Weir:
Bereits im zarten Alter von fünfzehn war Andy Weir als Programmierer für diverse Computerfirmen tätig und arbeitet inzwischen als Softwareentwickler. In seiner Freizeit interessiert er sich für Physik, Mechanik und die Geschichte der bemannten Raumfahrt – und natürlich für das Schreiben. Mit seinem Debütroman Der Marsianer wird er als die Science-Fiction-Entdeckung des Jahres gefeiert.
(Source: randomhouse.de/heyne)

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Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares an:

 

© Random House

 

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[Snapshot] HUNTERS: Special Unit: Vergessen / Die Flammende

Snapshots sind kurze Rezensionen, die einen Einblick geben sollen, wie mir ein Buch generell gefallen hat und was ich darüber denke.

(okay – auch wenn es diese Mal keine kurze Rezis, sondern wieder lange geworden sind. Ich glaube, ich habe ein ernsthaftes Problem mit: ‘sich kurz fassen’ :D )

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‘HUNTERS: Special Unit: Vergessen’
von Bianca Iosivoni

 HUNTERS # 1

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(© goodreads)

Meine Meinung:
Ich wollte das Buch schon seit der Veröffentlichung lesen, habe mich aber lange nicht dran getraut, weil ich es ganz toll finden wollte, aber Angst hatte, dass es nicht so ist. Bei einer Leserunde auf Goodreads habe ich mich dann doch getraut und ich bin froh, dass ich es gewagt habe, denn gleich zu Beginn weg wird man in eine rasante, spannende Geschichte geworfen, die man nur so weg lesen und hindurch fliegen möchte. Alles beginnt mit einer Verfolgungsjagd auf Valerie, der Hauptprota aus deren Sicht in der Vergangenheit die Geschichte erzählt wird. Neben ihr wird sie auch vom männlichen Held *hot* ^^ Adam geschildert, wobei Val eindeutig öfter zu Wort kommt. Beide haben eine Vergangenheit miteinander, an die sich aber ausschließlich Adam erinnern kann – aber die nicht mit guten Gefühlen, sondern mit Wut und Hass, da sie schlecht geendet hat. Nur Val tappt im Dunklen, denn sie kann sich nicht an Adam, an ihre Beziehung zueinander oder an sonst irgendetwas erinnern. Sie weiß nichts was passiert ist, ihr gesamtes Gedächtnis ist wie leer gefegt und einzig allein ihr entschlossener Wille zu Überleben und die Angst sind geblieben.

Klingt doch so richtig spannend – findet ihr nicht? Und das ist es auch von der ersten Seite an und nur im Mittelteil gab es ein paar Längen. Mich hat hier gestört, dass lange immer nur neue Fragen, neue Intrigen hinzukamen, aber keine Antworten geliefert wurden, was einem schon fast verrückt machte.

Ich mochte beide Charaktere sehr gerneVal mit ihrer Entschlossenheit, bei der aber immer wieder ihre zarte Seite hindurch blinzelt. Aber auch Adam mit seiner rauen Männlichkeit, die nur zur besonderen Zeiten auch seine Sanftheit durchlässt. Außerdem passen sie perfekt zusammen und das Knistern war von der ersten Begegnung an spürbar. Das einzig schade daran war, dass irgendwie alles etwas leicht war… bzw. nicht so tief ging, wie ich es gerne gehabt hätte.
Damit meine ich nicht nur die Protas, sondern eigentlich das gesamte Buch, da sich eben hauptsächlich alles nur um diese zwei Figuren dreht, Nebencharaktere kommen fast nur am Rande ganz kurz vor, was wenig Vielschichtigkeit bietet.
Obwohl ich es generell sehr gerne mochte, habe ich schon relativ früh geahnt wie die Aufklärung sein wird und sie ist schließlich auch genauso eingetreten. Was prinzipiell vom Verlauf auch nicht schlecht ist, mir nur etwas Spannung genommen hat. Aber sonst wirklich eine schöne, spannende Geschichte mit Herz für zwischendurch.

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‘Die Flammende’ von Kristin Cashore

Die sieben Königreiche # 2

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(© goodreads)

Meine Meinung:
Ich bin ewig um diesen zweiten Teil herum geschlichen, obwohl mir damals Teil eins rund um Katsa und Bo gut gefallen hat. Hier hatte ich aber so meine Probleme um die Geschichte mit Fire und den anderen, sowie mit der Idee rund um die Monster. Monster sind in dieser Welt fantastische, sehr farbenprächtige, schönte Mischwesen. Zb. MonsterKatzen, die purpurfarben sind mit goldenen Punkten oder andere Farben besitzen. Oft sind diese Monster-Wesen stärker, klüger und einfach besser als die normale ‚Version‘ und MonsterWesen gibt es bei allen Tierarten – so wie ich das verstanden habe.

Hier dreht sich die Welt um die Dells, die sich nicht im Reich der sieben Königreiche befinden, sondern durch hohe Berge davon getrennt sind. Außerdem gibt es hier auch keine Beschenkten, nur Leck – den wir aus Teil 1 schon kennen. Nur ist er hier ein Junge und wir erfahren quasi seine ‚Vorgeschichte‘ und wie er durch einen Spalt im Berg in diese Land ‚gefallen‘ ist, das so viel farbenprächtiger und schöner, als seine eigene Heimat ist. Daher spielt er hier auch immer wieder eine kleine, fiese, aber stetige Rolle, obwohl es sich um jemand ganz anderen dreht.
Und zwar um Fire – sie ist ein MonsterMensch! :D Ja, richtig gehört, ihre Mutter war ein Mensch und ihr Vater ein wunderschönes Monster, dem alle zu Füßen gelegen sind! :D -> okay, diesen Teil fand ich auch sehr schräg und ungewollt komisch. Außerdem mochte ich es nicht, dass Fire so atemberaubend war, dass sie alle Männer und Frauen bezaubert hat, die sie entweder sofort geliebt oder eben gehasst haben – weil sie wussten, dass sie sie nicht haben konnten. Fire ist nicht nur schön und atemberaubend *gähn*, sondern kann mit ihren Gedanken auch Gefühle und die Absichten anderer lesen und bei ganz schwachen, geistigen Individuen sie sogar manipulieren und steuern.
An dieser Stelle frage ich mich, warum sie nie Monster-Tierwesen beeinflusst hat, wenn sie so gut war?.. mh, aber das nur so am Rande. Hier muss ich ganz klar sagen, dass ich es schade finde, dass Cashore bereits im zweiten Teil wieder eine ganz andere Welt/ Regeln erstellt und die Beschenkten weg lässt und stattdessen MonsterWesen erschafft. Ich wäre lieber in der anderen Szenerie geblieben. :/

Eigentlich war der Anfang ganz interessant, bis auf diese wunderschöne, hübsche Getue um Fire, aber dann wurde es etwas langweilig und zäh, da Fire in die Hauptstadt gekommen ist und dort langes Schmieden von Kriegspläne, Spionage und Intrigen begonnen haben, was mich oft auch in anderen Büchern langweilt. Auch die Liebesgeschichte hat nicht viel hergegeben und wenn, dann war es gegen Ende mal ein Kuss, oder er ist in ihr Bett gestiegen … mh, danke für das kurze Kopfkino, da kann ich mir ja viel darunter vorstellen. :D

Generell hat mich das Buch zwar unterhalten, aber an Stellen war es schon zäh und langatmiger, besonders im Mittelteil und es konnte dann erst gegen Ende wieder punkten. Das Ende war okay und ist auch in sich abgeschlossen, dennoch weiß man, dass noch etwas kommt mit einem Charakter. Besonders wenn man ja Teil 1 kennt und man schon in die Inhaltsangabe von Teil 3 geguckt hat. :)
Wie ihr seht, mochte ich Teile davon ganz gut, während mich andere nicht ganz begeistern konnten, daher auch meine mittelmäßigen 3 Sterne für ein etwas anderes High Fantasybuch, das nicht ganz an meine Erwartungen heran kommen konnte und mir mit einigen gestelzten Dialogen oder langen Überlegungen bitter aufgestoßen ist. Dennoch freue ich mich auf den letzten Teil und bin gespannt was uns dann wieder mit den Beschenkten erwarten.

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[Rezension] Mystic City: Tage des Verrats

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‘Mystic City: Tage des Verrats’

von Theo Lawrence

Mystic City # 2

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Seit Hunter zum neuen Anführer der Mystiker geworden ist, lebt er nur noch für den Kampf gegen die verhasste Oberschicht der Aries. Aria, die sich aus Liebe zu ihm von ihrer Familie losgesagt hat, fühlt sich vernachlässigt und immer mehr zu Hunters Freund Turk hingezogen. Als sie erfährt, dass Hunter selbst vor unschuldigen Opfern nicht zurückschreckt, kann sie seiner Linie nicht länger folgen. Sie zettelt ihre eigene – friedliche – Rebellion an. Mit tragischem Ausgang … (Source: Goodreads.com)

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Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie enttäuscht ich von diesem Teil bin, besonders da mir der erste Teil so gut gefallen hat. Aber alles was den ersten Teil zu etwas besonderen gemacht hat, hat hier leider gänzlich gefehlt.
War im Band ein noch die Liebe zwischen Aria und Hunter das Ausschlaggebende und ihr Wunsch Zusammensein zu können im Vordergrund, geht es Hunter hier nur noch darum, gegen die Menschen aus den Horsten zu kämpfen – und dabei verliert er sich selbst, wird skrupellos und zu einem nicht wiedererkennbaren Charakter. Verschwunden ist der sensible, aber wagemutige Romeo, der alles für Aria getan hätte. An dessen Stelle ist ein berechnende, manipulativer Rebell getreten, der auch über Leichen geht und Dinge tut oder sagt, die für den Hunter aus Teil 1 schlichtweg nicht möglich gewesen wäre. Aber keine Angst, Hunter kommt so gut wie nie in diesem Buch vor, außer er zeigt mal wieder Aria die kalte Schulter, küsst sie aber dennoch zwischendurc,h nur um dann wieder mit ihr zu streiten oder sie als Schachfigur zu benutzen. :/

Um aber weiterhin eine Liebesgeschichte im Buch zu haben, bandeln jetzt einfach einmal Aria und Turk miteinander an, der wohlbekannt – der beste Freund von Hunter und gleichzeitig wie ein Bruder für ihn ist – naja, so bleibt es wenigstens in der Familie, nicht wahr? ;) *Kopf schüttel*
Okay, wie ihr bemerkt habt, war ich kein Fan dieser Liebesdreiecks-Geschichte und kann es einfach nicht glauben, dass dieses Buch tatsächlich ein Mann geschrieben hat! -> Bei dem ganzen stupiden, unnötigen Verhalten aller Figuren. Es tut mir im Herzen weh und ich bin noch immer sprachlos, obwohl es doch schon wieder einige Zeit her ist, dass ich das Buch gelesen habe.

Außerdem hat mir der generelle Verlauf auch nicht gefallen und es war stellenweise zu übertrieben unnötig grausam. Die Magie war zu abgefahren und die Kämpfe zu blutig – alles im allem einfach viel zu viel und überdramatisch, wodurch ich mich ein weiteres Mal gefragt habe, ob das wirklich ein Mann geschrieben hat.

Das Ende war leider in der gleichen Kategorie und Hunters Reaktion auf Arias Endkommentar zu ihrer Beziehung hat mich dann endgültig Augen verdrehend schmunzeln und peinlich berührt mit dem Buch enden lassen. Was alles vielleicht nicht soo schlimm gewesen wäre, wenn der erste Teil nicht so toll und dieser so komplett anders gewesen wäre. Ja, der erste war auch kitschig und hat viel mit Liebe zu tun gehabt, aber wenigstens waren keine peinlichen, unnötigen Momente dabei, die sogar selbst mich – und ich stehe ja normalerweise auf Seifenopern in Buchform ^^ – too much waren und ungewollt lustig wurden. Schade darum. Dennoch werde ich dem letzten Teil noch eine Chance geben, weil ich das Ende einfach wissen muss.

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Auch das Cover gefällt mir hier nicht so gut wie bei Teil eins und ich habe keine Idee, wer das darauf sein soll, außer die eine Figur, die ständig mit Aria gezackt hat… aber warum diese Person auf das Cover kommt, verschließt sich meiner Logik.

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Eine große Enttäuschung nach dem tollen ersten Teil der Reihe und momentan kann ich die Reihe leider nicht weiter empfehlen und würde sie mit Vorsicht beginnen. Die Figuren haben alle eine 180°-Wende eingeschlagen, die mir nicht gefallen hat und der magische Aspekt, der im ersten Teil noch cool erklärt wurde, ist nun zu übertrieben und abgefahren geworden, dass es beinahe lächerlich wurde. Ich werde mein Endurteil zur gesamten Reihe daher erst nach dem dritten Teil fällen, hoffe aber sehr auf eine Steigerung.

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2 of 5 points – (Read at own risk)

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#1: Theo Lawrence – Das gefangene Herz »»
#2: Theo Lawrence – Tage des Verrats »»
#3: Theo Lawrence – Schatten der Macht »».

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(© goodreads)

Theo Lawrence:
THEO LAWRENCE is a graduate of Columbia University and the Juilliard School. A Presidential Scholar in the Arts for Voice, he has performed at Carnegie Hall, the Kennedy Center, and Off-Broadway.
(Source: Goodreads.com)

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Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares an:

 

© Weltbild

 

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[Rezension] Die Seiten der Welt

German Cover

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‘Die Seiten der Welt’

von

Kai Meyer

Die Seiten der Welt #1

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JEDES BUCH HAT GEHEIME SEITEN – EIN MAGISCHER ROMAN VOLLER PHANTASTISCHER ABENTEUER.
Furia Salamandra Faerfax lebt in einer Welt der Bücher. Der Landsitz ihrer Familie birgt eine unendliche Bibliothek. In ihren Tiefen ist Furia auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Mit ihm will sie die Magie und die Macht der Worte entfesseln.
Doch dann wird ihr Bruder entführt, und Furia muss um sein Leben kämpfen. Ihr Weg führt sie nach Libropolis, die Stadt der verschwundenen Buchläden, und an die Grenzen der Nachtrefugien. Sie trifft auf Cat, die Diebin im Exil, und Finnian, den Rebellen. Gemeinsam ziehen sie in den Krieg – gegen die Herrscher der Bibliomantik und die Entschreibung aller Bücher.
(Source: Goodreads.com)

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Viele von euch werden sicher nicht verstehen können, wie ich das Buch der Bücher über Bücher nur mit 2 Sternen bewerten konnte – das Buch, das die Liebe zu Büchern fast wie kein anderes präsentiert… Und ich sage euch, dass es mir selbst im Herzen weh tut, besonders da es aus der Feder von Kai Meyer stammt und ich es lieben wollte. Aber leider hatte ich so einige Probleme mit dem Buch. :(

Aber fangen wir mit den guten Dingen an: Ich mochte die Grundidee mit der Wichtigkeit der Bücher, der Zauber und die Magie, die von ihnen ausging, die Kraft, die sie den Lesern/ den Bibliomaten gegeben haben. Das war einfach nur traumhaft. Genauso wie viele Fantasyideen, die Meyer hier mit eingeflochten hat, auch wenn sie manchmal an andere Bücher oder Filme erinnert haben. Dennoch waren sie sehr schon in die Geschichte integriert und das war das absolute Highlight, gemeinsam mit der frischen, neuen Grundidee. Sowie war der Schreibstil einfach überwältigend war und jedes Wort wirkte perfekt gewählt, hatte eine Aussage und eine Wichtigkeit. Daher auch die zwei guten Punke.

Aber leider konnte ich so gar nichts mit den Figuren anfangen. Zuerst dachte ich noch, dass eine Verbindung zu Furia entstehen könnte, aber die kam dann doch nicht und auch die anderen Charas konnten mich nicht in den Bann ziehen – nicht im geringsten. Und wenn mir einmal die Charaktere egal sind, ist mir leider auch die Handlung nicht mehr wichtig und daher wurde für mich vieles belanglos. Die erste Hälfte war ehrlich gesagt einfach zu viel bla bla, und es hat mich gerade mal bei 80% gepackt – was ziemlich schlecht ist und ich hätte es wohl schon früher beendet, wenn es kein Kai Meyer Buch gewesen wäre. Aber ich wollte dem Buch länger eine Chance gben.

Außerdem muss ich zugeben, dass ich zwar den Schreibstil toll fand, sehr bildlich und satt, aber er war mir nach einer gewissen Zeit dann auch zu überladen, zu viel und zu sehr ausgeschmückt, dass man auf jedes einzelne Wort achten musste, was meinen Lesefluss einfach total gehemmt hat. Hinzu kommt, dass mir manche Beschreibungen einfach zu lange, zu viel und zu ausufernd waren und wie ihr mich ja kennt, bin ich davon leider kein Fan, wodurch ich dann eher nur lieblos durch die Seiten geblättert habe.

Um nocheinmal kurz zu meinen Problemen zu den Figuren zurück zu kommen: Ich fand es leider total unauthentisch wie das hier ein Jugendbuch sein soll über eine 15!!-jährige, rund um die ständig Leute sterben und die es dann einfach so wegsteckt. Sicher, Furia soll ein starker, mutiger Charakter sein – aber dennoch, sie ist erst 15 und ständig kratzt jemand ab oder stirbt sogar aus ihrer Hand – das passt für mich nicht. *tut mir leid*
Und der geringe, kaum existente Romantiganteil war dann noch das letzte Rest, der mir das Buch verleidet hat. Sehr schade. :/ Wobei das Ende dann wieder etwas besser wurde. Dennoch werde ich die Reihe nicht weiter verfolgen und auf eine neue Idee von Herrn Meyer warten.

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Bei diesem Buch ist das Cover und die gesamte Aufmachung sicherlich das Highlihgt schlechthin. Wirklich wunderschön gemacht und sehr passend zum Text. *toll*

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Leider nur ein mittelmäßiges Buch für mich, dass ich lieben wollte, mich aber schlußendlich enttäuscht hat, obwohl ich die Grundidee, Schreibstil und Fantasieelemente darin toll fand. Aber wenn man mit den Figuren absolut keine Verbindung eingehen kann, ist es schwierig sich von der Handlung mitreißen zu lassen, wodurch alles belanglos wird. Schade, aber es war einfach nicht mein Buch. :(

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2 of 5 points – (Read at own risk)

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#1: Kai Meyer – Die Seiten der Welt »»
#2: Kai Meyer – Titel unbekannt
#3: Kai Meyer – Titel unbekannt
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(© goodreads.com)

Kai Meyer:
Kai Meyer was born in 1969 in northern Germany. He began college at the University of Bochum, Germany, where he studied film, theatre, and philosophy. After a year, he dropped out to work for a newspaper as a trainee journalist, followed by two years as a staff journalist.
Kai wrote his first novel in his early 20s, and it was published when he was just 24 years old. He has been a full-time novelist since 1995. To date, Kai has written nearly 50 books – some for adults, some for teenagers. Kai’s books are mostly historical with strong fantastical overtones. There are over 1.5 million Kai Meyer books in print in Germany, and he is quickly gaining popularity in other countries as well: THE WATER MIRROR went into its third US printing before it was even delivered to bookstores, and his young adult dark fantasy series SIEBEN SIEGEL is a substantial hit in Japan. The British edition of THE FLOWING QUEEN / THE WATER MIRROR won the 2007 Marsh Award for Best Children´s Book in Translation.
Kai Meyer lives in Westphalia near the Rhine in Germany.
(Source: Goodreads.com)

Visit his Website »»

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[Rezension] Schwert & Rose

German Cover

English Cover

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‘Schwert & Rose’

von Sara B. Larson

Defy #1

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Alexa ist eine exzellente Schwertkämpferin. Als sie mit vierzehn ihre Eltern verliert, tritt sie der königlichen Leibgarde bei – und aus Alexa wird Alex. Drei Jahre später hat sich Alexa an die Spitze von Prinz Damians Elitegarde gekämpft. Als sie zum Leibwächter des Prinzen avanciert, stellt sie fest, dass der hochmütige Prinz dunkle Geheimnisse verbirgt. Ihr eigenes Geheimnis droht ans Licht zu kommen, als Damian, Alexa und Rylan, ein weiterer Gardist, entführt werden. Plötzlich steht Alex am Abgrund einer tödlichen Intrige – und zwischen zwei Männern, die um ihr Herz kämpfen …
(Source: Goodreads.com)

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Obwohl das Buch doch einige Parallelen zu ‚Throne of Glass‘ von Sarah Maas hat, konnte es mich doch überzeugen und hat mir gut gefallen. Es ist zwar von der generellen Grundstimmung her sehr ähnlich, aber die Handlung entwickelt sich doch in eine ganz andere Richtung.
Auch hier gibt es ein Mädchen, dass so gut oder gar besser als einige Männer kämpfen kann. Nur hier weiß niemand das Alex, die einen Zwillingsbruder hat und beide in der Leibgarde des Prinzen sind, eigentlich ein Mädchen ist und Alexa heißt. Denn als ihre Eltern in ihrer Kindheit von Zauberern getötet wurden, hat sie als Schutz ihre Identität aufgeben und gibt sich seitdem als Junge aus - um zuerst in die Armee einzutreten und später den Prinzen zu dienen. Und um nicht in eines der furchtbaren Zuchthäuser zu kommen, in die Waisenmädchen gesteckt werden. Das ist einmal der Beginn und nur die Spitze des Eisbergs… denn es kommt noch einiges mehr, voller Magie, Geheimnisse und versteckter Rätsel, die Alexa und auch der Leser erst im Laufe der Geschichte entschlüsseln müssen. Was mir sehr gut gefallen hat. Ich muss aber auch gleich gestehen, dass mir der Anfang total gut gefallen hat, es aber mit der Zeit nachgelassen und schwächer geworden ist.

Noch mehr möchte ich über die Handlung nicht erzählen, um euch nicht die Freude zu nehmen, aber mir hat der Weg, den die Geschichte genommen hat, generell sehr gut gefallen. Es war durchwegs spannend und konnte mich vor allem von der ersten Seite an fesseln, und ständig wollte ich wissen, was als nächsten mit den Figuren und vor allem mit Alexa passiert. Sie war ein sehr angenehmer Charakter, weil sie hart war und sich nichts gefallen lassen hat, auch wenn sie tief im Inneren verletzlich ist. Doch diese Seite zeigt sie nicht und wenn, dann nur wenigen. Ich mag Charaktere die nicht zimperlich sind, und das ist Alexa alle mal. :)

Neben ihr spielt auch noch ihr Kamerad Rylan eine wichtige Rolle, sowie der Prinz selbst, der Damian heißt. Hier könnt ihr euch wohl denken, dass es zu einem Liebesdreieck kommt und das ist auch eines der wenigen Punkte, die mir bitter aufgestoßen sind. Ich bin einfach kein Fan davon und meistens nerven mich dabei die Frauen, weil sie, was die Romanzen in solchen Liebesstrukturen angeht, immer den Kopf verlieren und unbedacht, naiv – einfach idiotisch handeln und andere verletzen und eben zu nervigen Protas werden. Genauso nerven mich die Männer, weil sie alle in genau ein und dasselbe Mädchen verliebt sind, das vorher keiner beachtet hat. Das war mir einfach schon zu oft und bringt mich beim Lesen immer wieder zum Augen verdrehen.

Aber gut, das war der einzig große Kritikpunkt, den das Buch wegstecken muss, den sonst mochte ich den Weg den die Entwicklung rund um Alexa gemacht hat, sehr. Besonders ihr Wandlung und auch den Weg den sie ins andere Land gemacht haben. Hier gab es zwar stellenweise kurze Passagen, die etwas langwieriger waren, aber nicht besonders lange.

Auch das Ende konnte fast ganz überzeugen, wobei ich auch hier mit der Liebeskonstellation am Schluss nicht ganz zufrieden war. Besonders, weil man eine Ahnung hat und weiß, wie es am Ende der Trilogie womöglich ausgehen wird und daher finde ich den momentanen Ausgang etwas unnötig – ist einfach nur da, um alles dramatischer zu machen…
Daher freue ich mich nur teilweise auf den zweiten Band, da ich denke, dass er leider ein typischer Zwischenband sein wird… besonders was die Liebesgeschichte betrifft. Aber ich bleibe gespannt und warte ab.

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Für mich ist das Cover einfach sehr passend und wunderschön gemacht. So stell ich mir Alexa beinahe selbst vor. Naja, vielleicht noch eine Spur härter. ;)

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Ein gutes High Fantasy – Jugendbuch, das etwas Zauber und diesen mittelalterlichen Touch mit Schwertkampf inne hat, aber dennoch nicht zu viel in das High Fantasy Schema abrutscht, was mir persönlich ja besser gefällt, als wenn es zu viel wird. Daher eine klare Empfehlung von mir für alle, die Bücher in dieser Art ebenfalls lieber mögen.

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4 of 5 points – (Great, Great, Great)

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#1: Sara B. Larson – Schwert & Rose »»
#2: Sara B. Larson – Ignite (dt. Titel unbekannt)
#3: Sara B. Larson – Untitled

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(© goodreads.com)

Sara B. Larson:
Sara’s debut YA fantasy novel, DEFY, released in January of 2014 from Scholastic. The sequel will come out in early 2015–stay tuned for announcements about the title, cover, and synopsis! Sara lives in Utah with her husband and three young children. She writes during naptime and the hours when most people are sleeping. Her  husband claims she should have a degree in “the art of multitasking.” On occasion you will find her hiding in a bubble bath with a book and some Swedish Fish or some mint chocolate truffles. She is represented by Josh Adams of Adams Literary.
(Source: Goodreads.com)

Visit her Website »»

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Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares an:

© Random House

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[Rezension] Wanderer: Sand der Zeit

German Cover

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‘Wanderer:
Sand der Zeit’

von
Amelie Murmann

Wanderer #1

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Der Lebenstraum der sechzehnjährigen Emilia lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: »Palaestra Viatorum« – die renommierte Internatsschule, in der nur die Besten der Besten aufgenommen werden. Leider hapert es in Emilias sonst perfektem Zeugnis an der Kunstnote, auf die gerade diese Schule ganz besonderen Wert zu legen scheint. Doch dann trifft Emilia ausgerechnet in einer Kunstgalerie auf Max, den stellvertretenden Schulsprecher der Institution, und zwar nachdem er gerade durch ein modernes Gemälde gesprungen ist… Emilia traut ihren Augen nicht. Als sie dann noch Visionen ihrer eigenen Zukunft bekommt, scheint sich plötzlich nicht nur Max, sondern auch die Palaestra für sie zu interessieren – und lädt sie zu einer ungewöhnlichen Aufnahmeprüfung ein.
(Source: Goodreads.com)

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Pünktlich zum heutigen Geburtstag habe ich diese Rezi mit im Gepäck. Normalerweise erwähne ich das ja nicht extra, aber da es mein 30-igster ist, musste ich das jetzt einfach schreiben. :D Aber nun weiter zum Buch “Wanderer: Sand der Zeit”:
Wie könnte ich diese Geschichte nicht lesen, wenn es so ein tolles Cover mit so einer genialen Inhaltsangabe hat?? – ein Buch, von dem schon alle lange vor der Veröffentlichung geredet und geschwärmt haben. Und ich muss sagen: zu Recht!
Es handelt sich dabei nämlich um eine magische Welt, die versteckt von unserer, ihrer eigene Regeln folgt und einiges Fantastisches mit sich bringt. Doch davon weiß die Hauptfigur Emilia zu Beginn gar nichts, daher ist es für sie auch ganz schön überraschend, als bei einem Museumsbesuch plötzlich ein Kerl aus einem Bild fällt, an ihr vorbei läuft und in das nächste Bild springt. Was außer sie keiner bemerkt hat. *oh oh*

Wie ich finde, ein ganz schön interessanter Anfang und es geht auch gleich so weiter, denn man erfährt nicht sofort, was hier los ist und auch Emilia muss erst stückchenweise alles herausfinden und Geheimnisse lüften. Aber das ändert sich, als Emilia endlich auf die „Palaestra Viatorum“ kommt und aufgenommen wird – eine elitäre Privatschule speziell für Wanderer. Wanderer können mithilfe von Magie durch gemalte Bilder springen, oder andere durch Magie ebensolche Bilder für die Springer malen. Emilia gehört zur ersten Gruppe, das heißt sie kann genauso wie die anderen Wanderer durch Bilder an verschiedene Orte auf der Welt springen, was meiner Meinung nach echt cool und ganz schön praktisch ist. ;) An dieser Schule lernt sie auch ihre zukünftige beste Freundin Kit kennen und ich fand sie neben Emilia einfach nur klasse. Nein, eigentlich fand ich Kit im ganzen Buch einfach am BESTEN, am witzigsten und am schlagfertigsten! *genial* :D

Natürlich gibt es neben den weiblichen Figuren auch einige männliche Charaktere, die das Herz schneller schlagen lassen, allen voran Max, mit dem es einiges Trubel und Up and Downs gibt. Aber das gehört wohl zu solchen Büchern dazu und das mag ich auch ganz gerne. ^^
Neben Max konnte auch Florian nach anfänglicher, kurzer Anti-Sympathie bei mir punkten und ich fand ihn einfach nur knuffig, wie er gemeinsam mit Kit agiert hat – die zwei passen einfach perfekt zusammen. *seufz*

Generell konnten mich die Grundidee und die Handlung sehr überzeugen und das Buch hat auch einige frische, neue Aspekte geliefert. Also ja, es hat mir richtig gut gefallen und ich habe den Humor bei den Dialogen geliebt, auch wenn es manchmal schon etwas kindlicher zugegangen ist – aber ich bin wohl schon ein wenig älter, als die angesprochene Zielgruppe. ;)
Außerdem mochte ich es auch total, dass nicht nur aus einer Sichtweise erzählt wurde, um die Charaktere besser kennen zu lernen. Dennoch muss ich anmerken, dass es mich ein klein wenig an die Verwirrungen von der Edelsteintrilogie erinnert hat.

Das Ende war für mich ein wenig so, wie ich es mir schon gedacht habe, fand ich aber dennoch gut und konnte mit zufrieden mit dem Buch enden lassen. Obwohl es doch in sich geschlossen ist, lässt es genügend Raum für eine Fortsetzung, die wir auch dieses Jahr noch erwarten dürfen und auf die ich mich schon jetzt freue. :)

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Das Cover fand ich wirklich sehr passend und einfach nur cool – mal etwas total anderes. Vor allem die Umrisse der Figuren und die leuchtende Sanduhr gefallen mir sehr, sehr gut. *top*

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Eine schnell zu lesende, gut geschriebene Jugendbuch-Urban Fantasy-Geschichte, die spannend war, aber auch Humor und dunkle Geheimnisse in sich beherbergt hat. Eine klare Empfehlung für alle Jugendbuch-Liebhaber, die auch mal schmunzeln und ein wenig etwas für Herz haben wollen.

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4 of 5 points – (Great, Great, Great)


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#1: Amelie Murmann – Wanderer: Sand der Zeit »»
#2: Amelie Murmann – Titel noch unbekannt

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(© goodreads.com)

Amelie Murmann:
Amelie Murmanns Liebe zu Jugendromanen begann mit einem Jungen, der überlebte, und festigte sich endgültig mit einem Mädchen, das in Flammen stand. Um diese Liebe mit der Welt zu teilen, eröffnete sie 2010 ihren eigenen Buchblog, und begann kurz darauf mit dem Schreiben. Amelie lebt mit ihrer Familie und ihren über vierhundert Büchern in Moers. Wenn sie nicht gerade liest, schreibt oder bloggt, studiert sie Lehramt an der Universität Essen. “Wanderer. Sand der Zeit” ist ihr Debütroman.
(Source: Goodreads.com)

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