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Filmkritik: Hunger Games

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Hunger Games


Official Trailer (All rights belong to Lionsgate)

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German Titel: Die Tribute von Panem – The Hunger Games

Erscheinungsjahr: 2012

Production: Lionsgate

Regie: Gary Ross

Cast:
Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Liam Hemsworth, Donald Sutherland, Woody Harrelson, Stanley Tucci, Lenny Kravitz, …

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Novels written by:
Suzanne Collins.

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copyright: Lionsgate

Inhaltsangabe:
Die Handlung spielt in einer nicht allzu fernen Zukunft. Nachdem Nordamerika von einer Naturkatastrophe heimgesucht worden war, gründete sich daraus der diktatorische Staat Panem. Er besteht aus 13 Distrikten und dem Kapitol als Regierungssitz. Während es den Menschen im Kapitol gut geht, kämpfen die Menschen in den Distrikten ums tägliche Überleben; schließlich kam es in Distrikt 13 zu einem Aufstand, in Folge dessen er angeblich vom Kapitol vernichtet wurde. Um derlei Aufstände in Zukunft zu verhindern, begründet das Kapitol die sogenannten Hungerspiele.

Der Film setzt vor den 74. Hungerspielen ein. Bei der Auslosung der Spielkandidaten wird Primrose Everdeen als Kandidatin der Spiele ausgelost. Durch die große Schwesterliebe zu ihr, meldet sich jedoch Katniss Everdeen als Freiwillige für die Spiele und löst somit ihre Schwester von der Last ab. Zusammen mit dem ebenfalls aus Distrikt 12 stammenden Peeta Mellark reist sie ins Kapitol, um sich dort für die Spiele vorzubereiten und diese zu gewinnen. Obwohl eigentlich nur eine Einzelperson die Spiele gewinnen kann, können beide durch ihren Widerstand gegen das Kapitol und einen geplanten gemeinsamen Selbstmordversuch gegen Ende der Spiele diese Regel brechen und gehen als Gewinner aus den Spielen hervor.  (Quelle: wikipedia.de)

Meine Gedanken zum Film:
Da ich erst gestern Abend den Film im Kino gesehen habe, hatte ich gestern Nachmittag nur die Möglichkeit mir die Filmkritiken anderer Blogger durchzulesen, welche bereits am 22.03 den Film sehen konnten. Viele davon waren begeistert vom Film und der Umsetzung, sowie auch vom Cast und der generellen Atmosphäre, welche im Film geschaffen wurde.

Leider verstehe ich diese vielen positiven Kritiken nicht ganz, da Teile im Film mich überhaupt nicht angesprochen haben und das passiert ist, wovor ich mich gefürchtet habe und zwar, dass der Film dem Buch lange nicht das Wasser reichen kann.
Auch ich habe mich durch die ganze Werbung der letzten Monate hypen lassen und auch der Trailer hat mich im Vorhinein überzeugt und ich konnte es kaum erwarten auch den Film zum grandiosen Buch zu sehen. Leider wurde ich aber enttäuscht..

Zu einem hat mir die Kameraführung so etwas von überhaupt nicht gefallen. Die Bilder, auch schon zu beginn bei der ‚Ernte’, waren unruhig, verwackelt und verworren, dass ich nach 15 Minuten Kopfschmerzen davon bekommen habe. Mir ist zwar klar, dass man damit wahrscheinlich den inneren Konflikt und Zerrissenheit der Protagonisten und des Systems widerspiegeln wollte, aber das war eindeutig ‚too much‘.

Im Gegenzug dafür haben sich die Macher des Filmes sehr mit Effekten und dem Soundtrack zurück gehalten und alles wirkte sehr ‚in sich gekehrt’. Was zwar ganz nett war, wenn man die Bücher nicht kennt, aber für mich hat das eine komplett andere Atmosphäre geschaffen, als jene, die im Buch spürbar war.
Diese Geschichte erzählt eine Dystopie, eine Post- Apokalypse und diese hätte mehr Spannung, mehr Power, mehr Energie gebraucht, aber es war alles sehr zurück genommen und einiges verniedlicht, wie es aber im Buch nicht ist. Im Buch wird man fortgespült in eine neue Welt, mitgerissen in einem Strudel aus Verzweiflung, Unglaube und Brutalität und alles passiert furchtbar schnell und intensiv, aber hier im Film zieht es sich langsam hin, wie ein kleiner, plätschernder Bach. Auf mich wirkte es fast schon so, als hätten sie extra das Tempo raus genommen und alles mehr auf ‚Mädchen-Film’ getrimmt, damit sie den Erfolg von Twilight nachmachen können. Aber für mich hat das überhaupt nicht funktioniert.

Leider hat mich auch der Cast nicht überzeugen können und das nicht nur von der schauspielerischen Leistung, sondern auch vom Aussehen. Meiner Meinung nach waren Gale, Peeta, Prim ziemliche Fehlgriffe, vom Auftreten und Aussehen und leider konnte mich auch Cinna (Lenny Kravitz – den ich normalerweise total gerne mag) nicht überzeugen.
Dafür war aber Jennifer Lawrence (Katniss) gut gewählt und sie hat auch den Ernst und den Willen von Katniss sehr gut wiedergegeben. Auch Haymitch (Woody Harrelson) wurde hervorragend getroffen und Harrelson hat einen fantastischen Job gemacht, diesem Charakter Leben einzuhauchen. Ebenso waren Effie und Präsident Snow sehr ähnlich zu dem, wie sie im Buch beschrieben wurden und ich war zufrieden mit ihrer Darstellung. Vor allem bei Präsident Snow (Donald Sutherland) hatte ich genauso wie im Buch diese gruseliges Kribbeln im Bauch, wenn er auf der Bildfläche erschien.

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Besonders gefallen hat mir aber die bildliche Umsetzung bei den Kostümen und auch bei der Umgebung. Zuerst die authentische, ärmliche Szenerie im Distrikt 12 und im Gegenzug dazu das farbenfrohe, überladene und dekadente Kapitol. Diese Gegensätze spiegelten auch die Lebenssituation gut wieder, die zeigt, dass die Menschen in den Distrikten um ihr tägliches Überleben kämpfen müssen, während die im Kapitol Lebenden nur so in ihrem Überfluss schwimmen. Das hat mir sogar am besten im ganzen Film gefallen, neben Katniss und Haymitch.

Soundtrack:
Ebenfalls enttäuschend, da ein richtiger Soundtrack sehr wenig vorhanden war und es kamen keine großen Gefühle durch die Musik auf, wie ich es in anderen Filmen zu schätzen weiß.

Fazit:
Ein durchschnittlicher Film, den man sich zwar ansehen kann, aber nicht unbedingt muss, da es bessere gibt. Wenn man zum Nachdenken angeregt werden möchte und gerne eine Dystopie hätte, sollte man auf alle Fälle den Film auslassen und zuerst das Buch lesen, da sonst viel Sinn, Gefühl und Stimmung verloren geht.

Rating:
3 of 5 points

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copyright: Lionsgate

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Diese Filmkritik ist für die ‚Book2Movie – Challenge‘ 2012 !

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