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[Gast-Rezension] Die 11 Gezeichneten – Das erste Buch der Sterne (Nadine)

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‚Die 11 Gezeichneten – Das erste Buch der Sterne‘

von

Rose Snow.

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Ohne Dunkelheit könntest du keine Sterne sehen … Entdecke die neue Trilogie von Bestsellerautorin Rose Snow mit der mitreißenden Geschichte von Stella und Cas

Seit jeher liebt Stella die Sterne – ohne zu ahnen, wie tief ihre Verbindung zu ihnen tatsächlich ist. Das erkennt sie erst, als sie mit ihrem Zwillingsbruder Cas an eine geheimnisvolle Universität gelangt, auf die schon ihre Eltern gegangen sind. Kurz nach der Ankunft begegnet Stella dort dem selbstbewussten Cedric, der nicht nur der heißeste Typ der Uni ist, sondern Stella auch viel zu schnell viel zu nahe kommt. Mit seiner unausstehlichen Art bringt er sie nicht nur aus dem Konzept, sondern sorgt auch für Ereignisse, die Stellas Zukunft tiefgreifend verändern…
(Source: rosesnow.de/das-erste-buch-der-sterne-ist-da/)

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Ich hatte die große Ehre dieses Buch als Testleser zu erhalten und ich kann euch sagen, ich hatte SO viel Lesespaß! Ich war wütend, gespannt und hab absolut mitgefiebert- genau das was ich mir bei einem, Buch erhoffe!

Ich möchte euch an dieser Stelle von der eigentlichen Story  nicht zu viel preisgeben, da die Spannung, die am Anfang der Geschichte so toll aufgebaut wurde, ansonsten einfach flöten geht.

Den Storyverlauf als solches fand ich richtig klasse und gut zu lesen, was nicht zuletzt auch an dem tollen Schreibstil des Autoren-Duos liegt  und deren  Fähigkeit Figuren einfach greifbar werden zu lassen, ohne sich dabei in zu vielen Beschreibungen zu verlieren.

Zu den Charakteren, auf die wir treffen, kann ich euch sagen, dass sie für mich absolut glaubwürdig waren und ich mich mit allen Figuren ganz wunderbar wohlgefühlt habe.

Cas und „Stellapropella“  haben es gleich in mein Herz geschafft mit ihrer unkomplizierten und tollen Art. Riesiges Lob an dieser Stelle für diese wirklich charmante Nicknamegebung, die sofort für Sympathie bei mir gesorgt hat , ebenso wie  die Dialoge der beiden, die mich nicht nur einmal zum Schmunzeln gebracht haben.

Zum Schmunzeln und Lächeln haben mich aber auch einige andere Nebencharas gebracht und das war wirklich klasse. Obwohl es nicht wenige Nebenfiguren gab, muss ich sagen, dass ich sie alle gut auseinanderhalten konnte und sie nicht blass geblieben oder neben den Hauptfiguren untergegangen sind. Es war dadurch leicht vorzustellen mitten im Geschehen zu sein.

Kurz möchte ich mich noch Cedric äußern… –> – O M G! ….Reicht euch das?! 😀

Dieser Junge hat echt Charisma! Ich steh total auf ihn!! Obwohl er so ‘n Arsch ist, finde ich ihn wahnsinnig interessant (und natürlich auch heiß).

Falls ihr noch mehr braucht, ACHTUNG SPOILER!

Okay, ernsthaft…ich war wirklich wahnsinnig skeptisch als ich nach kürzester Zeit bereits den ersten Kuss zwischen ihm und Stellapropella einfach so erlebt habe. Ich dachte „OOOKAY, das ging schnell…ohne viel Schnickschnack.“ Ich war zuerst fast etwas enttäuscht und hatte Sorge, ehrlich gesagt. Die Spannung, die man ja sonst so erwartet und der lange, fiebrige Weg eines Paares bis sie endlich zusammenfinden und der erste Kuss getauscht wird, ist etwas was ich total mag und brauche während einer Geschichte. Und das kam nun gleich am Anfang. Aber meine Güte, Cedric hat SO VIEL Potenzial, da war Fiebern während des weiteren Verlaufs der Story überhaupt kein Problem, schon mal geküsst hin oder her! 😀

SPOILER ENDE

Aber auch für alle, die nicht Team Cedric sein wollen, es gibt auch noch mehr zu entdecken, fühlen und mitfiebern. 😉

Eine kleine stilistische Eigennote, die mir bei den Büchern von Rose Snow aufgefallen ist: Man findet immer wieder kleine Details aus ihren anderen Buchreihen (Musikband, besondere Zahl, Auftauchen einer Figur…). Es ist nur eine Kleinigkeit, aber ich finde sie wahnsinnig charmant!

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Das Cover in dunkelblau sieht einfach nur toll aus und man freut sich darauf in diese Sternengeschichte einzutauchen.

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Eine tolle Geschichte für den Sommer (und sicherlich auch für jede andere Jahreszeit), in die ich mich leicht reingelesen habe und es war einfach den Alltag mit Cas, Stellapopella, Cedric & Co. zu verbringen. Das offene Ende der Trilogie lässt mich gespannt und ewartungsfreudig zurück!

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5 of 5 points – (I LOVED it – buy it!)

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(© Snow)

„Ich hüpf mal schnell unter die Dusche“, ließ ich meinen Bruder wissen.
„Schnell?“, wiederholte Cas spöttisch. „Das glaubst du doch selbst nicht.“
Drei Minuten später war ich zurück und kämmte meine noch feuchten Haare.
„Echter Rekord, Stella. Hast du überhaupt geduscht?“
„Siehst du meine nassen Haare?“, fragte ich.
„Vielleicht hast du die nur angespuckt.“
„Du bist eklig“, sagte ich und verzog das Gesicht.
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Cedrics dunkle Braue wanderte nach oben, während er mich vor sich liegen sah und ein spöttischer Zug seinen Mund umspielte. „Du stehst wohl auf Wasser“, meinte er und ließ seinen Blick über meinen Körper wandern. „Oder wolltest du nur von mir gerettet werden?“
Perplex öffnete ich den Mund, doch außer einem neuen Hustenanfall kam nichts heraus. Ich hätte zu gern etwas erwidert, ich hätte seiner Überheblichkeit zu gern etwas entgegengeschleudert. Auch wenn er körperlich vielleicht ungeheuer anziehend war, so war er doch ein Arsch.
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„Stella! Alles okay?“, rief mein Bruder und stürzte in dem Moment zu mir.
Cedric stand auf und strich sich mit einer lässigen Handbewegung seine nassen Haare aus dem Gesicht, während seine Augen meinen Bruder abfällig musterten. „Sie wird es überleben“, bemerkte er kühl. „Aber du solltest echt besser auf sie aufpassen.“

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Liebste Grüße

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Rose Snow :
New_Portfioliohighres2
Denn hinter den Pseudonymen Rose Snow und Anna Pfeffer stecken wir, Carmen und Ulli. Zusammen sind wir 72 Jahre alt, haben 2 Männer, 6 Kinder und einen Hund. Wir können ewig reden, lieben Pizza und Schokolade und lachen unheimlich gerne, vor allem über uns selbst.

Seit dem Sommer 2014  schreiben wir gefühlvolle Fantasy – außerdem ist im September 2016 unser erster Jugendroman bei cbj erschienen.

Kühn nachgerechnet sind wir schon seit unfassbaren 22 Jahren befreundet. Wir kennen uns aus unserer Schulzeit und schreiben trotz der Distanz Wien – Hamburg miteinander. Bedeutet: Unzählige Stunden via Skype, schallendes Gelächter und das Teilen tiefster Geheimnisse, auch wenn sie noch so peinlich sind.
(Source: rosesnow.de)

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[Gast-Rezension] Dark Wonderland – Herzkönig [Nadine]

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Dark Wonderland – Herzkönig‘
von A. G. Howard

Dark Wonderland #3

Das Buch hier kaufen

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Al hat den Angriff beim Abschlussball überlebt, doch ihre Liebsten wurden von Königin Rot entführt. Um sie zu retten, muss Al sich in einem finalen Kampf der Königin stellen, um den Krieg um Wunderland ein für alle Mal für sich zu entscheiden. Dafür muss sie ihre Besonderheit als Netherling endgültig die Oberhand gewinnen lassen – was sie ihre Liebe zu Jeb kosten könnte … Haben die beiden überhaupt eine Chance auf ein Happy End? Oder wird Al sich sowieso für Morpheus entscheiden? Wer wird letztendlich ihr Herzkönig?
(Source: Goodreads.com)

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Ich möchte mich selbst zitieren: „Ein wirklich gelungener […]“ Abschluss „einer Trilogie mit gut durchdachten, schräg – witzigen Handlungen und gut ausgereiften Figuren.“

Ich bin begeistert wie sich die Geschichte einfach immer weiter gefunden hat, die Figuren an Charaktertiefe gewonnen haben und wie alle Elemente am Ende zum großen Ganzen verschmolzen sind.

Mir hat besonders gefallen, dass die Story ihre Elemente behalten und ausgebaut hat und nicht einfach ein Teil verschütt‘ gegangen ist. Damit meine ich, dass bereits im ersten Teil die besondere Bindung zwischen Al und ihren Eltern bestanden hat und diese eine zentrale Rolle bzw. wohl eher die Grundlage für die Geschichte gelegt hat. Daher fand ich es prima, dass dieser Beziehung in jedem Buch auch ein Handlungsplot zugeteilt wurde und sie nicht, wie in vielen Büchern schon gesehen, einfach unter den Tisch gefallen ist, weil das Chaos und/oder Drama der Hauptfigur keinen Platz mehr dafür gelassen haben. Für diese gut durchdachte Storyline also einen sehr großen Pluspunkt.  Aber nicht nur die Bindung zwischen Alyssa und ihren Eltern wurde gut aufrechterhalten, nein,  auch das Beziehungsdreieck hat nicht nachgelassen sondern sogar, meines Erachtens nach, weiter an Fahrt aufgenommen – und ausnahmsweise hat es mich mal nicht gestört! Ich konnte nachvollziehen, warum Al sich nicht vollends auf Jeb einlassen und von Morpheus abwenden konnte. Im Gegenteil, es ist mir manchmal sogar schwer gefallen, noch an Jeb festzuhalten. Ich finde, das ist weitere tolle Kunst der Autorin gewesen – dass man sich gelegentlich genauso zerrissen und aufgewühlt gefühlt hat wie Alyssa.

Die Schauplätze, die wir dieses Mal besuchen dürfen, verlieren keinesfalls an ihrer grotesk charmanten Art und überhäufen den Leser andererseits aber auch nicht mit zu vielen Details. Die Gestaltung der Landschaften hat zum bunten Fantasieren angeregt und mich vollends in die Welt hinter dem Spiegel eintauchen lassen.

Kleines Manko: Ein bisschen unzufrieden bin ich allerdings mit dem Ende. Ich hätte mir die Verteilung der letzten Worte genau andersherum gewünscht…

ACHTUNG SPOILER!

Anstelle, dass Jeb nur noch so kurz abgehandelt und die Zukunft mit Morpheus doch ein wenig ausgeschmückt wurde, wäre es toll gewesen, wenn es genau andersherum beschrieben worden wäre. Warum? Weil es mir, wie oben erwähnt, zwischenzeitlich gar nicht klar war, warum Alyssa noch an Jeb festhält. Das Gefühl entstand gelegentlich, dass es eben nur noch der alte Teil von ihr war, der irgendwie an ihm festhielt. Die Idee dahinter mit ihren beiden Persönlichkeiten etc. war mir bewusst, aber so richtig mit Gefühl und Verstehen rübergekommen ist es  an der Stelle eben nicht. Ich konnte nur verstehen, warum sie Morpheus nicht abschwören konnte und ihn nicht nur als Freund gesehen hat. Das große Zufriedensein oder gar die Freude mit der Entscheidung, die sie getroffen hat, ist bei mir also untergegangen, weil ich das Gefühl hatte, Jeb war dann – so wie zwischendrin auch, eben nur eine Episode.

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Das deutsche und englische Cover zeigen  beide Jeb. Beide „Beititel“ „Ensnared“ und auch „Herzkönig“ – angelehnt an seine deutschsprachigen Vorgänger –  treffen den Inhalt des Buches ziemlich gut. Wer wird es am Ende schaffen Alyssa zu umgarnen und es an ihre Seite als Herzkönig schaffen?! Die farbliche Gestaltung in Rot ist ebenfalls passend, bedenkt man, dass es bei dem letzten Teil auch um das große Finale zwischen Königin Rot und Alyssa geht.

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Eine tolle Trilogie, die mit ihrer verqueren landschaftlichen Gestaltung, charmant- witzigen, aber auch tiefgehenden Figuren eine fantastisch geschriebene Story erzählt, die mit Abenteuer und Romantik besticht , ohne sich dabei in zu vielen Details zu verlieren. Ich war froh, dass ich Wunderland zusammen mit Alyssa, Jeb, Morpheus, Königin Rot und vielen anderen Charakteren besuchen konnte.

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4 of 5 points – (Great, Great, Great)

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(© Howard)

Morpheus ist genau so elegant und exzentrisch wie ich ihn in Erinnerung habe. Irgendwie hat dieser Ort seine Persönlichkeit nicht zu brechen vermocht. Ich bin so glücklich, dass ich ihn umarmen möchte, da bemerke ich das zornige Blinken der roten Juwelen in den Winkeln seiner Augenmarkierungen. Er klemmt sich den Gehstock unter den Arm und kniet sich mit herabhängenden Flügeln dicht vor mich hin. Zorn verhärtet seine ausnehmend schönen Züge. „Und da hatte ich gehofft, dass ich deine Visage nie wieder sehen würde.“
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„Sag mir die Einzelheiten deines Plans. Ich weiß nämlich, dass du einen haben musst.“ Sein Kinn zuckt. “ Es ist nicht direkt ein Plan. Es ist mehr eine Abmachung.“ „Die mich betrifft, ohne dass ich meine Zustimmung gegeben hätte.“ Ich verenge die Augen. „ Seltsam, wie oft das passiert.“

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Liebste Grüße

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#1: A.G. Howard – Dark Wonderland – Herzkönigin
#2: A.G. Howard – Dark Wonderland – Herzbube
#3: A.G. Howard – Dark Wonderland – Herzkönig

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https://d.gr-assets.com/authors/1325561918p5/5186274.jpgA. G. Howard:
A.G. Howard was inspired to write SPLINTERED while working at a school library. Her pastimes are reading, rollerbla
ding, gardening, and family vacations which often include impromptu side trips to 18th century graveyards or condemned schoolhouses to appease her overactive muse.

SPLINTERED & UNHINGED, books 1 & 2 of her urbanized /gothic Alice in Wonderland series, are now available from Amulet Books. Book 3, ENSNARED, launches 2015.
(Source: goodreads.com)

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an: 

© Random House

 

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[Gast-Rezension] – Plötzlich Prinz: Die Rache der Feen [Nadine]

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‚Plötzlich Prinz: Die Rache der Feen‘
von Julie Kagawa

Plötzlich Prinz #3

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Knapp dem Tode entronnen, muss Ethan Chase, der Bruder der Feenkönigin Meghan, feststellen, dass Nimmernie und die Welt der Menschen bedroht sind. Nachdem die Barrieren zwischen den beiden Welten durchlässiger geworden sind, gewinnt die Herrscherin der Vergessenen, beflügelt durch die Furcht der Menschen, zunehmend an Macht. An der Spitze ihrer Armee: Keirran, Ethans Neffe und Meghans abtrünniger Sohn! Die Vergessenen wollen die Herrschaft über ganz Nimmernie an sich reißen, und der Einzige, der sie jetzt noch stoppen kann, ist Ethan. Doch er muss dafür alles riskieren: das Vertrauen seiner Schwester, seine Liebe zu seiner Freundin Kenzie und sein Leben … (Source: randomhouse.de)

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Da sind wir nun also – angekommen im letzten Teil der Plötzlich-Fee-/ Plötzlich Prinz-Reihe und ich kann euch sagen, es war eine harte, anstrengende und aufregende Reise für alle Beteiligten.

Ethan hat den üblen Verrat durch Keirran überlebt und muss sich nun gemeinsam mit den Feenherrschern der Situation um den Kampf des Nimmernie stellen. Eine weitere Feenkönigin, der es Einhalt zu gebieten, eine Armee von Vergessenen, die es zu bezwingen gilt…Die Schauplätze, die Kagawa wieder aufleben lassen und auch neu erschaffen hat, waren wie immer fantastisch, aufregend und toll beschrieben. Es war ein bisschen wie Nach-Hause-kommen, als ich an alten Orten Meghan, Ash, Puck, Grim… ja selbst Titania und Mab wiederbegegnet bin. Aber auch die neuen Schauplätze haben mir sehr gefallen und ich frage mich immer wieder wie man so kreativ tolle Orte erschaffen kann! Das Nimmernie hat seinen Charme also auch dieses Mal keinesfalls verloren – ich kann euch sagen, ich werde die Feenwelt und seine Bewohner sehr vermissen.

Obwohl ich dem letzten Teil insofern entgegengefiebert habe, dass ich endlich wissen wollte, wie es denn nun letzten Endes ausgeht, war ich enttäuscht von einigen Charakteren.

Es ist mir schwer gefallen, Meghan so distanziert und nur nebenbei gesehen zu haben. Durch ihre Seitenrolle erschien sie mir fast etwas fremd. Es ist mir klar, dass es nicht ihre Geschichte war, um die es ging, aber dennoch hätte ich mir mehr Miteinander für Ethan und sie gewünscht.
Ganz besonders deshalb, weil ich finde, dass Ethan’s Entwicklung im Verlauf eher bedauerlich war. Von Teil I –III  konnte ich einfach nicht diesen, durchaus als sehr maskulin-attraktiv beschriebenen, jungen Schwertkämpfer mit dem immer noch kleinen, jammernden Kind, das er stellenweise war, in Einklang bringen. Da pfeffert er in der einen Minute noch sämtlichen Vergessenen seine Schwerter um die Ohren, um u.a. das gesamte Nimmernie zu retten (das er so hasst), und im nächsten Moment hat er (WIEDER) Trotzanwandlungen und ist immer noch sauer, dass überhaupt Feen in seinem Leben sind und, noch wichtiger, seine Schwester ihn verlassen hat wegen einer „blöden“ Fee (seine Gedanken, nicht meine). Und diese ganze Sache diskutiert er keinesfalls mit Meghan aus, sondern gibt (weiterhin) Ash die Schuld daran. Wo ist der Junge denn dann bitte gereift?! Mit Klar ist es einfacher auf den „emotional-Fremden“ sauer zu sein, aber wenigstens jetzt  hätte ich mir eher gewünscht, dass er diesen Reifegrad erreicht und es mit Meghan ausmacht, nicht (nur) mit Ash. Es wird besonders am Anfang dieses Buches eine dermaßen enge und innige Bindung zu seiner Schwester beschrieben, sodass ich einfach nicht verstehe, dass er den „Vertrauensbruch“ ihrerseits nicht auch mit ihr ausmacht, sondern abwälzt.
Was es mir weiterhin schwer gemacht hat, auch wenn ich jetzt vielleicht Rüge bekomme, waren seine gelegentlich doch recht derben „Ich hau jetzt drauf und bin der coole Kerl“-Sprüche im Vergleich zum totalen Softie (Stichwort Kenzie) und Jammertyp (siehe oben). Das waren mit etwas zu viele Gegensätze. Sicherlich ist es nicht einfach alle Emotioinen, die Ethan (sogar absolut verständlicherweise hat) unter einen Hut zu  bringen, aber für mich war es nicht in sich abgerundet geschrieben. Und nachdem mich also diese ganzen Dinge schon leicht auf die Palme gebracht haben, kam mir Razor mit seinem „böse Mieze“doch „einmal“ zu oft vor. Emotional hat es Kagawa also dieses Mal nicht geschafft mich mit ihren Figuren positiv zu berauschen und von deren Gefühlen mitreißen zu lassen.

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Das deutsche Cover ist wie im Stil der Vorgänger dieser Reihe gehalten. Man sieht immer noch die Verbindung zur „1.Generation“, aber es wurde auf die Schnörkel verzichtet, was meiner Meinung nach auch besser zum männlichen Protagonisten passt. Durch die Schlichtheit verliert es damit aber leider ein bisschen Glamour und ist weniger ein Eyecatcher.

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Der letzte Teil einer langen Reise und obwohl ich die Bewohner und Schauplätze des Nimmernie sehr vermissen werde, bin ich auch froh, dass dieser Teil der Geschichte zu Ende ist. Das große emotionale Feeling wie in der ersten Reihe ist leider ausgeblieben und obgleich die fantastische Welt mich gefangen hielt, konnten die (neuen) Charaktere nicht so fesseln. Es bleiben ein wehmütiges und ein erleichtertes Auge zurück. Ich hoffe, eines Tages nochmal ins Nimmernie eintauchen zu können, aber dann entweder von der  ersten Generation zu lesen oder aber ein detaillierteres „Crossover“ der beiden Generationen zu erleben.

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3 of 5 points – (I liked it)

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Liebste Grüße.

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#1: Kagawa, Julie – Plötzlich Prinz: Das Erbe der Feen
#2: Kagawa, Julie – Plötzlich Prinz: Das Schicksal der Feen
#3: Kagawa, Julie – Plötzlich Prinz: Die Rache der Feen

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Julie Kagawa:https://i0.wp.com/juliekagawa.com/wp-content/uploads/2014/09/JuliePic_650.jpg
She was born in Sacramento, California. To pay the rent, Julie worked in different bookstores over the years, but discovered the managers frowned upon her reading the books she was supposed to be shelving. Then she worked as a professional dogtrainer for several years, until her first book sold and she stopped training to write full-time.
Julie now lives in Louisville, Kentucky. She lives with her husband, two obnoxious cats, one Australian Shepherd who is too smart for his own good, and the latest addition, a hyper-active Papillon puppy.
(Source: juliekagawa.com)

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an:

© Random House

[Gast-Rezension] Herz aus Nacht und Scherben (Nadine)

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‚Herz aus Nacht und Scherben‘

von

Gesa Schwartz

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„Seine Augen waren wie eine Frage, deren Antwort sie ersehnte und zugleich fürchtete, und sie spürte instinktiv, dass ein einziger Schritt auf ihn zu sie ins Bodenlose führen würde … ein einziger Schritt, der alles ändern konnte, was sie zu sein glaubte.“
In Venedig gerät die siebzehnjährige Milou in die Welt der Scherben: das Reich der verlorenen Gedanken, der zerschlagenen Träume, der unvollendeten Geschichten und vergessenen Wünsche. Auf der Suche nach spurlos im Nebel verschwundenen Menschen verliebt sie sich in den mysteriösen Rabenwandler Nív, doch sie weiß: Seine Welt ist nicht für sie bestimmt. Und mit jedem Augenblick zieht das Reich der Scherben sein Netz enger …
(Source: lovelybooks.de)

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Puh, Leute..ich kann euch gar nicht sagen wie lange ich an diesem Buch gelesen habe.
Es lag nicht daran, dass es schlecht oder gar uninteressant war, aber ich konnte mich vom Schreibstil der Autorin einfach nicht fesseln lassen. Es war stellenweise, vor allem am Anfang, wirklich schwierig mich in die Geschichte einzufinden. Das lag wahrscheinlich daran, dass die Autorin die Geschichte, meines Erachtens, sehr malerisch, in sehr vielen und vor allem langen Nebensätzen, beschrieben hat.

Die Hauptfigur, Milou, gerade frisch in Venedig angekommen, schlendert – erinnerungsschwelgend, durch die Gassen, auf dem Weg zu ihrer Großmutter. Wir erfahren dabei, dass sie aktuell bei ihrem Onkel lebt, aber ihre Kindheit in Venedig mit ihren (verstorbenen) Eltern und bei ihrer Großmutter, sowie dem Buchladenbesitzer Frederico verbracht hat. Obgleich die Hauptfigur mit diesen Schilderungen und Erlebnissen aus ihrer Vergangenheit dem Leser näher gebracht werden soll, ist es mir recht schwer gefallen sie gleich richtig liebzugewinnen. In den Beschreibungen sind einfach so viele, wirklich lange Nebensätze, dass bei mir vieles einfach untergegangen ist. Oft habe ich den Anfang des Satzes vergessen oder aber durch Beschreibungen dieser Art einfach vieles überlesen, weil es zu langatmig und leider uninteressant wurde. Ich habe versucht es damit ein Einklang zu bringen, dass Milou selbst eine sehr träumerische Person ist und es so verständlich ist, dass auch die Ausführungen entsprechend detailreich und farbig, beschrieben werden, aber insgesamt ist mir dadurch der fesselnde Lesecharakter abhanden gekommen.

Der Plot der Geschichte ist eigentlich ein recht interessanter und verspricht viel Abenteuer. Denn in Venedig kommt des Nachts ein undurchdringlicher Neben auf und es verschwinden spurlos Kinder, an die sich auch am nächsten Tag keiner mehr zu erinnern scheint – außer Milou. Sie selbst ist einige Male in den Nebel geraten, in dem sie schattige und grausige Gestalten gesehen hat und denen sie nur knapp mit Hilfe eines Unbekannten entkommen konnte…

An Spannung sollte es hier also nicht scheitern, aber bis die Geschichte weiter an Fahrt aufnimmt, kamen wieder viele Beschreibungen und so zog es sich etwas bis die Handlung voran ging.

Fesselnder wurde die Geschichte für mich als der Unbekannte aus dem Nebel, Niv, Milou wieder einmal rettet und ihr von der Scherbenwelt berichtet. Eine Welt, die parallel zu der unseren existiert, geschaffen aus menschlichen Träumen und Ideen, die einst den Menschen auch bekannt war und die sie besuchten, bis sie sie irgendwann vergessen haben. Es gibt nur noch wenige Menschen, die die Gabe besitzen zwischen beiden Welten zu wandeln, so wie Milou. Niv erklärt ihr außerdem was es mit dem Nebel und den Gestalten darin auf sich hat (ich möchte hier nicht zu viel verraten) und so macht sich Milou als „Wanderin“ auf in die Scherbenwelt, um Dinge dort zu richten und den allseits bekannten Palla D’hey zu suchen, der verschwunden ist, aber der Einzige zu sein scheint, der ihr helfen kann.

Die Schauplätze der Scherbenwelt werden bei Milou‘s Suche ebenfalls sehr detailiert und häufig vergleichend zum Venedig unserer Welt beschrieben – was mich, leider, manchmal echt genervt hat, weil es meinen Lesefluss gestört hat. Weiterhin hat mich diese Welt gelegentlich an das etwas verdrehte, gute alte Wunderland erinnert und genauso war auch der Schreibstil in diesen Passagen. Trotzallem war die Scherbenwelt eine interessante Schaukulisse!

Was mir in der ganzen Geschichte jedoch gefehlt hat waren tatsächlich Dialoge! Man erfährt so viel über Nebensätze und in unendlichen Beschreibungen, dass das, was (mir) Figuren wirklich nah bringt, Gedanken und Gespräche, einfach selten zu finden waren.

Obgleich mit der Großmutter und Frederico wunderbare, herzensgute und liebe Figuren erschaffen werden sollten, sind sie mir zu passiv geblieben. Wenn man immer nur etwas über eine Person erfährt, indem eine andere etwas in Erinnerungen über sie berichtet und diese Erinnerung dann noch mit so vielen Details geschmückt ist, dann ist es mir einfach zu weit weg.

Dementsprechend ist mir auch die Beziehung, die sich zwischen Milou und Niv entwickelt etwas schwer gefallen zu verstehen und das charmante Hoffen, was man als Leser hat, hat sich nur schwer eingestellt. Außerdem waren mir die Hindernisse, die die Autorin geschaffen hat, manchmal etwas zu gekünstelt gesetzt, sodass  es Niv, gelegentlich, nicht authentisch wirken ließ. Schade, denn er hätte dunkel und geheimnisvoll wie er ist, sicher sehr viel Potenzial gehabt.

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Das Cover ist einfach wunderschön und passt prima zum Titel! Auch wenn ich mir Milou etwas anders vorgestellt habe, finde ich die Schatten und die grau-schwarze Farbgebung sehr gut getroffen.

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Ein Buch mit einer wirklich interessanten Geschichte, die sich für mich allerdings in zu vielen malerischen Details, durch viele und lange Nebensätze, verliert. Die Handlung wird damit unnötig in die Länge gezogen, obwohl so viele Ideen da sind, dass sie es nicht gebraucht hätte. Die Figuren erscheinen durch wenige Dialoge und den vielen Beschreibungen eher distanziert, weshalb ich leider nicht so richtig mit ihnen warm geworden bin. Ich denke, dass dieser farbige Schreibstil, leider, einfach nicht mein Ding ist und diese wirklich sehr subjektive (schlechte) Bewertung nur mir als Kunstbanausin nachzusehen ist.

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1,5 of 5 points – (not my taste)

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Vielen Dank für diese Gastrezension von:

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Gesa Schwartz wurde 1980 in Stade geboren. Sie hat Deutsche Philologie, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache studiert. Nach ihrem Abschluss begab sie sich auf eine einjährige Reise durch Europa auf den Spuren der alten Geschichtenerzähler. Für ihr Debüt „Grim. Das Siegel des Feuers“ erhielt sie 2011 den Deutschen Phantastik Preis in der Sparte Bestes deutschsprachiges Romandebüt. Zurzeit lebt sie in der Nähe von Hamburg in einem Zirkuswagen. (Source: randomhouse.de)

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplares an:

© Random House

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[Gast-Rezension] Für Dich Soll’s Tausend Tode Regnen (Nadine)

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‚Für Dich Soll’s Tausend Tode Regnen‘
von
Anna Pfeffer

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Wer Emi auf die Nerven geht, dem verpasst sie in Gedanken eine Todesart. Und seit dem Umzug weiß sie nicht, wer mehr nervt: die Neue ihres Vaters, die sich ernsthaft in der Mutterrolle sieht, ihr Strahlemann von Bruder, der das auch noch gut findet (stirbt bestimmt mal, weil er auf seiner Schleimspur ausrutscht), oder Erik, Alphatier an ihrer neuen Schule, der einen auf cool macht und sie ständig provoziert (stirbt garantiert an einem Hirntumor wegen übermäßigen Handykonsums). Als sie sich in Chemie mit Alpha-Erik anlegt, kracht es wortwörtlich zwischen den beiden. Die Strafe dafür sind acht Samstage Graffiti schrubben. Mit Erik! Kann das Leben noch beschissener sein? Um aus der Nummer rauszukommen, schlägt Emi einen Wettstreit vor. Doch Erik ist nicht kleinzukriegen. Emi wünscht ihm tausend Tode an den Hals, bis sie merkt, dass es gar nicht so nervig ist, Zeit mit Erik zu verbringen…  (Source: randomhouse.de)

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Das Cover hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht und nachdem ich den Rückentext gelesen hatte, war klar, dass ich es lesen muss!

Emi ist eine spannende, facettenreiche, manchmal etwas zu Teenie-artige Jugendliche mit einem sehr skurrilen Geschmack. Es war trotzdem einfach sie gernzuhaben und sich in ihre Lage zu versetzen. Zugegeben, ab und an habe ich schon die Augen verdreht, weil es doch etwas zu dramatisch-kindisch war, besonders gegenüber der neuen Freundin des Vaters, aber so ist das eben wenn man mitten in der Pubertät steckt und gerade aus seinem alten Leben gerissen wird, hab ich mir gedacht. Außerdem muss man auch etwas dramatisch sein um wirklich alles und jedem, der gerade nervt, eklig oder gemein ist einen Tod zu verpassen. 😉 Genau diese Kleinigkeit macht das Buch wirklich zu etwas Besonderem. Neben Emi mochte ich aber auch ihren Bruder Oliver ganz gern (auch wenn sie selbst das wahrscheinlich jetzt nicht hören wollen würde), denn er erinnert mich in seiner Art ganz stark an einen guten Freund, der in dem Alter ziemlich genauso war – ein typischer, junger Kerl, der ohne seine Jungs, Abenteuer und Partys einfach nicht kann. Für mich wirkte die erschaffene Familienkonstellation jedenfalls sehr authentisch.

Da wir einmal in der männlichen Fraktion sind, kommen wir nun zu Erik. Was soll ich sagen?! Er ist der klassische Fall von verwegenem Bad-Boy, der am Ende aber weniger Bad ist als man denkt. Insgesamt hätte ich mir noch ein bisschen mehr von ihm und Emi gewünscht, da die Entwicklung ihrer Geschichte doch recht schnell auf einmal von statten geht und ich mich kurz gewundert habe, warum sie denn nun plötzlich überhaupt miteinander reden!?

Aber ich möchte hier nicht die ganze Story vorweg nehmen, denn ich finde ihr solltet Emi, Erik & Co. begleiten und ihre Alltagssituationen miterleben.

Und das Ende…tja..das war dann etwas dramatisch und überzogen, wie ich finde. Klar macht man als Jugendlicher leichtsinnige Sachen, aber wie die Situation dann gelöst wurde…ich weiß nicht so recht (Ich rede hier von der Labyrinth-Szene). Das war mir etwas zu viel. Aber das kann ja jeder halten wie er will.

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Für mich war das Buch ein absoluter Cover-Kauf. Irgendwie hat es auf seine bunt-schwarz-verdrehte Art meine Aufmerksamkeit erregt. Mit den farbigen Elementen und weißen Symbolen ist das Thema des Jugendbuchs völlig getroffen.

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Ein tolles Buch für Zwischendurch, das meinen Tag auf skurrile Art verbessert und mich zum Lächeln gebracht hat. Die Geschichte von Emi ist wirklich lesenswert und zeigt auf charmante Art wie schwer es sein kann ein Teenager zu sein.

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3,5 of 5 points – (I really liked it)

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(© Pfeffer)

„Denn ich hatte nicht vor, dem Kaugummitypen noch länger dabei zuzusehen, wie er seiner widerwärtigen Leidenschaft nachging und dabei unter halb geschlossenen Lidern gegen das Einschlafen ankämpfte. (Er würde sich weder an einem Kaugummi verschlucken noch an Lungenkrebs sterben, nein, er würde einmal mit halbgeschlossenen Lidern in der Badewanne liegen und den Kampf verlieren.)“

„≫ Habe gar nicht gesehen, dass du reserviert hast. Wo ist dein Badetuch? ≪
„≫ Sowas brauch ich nicht. Der Platz hinten rechts ist mein Platz ≪, erwiederte er mit stoischer Gelassenheit du einer Sicherheit, die erkennen ließ, dass die Leute normalerweise aus deine Worte reagierten (spätetstens beim Streit um einen Parkplatz vorm Einkaufszentrum würde der Typ ums Leben kommen).

[…](Es wäre kein einfacher Parkplatzstreit, er würde einer Mutter mit Kind den Parkplatz wegnehmen, sich vor der wütenden Meute im Einkaufszentrum verstecken und dann von einem schweren Lebensmittelregal erschlagen werden.)“

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Liebste Grüße

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Anna Pfeffer :New_Portfioliohighres2
Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmit, die beiden Autorinnen hinter dem Pseudonym Anna Pfeffer, sind seit ihrer gemeinsamen Schulzeit in Wien befreundet. Schon damals entwarfen sie Geschichten, die aus Lehrern paranoide Agenten und aus Mitschülern tragische Helden machten. Heute leben sie in Hamburg und Wien, sind zusammen 71 Jahre alt, haben zwei Männer, sechs Kinder und einen Hund und schreiben noch immer zusammen. „Für dich soll’s tausend Tode regnen“ ist ihr erster Jugendroman.
(Source: randomhouse.de)

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an:

© Random House

[Gast-Rezension] Die Farbe des Blutes: Gläsernes Schwert (Nadine)

(German Cover)

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(English Cover)

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Gläsernes Schwert‘ von
Victoria Aveyard

Red Queen #2 

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In letzter Sekunde wurden Mare und Prinz Cal von der Scharlachroten Garde aus der Todesarena gerettet. Die Rebellen hoffen, mit Hilfe der beiden den Kampf gegen die Silber-Herrschaft zu gewinnen. Doch Mare hat eigene Pläne. Gemeinsam mit Cal will sie diejenigen aufspüren, die sind wie sie: Rote mit besonderen Silber-Fähigkeiten. Denn auch der neue König der Silbernen, ihr einstiger Verlobter, hat es auf diese Menschen abgesehen. Aber schnell wird klar, dass er eigentlich nur eins will – und zwar um jeden Preis: Mare. (Source: Carlsen.de)

 

Das zweite Buch setzt direkt nach dem Ende des ersten Teils an und entführt uns in die Unterkunft der roten Garde und wir bekommen es im weiteren Verlauf mit der Welt der Rebellion zu tun.

Dieses Buch ist deutlich düsterer und auch teilweise recht gewaltätig als noch der erste Band. Aber auch die Hauptfiguren, vor allem Mare, zeigen sich dunkler als zuvor.

Mare war dadurch teilweise sehr anstrengend. Das charmante, kratzbürstige Mädchen hat sich in, für mich, eine Zicke verwandelt und ging mir mit ihrem „ Da zeigt sich wieder Mereena“ oder „Das bin ich – die Blitzwerferin“ etwas auf die Nerven. Ich  verstehe, dass sie sich sehr allein fühlt und niemandem vertrauen kann, aber deswegen muss man ja keine – gefühlt – gespaltene Persönlichkeit werden. Außerdem fand ich es schade, dass selbst die Wiedervereinigung mit ihrer Familie gleich am Anfang recht kurz und knapp gehalten wurde und Mare scheinbar wenig, nachhaltig, affektiert hat. Ich hatte Schwierigkeiten mich damit abzufinden, dass sie sich nun so wenig um ihre Familie sorgt und das Band recht brüchig erschien. Klar, sie hing nie am Rockzipfel von irgendwem, aber die sorgende Tochter/Schwester und auch Freundin, die sie immer war, habe ich hier wirklich vermisst.

Auch für ihr Verhalten bzw. ihre Gedanken gegenüber Cal hätte ich mir etwas anderes gewünscht. Ich verstehe völlig, dass sie nach dem schweren Verrat durch Maven, Angst hat jemandem zu vetrauen. Jedoch muss sie deswegen ja nicht eine egoistische Göre werden, die sich das nimmt, was sie braucht. Und genau diesen Eindruck hatte ich. Mir hat dieses tiefe Verlangen, das sie im ersten Buch, für Cal hatte, in ihren Gedanken gefehlt. Warum er derjenige ist bei dem sie Schutz sucht und warum sie ihn nicht loslassen kann. Da hoffe ich auf etwas mehr (gedanklichen) Ausbau im nächsten Band! Und Cal – tja, der arme, gute Cal. Er tat mir in diesem Buch richtig leid, auch wenn er es gar nicht darauf angelegt hat. Er war einfach klasse. Er hat sich nicht wie ein riesiger Trauerkloß oder ein arroganter, widerspenstiger Mistkerl verhalten sondern Größe und wahren Kampfgeist gezeigt, und sich nicht in seiner Misere nicht verloren. Das fand ich prima. Auch weil wir hier nochmal mehr von seiner Persönlichkeut erfahren haben. Und die hat mir sehr gut gefallen!

Gar nicht so anders sieht es da bei seinem Bruder aus – Maven. Obgleich er unser Bösewicht und Schurke ist muss ich sagen, dass ich mich für seine Rolle begeistern konnte. Die wirkte tatsächlich authentisch und hat in diesem Buch eine noch weitaus dunklere Seite in IHM zum Vorschein gebracht als man hätte erahnen können. So dachte ich am Ende des ersten Bands noch, dass es eher Elara ist, die der richtig fiese Gegner wird, aber ich kann euch sagen, Maven steht ihr in nichts nach! Tja, so täuscht man sich.

Aber zu den altbekannten Figuren tauchen auch viele neue Gesichter auf, die die Geschichte zum Leben erwecken. Denn wie gesagt, Mare sucht nach weiteren Roten mit Silber-Fähigkeiten und davon habe ich den ein oder anderen auch in mein Herz geschlossen.

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Der Umschlag ist wieder mit zweierlei Oberflächen versehen und dieses Mal in blau gehalten, was dem Buch einen deutlich kühleren Anstrich verpasst – finde ich passend. Den Anteil „gläsern“ im Titel kann ich nicht so recht zuordnen und mir fehlt noch etwas der Bezug. Trotzdem wieder ein echter Blickfang im Bücherregal.

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Ein zweiter Teil, der die Handlung gut voran gebracht hat und dabei aber deutlich düsterer ist als der Teil davor. Auch wenn Mare es im nächsten Teil sicher schwerer haben wird als je zuvor, hoffe ich, dass sie am Ende wieder ein bisschen mehr zu sich zurückfindet. Auch wenn mich das Buch nicht so fesseln konnte wie der erste Band und deutlich schlechter war, freue ich mich auf den nächsten Teil – nicht zu letzt weil der 2. Teil wirklich vielverprechend endet!

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3,5 of 5 points – (I really liked it)


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(© Aveyard)

Überall in diesen zerstörten Räumen und dunklen Gewölben könnten Silberne stecken, die darauf lauern, der Scharlachroten Garde ein Ende zu bereiten. Maven könnte mich zwingen, dabei zuzusehen, wie er einen rebellem nach dem anderen nierderstreckt. Mir würd eer den Luxus einen saueberen, schnellen Todes nicht gönnen. Oder schlimmer noch, denke ich. Er würde mich überhaupt nicht sterben lassen.
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››Wir treffen uns dort drüben wieder ‹‹, sagt Cal. [..] Ein perfektes Versteck, doch ich schüttele mit einem leisen Zischen den Kopf. ›› Wir bleiben zusammen.‹‹
›› Du willst also einfach da reinspazieren, mit dir und mir an der Spitze? Warum jage ich dann nicht gleich den ganzen Sicherheitsposten in die Luft und du grillst alle Wachen, die dir über den Weg laufen? ‹‹

 

.Liebste Grüße


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#1   : Aveyard – Die Farben des Blutes – die rote Königin
#2   : Aveyard – Die Farben des Blutes – Gläsernes Schwert (Glass Sword – Red Queen 2)
#3   : Aveyard – King’s Cage (Red Quen 3)
#0.1: Aveyard – Queen Song (Red Queen 0.1)
#0.2: Aveyard – Steel Scars (Red Quen 0.2)

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(Bildquelle: Goodreads.com)

Aveyard Victoria:
Victoria Aveyard wuchs im Osten der USA auf, in einer Kleinstadt in Massachusetts.
Von dort zog sie an die Westküste, um in Los Angeles an der University of Southern California Drehbuchschreiben zu studieren. Sie hat ein Faible für Geschichte, für Explosionen und für taffe Heldinnen – und schreibt am liebsten Bücher, in denen sie alles drei kombinieren kann. Außerdem liebt sie Road Trips, Filmegucken in Endlosschleife und das große Rätselraten, wie es bei der Serie „A Game of Thrones – Das Lied von Eis und Feuer“ weitergeht.
(Quelle: Carlsen.de)

Visit her Website »»

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an:

© Carlsen

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[Gast-Rezension] Federleicht: Wie der Klang der Stille (Nadine)

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‚Federleicht: Wie der Klang der Stille‘

von

Marah Woolf

FederleichtSaga #3

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Ich hatte mir verboten an ihn zu denken. Mal sehen, wie lange ich dieses Mal durch hielt. Eine Sekunde, zwei, drei … Ich könnte wetten, dass Cassian mir keine Träne nachweinte.“
Eliza ist fest entschlossen, ein ganz normales Leben zu führen und die Elfen zu vergessen. Aber dann kehrt ihr Vater unverhofft und mitten in der Nacht von einer Ausgrabung zurück. Eine geheimnisvolle Schatulle führt sie beide auf die Isle of Skye in das verborgene Dorf der dunklen Magier. Ehe sie sich versieht, wird sie in ein neues, gefährliches Abenteuer verwickelt. Plötzlich ist es Eliza, die des Beistandes der Elfen bedarf. Wird Cassian rechtzeitig zur Stelle sein und ihr helfen? Dritter Teil der erfolgreichen ElfenSaga um Eliza und Cassian. Tauche ein in neue faszinierende Abenteuer. (Source: Amazon.de)

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Auch wenn ich Freitag, den 13. nicht sonderlich mag, so habe ich diesem doch mit einiger Vorfreude entgegen gefiebert. Endlich sollte die Geschichte um Eliza und Cassian weitergehen – HURRA!
Und obgleich der Schreibstil von Frau Woolf wie immer überzeugt hat und ich hier und da gelacht und geschmunzelt habe, ist leider eine Enttäuschung zurückgeblieben.

Denn obwohl wir viel von Eliza hatten, ließ der gute Cassian doch stark auf sich warten. (Da habe ich mit Eliza absolut mitgelitten!) Aber es war nicht nur das Fehlen von dem arroganten Elfen, das mich gestört hat:
Das Buch zog sich meines Erachtens dieses Mal ganz schön hin, weil es mir zum Teil um zu viel Alltagsgeplänkel zwischendrin ging. Und auch das Rätsel um den Tod des Professors lief immer wieder über die Seiten, ohne dass es zunächst vorwärts ging. Richtig spannend wurde es, kurzzeitig, als ein neues Artefakt aufgetaucht ist und man als Leser unbedingt mehr darüber erfahren wollte. Das hielt sich bei mir aber leider auch nur für ein paar Seiten und danach zog es sich wieder und konnte mich nicht mehr so mitreißen.

Ich finde es einerseits klasse, dass die Autorin die Nebenfiguren wie Sky und Frazer und auch einige neu eingeführte Figuren nicht farblos zurücklasst, aber mir war es im Gesamtverhältnis zur eigentlichen Geschichte, und die hat mich nun mal mit Eliza und Cassian gefesselt, unausgeglichen. Auch diverse Szenen, die unser “Liebespaar” dann hatte, waren mir dann doch schon etwas, hm,…zu sehr gestellt?! Schwer zu erklären, ohne hier jetzt zu viel zu spoilern. Aber so kurz wie das alles war, hat es mir nicht passend erschienen. Zudem hätte ich mir mehr Progress gewünscht, sowohl in Elizas Entwicklung als auch in der Beziehung der beiden. Das alles trampelt gerade gewaltig auf der Stelle, finde ich. Schade daher.

Weiterhin sind mir auch einige Handlungen unlogisch aufgestoßen.

Achtung SPOILER:

Da steht allen voran der Besuch im Kerker als Eliza unbedingt dort hin möchte. Es erscheint einigermaßen sinnvoll, dass sie sich überzeugen möchte, dass es ihrem Dad gut geht. (Jeder logisch Denkende denkt sich “ Wer weiß denn aber, ob das in 30 min immer noch so ist..Willst du jetzt regelmäßig nachgucken?!”, aber ok, sie war emotional – durchaus berechtigt – nicht ganz zurechnungsfähig.) Von einem “ Ich will nur mal wissen, wie es ihm geht.”, ging es dann schon zu dem “Ich befreie dich” über. Aeeehm? Wie denn bitte? Wie sollte er da raus kommen? Und selbst wenn das gepasst hat, der Rücktransportzauber galt ja lediglich für sie? Das machte irgendwie absolut null Sinn für mich und hat auch, so wie es geschrieben war, nicht gepasst. Da war die Autorin vielleicht 2-3 Gedankensprünge schneller? Oder ich einfach für Eliza zu langsam?! Außerdem hat Eliza anfaenglich noch “nackte Zehen”, später aber “schmatzen ihre Schuhe” auf dem Boden. Hmm….?!- Aber diese Anmerkung nur am Rande.

Auch das ewige Trara um das Öffnen der Schatulle hat mich dann, als sie endlich offen war, etwas perplex zurückgelassen. Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Klar, ist es spektakulär, dass aus dem Nichts ein Dorf erscheint, aber dass es erschienen ist, lag ja nicht direkt am Öffnen, sondern an der Sigille. Also fraglich was am Öffnen (durch Eliza) so dramatisch war (Erinnerung: Böses sickert ja einfach weiterhin hindurch, selbst bei (wieder)geschlossener Schatulle)? Vielleicht habe ich aber auch irgendwas nicht mitgeschnitten?

Ein letztes noch: Obwohl die Flöte ja in diesem Buch die Aureole der Aufmerksamkeit ist, ist diese leider ziemlich untergegangen. Sie war zwar an diversen Stellen vorkommend und auch wichtig, aber ihr Einsatz ist nach meinem Geschmack etwas zu kurz gekommen, weil alle zu viel mit der Schatulle zu Gange waren. Schade. 😦

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Dieses Mal in grün gehalten und ähnlich seinen Vorgängern. Ich finde es, wie immer, schön, dass die „Hauptauereole“ im Vordergrund steht, aber auch die anderen im Hintergrund etwas blasser zu sehen sind. Der Schmetterling, wie immer passend. 🙂

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Ein dritter Teil, der für mich, eher eine Art Zwischenteil gebildet hat, da er nicht viel vorangebracht, aber einige neue Dinge und Wendungen eingebracht hat, die mich auf den nächsten Teil trotzdem in freudiger Erwartung zurücklassen. Ich vermute, dass Avallach u.a. Schauplatz der Geschichte wird (sah zumindest ein wenig danach aus ;)) und hoffe/wünsche mir, dass nicht wieder zu Gunsten der anderen Figuren Eliza und Cassian (miteinander) untergehen. Ich glaube, das kann bei so einer Schule mit vielen magischen Wesen mal schnell passieren. Und auch Eliza startet ja jetzt einen neuen Lebensabschnitt. Ziemlich viel Neues und Potenzial… Also bitte bitte, liebe Frau Woolf, wenn sich vor allem der liebe Cassian (ich denke, an Eliza liegt es nicht) wieder etwas mehr einbringen würde, wären wir alle (oder vielleicht auch nur ich?!) dankbar. Vielleicht können Sie ihn ja davon überzeugen. 🙂

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(I Liked it)

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(© Woolf)

„Solche Angst hatte ich nicht mal vor dem Mantikor gehabt. Allerdings war da auch Cassian an meiner Seite gewesen. Wo war er jetzt? Er hatte doch gewusst, in welchen Schwierigkeiten ich steckte. Warum ließ er mich im Stich? Warum kam nicht irgendwer um mich zu retten? Quirin, Raven? Selbst Larimar wäre mir recht gewesen. Gerade war ich nicht sonderlich wählerisch. […]Ob es half, wenn ich mich von oben bis unten mit Salz einrieb? Mum machte das auch öfter mit so einem komischen Spezialsalz aus dem Toten Meer. Es sollte gut für die Haut sein. Wieso fiel mir das jetzt ein, dachte ich panisch und nahm zwei Fingerspitzen Salz in die Hand.”

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Liebste Grüße


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#1:     Marah Woolf – Federleicht. Wie fallender Schnee
#2:     Marah Woolf – Federleicht. Wie das Wispern der Zeit
#3:     Marah Woolf – Federleicht. Wie der Klang der Stille
#4:     Marah Woolf – Federleicht. Wie Schatten im Licht

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Marah Woolf:Marah Woolf
Marah is wife, mum of three children and a writer. She studied history and politics and realised a great dream in 2011 with the publication of her first book. Her work on the SilverMoonSaga was completed at the end of 2012. The first volume, SilverMoonLight, was an award winner. The international rights for the first part of the saga have been acquired by the renowned publisher Michel Lafon. All three volumes of the SilverMoonSaga will be available in English translation by spring 2015.

Besuche ihre Website: »»

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[Gast-Rezension] Für immer Hollyhill (Nadine)

(Bildquelle: goodreads.com)

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‚Für immer Hollyhill‘

von

Alexandra Pilz

Hollyhill #3

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Zwei Mal schon hat Emily mit dem englischen Dorf Hollyhill Abenteuer in anderen Zeiten erlebt. Doch jetzt ist sie schweren Herzens nach Hause zurückgekehrt, wild entschlossen, ihre große Liebe Matt zu vergessen und einfach ein ganz normales Leben zu führen. Ein Leben mit ihrer Oma und ihrer besten Freundin Fee. Aber wo steckt die eigentlich? Sie wird doch nicht …? Doch, Fee ist kurzerhand in den Flieger gestiegen und hat Hollyhill gefunden. Und noch während sich Fee in den umwerfend charmanten Cullum verguckt, reist der Ort in die wilden Zwanzigerjahre. Emily muss hinterher! Denn dort lauert große Gefahr: Matt ist dabei, eine riesige Dummheit zu begehen. Nicht nur sein Schicksal, sondern das von ganz Hollyhill steht auf dem Spiel. Kann Emily das Dorf und den Jungen retten, den sie über alles liebt?  (Source: Goodreads.com)

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Lange, lange, lange habe ich auf den dritten und letzten Teil der Hollyhill-Reihe gewartet, weil ich es kaum erwarten konnte, was Emily und das Zeitreisedorf dieses Mal erwartet.

Der wie gewohnt charmante, witzige und flüssige Schreibstil von Alexandra Pilz hat mir auch hier wieder viel Freude bereitet, leider konnte mich aber die Story dieses Mal nicht durchweg überzeugen. Es war immer ein Auf und Ab – ich wollte schon wissen was passiert, aber so ganz dabei war ich eben nicht und manchmal fühlte ich mich auch etwas frustriert. Ihr werdet dieses Hin-un Hergerissen-Sein wahrscheinlich auch in der Rezi bemerken…

Das Buch beginnt kurz nach dem Ende des zweiten Bands; zur Erinnerung: Emily hat Hollyhill UND MATT! verlassen und sich dazu entschieden bei ihrer Großmutter in München zu bleiben und dort ein normales Leben zu leben.

Seit ihrer Rückkehr jedoch wird sie von schrecklichen Alpträumen geplagt, zudem hinterfragt sie auch immer wieder, ob sie wohl die richtige Entscheidung getroffen hat. Leider kann sie darüber auch nicht mit ihrer besten Freundin sprechen, da diese scheinbar verschwunden ist. (Anm: Fae taucht am Ende des zweiten Bands ja in Hollyhill auf!). Als dann auch noch ganz unvermittelt Joe und Silly auf der Türmatte stehen, scheint ihr Chaos perfekt. Sie erfährt von den beiden, dass Fae in Hollyhill ist – und zwar in den 1920-ern! Kurzerhand entschließt sich Emily nach Hollyhill zurückzukehren und Fae zurückzuholen…

Bis hierhin war das für mich alles ein ziemlich guter Start, der mich sofort hat mitfiebern lassen. Allerdings kam  die Enttäuschung recht schnell.

Wie bereits am Ende von Teil 2 „angekündigt“, war es klar, dass es in diesem Teil wahrscheinlich auch um Fae gehen wird. Allerdings hatte ich nicht erwartet, dass sie so in den Vordergrund rückt! Auch Fae war eine witzige und liebenswürdige Figur für mich, aber ich habe mich etwas verloren gefühlt zwischen ihr und Emily und allem Hin und Her. Das lag sicherlich daran, dass man bei Fae’s Geschichte relativ schnell reingeworfen und vor vollendete Tatsachen gestellt wurde und die Entwicklung nicht so recht mitbekommen hat und weil der Anfang des Buches eher auf eine Emily-&-Matt-Geschichte hoffen ließ – die mir in diesem Teil übrigens wirklich gefehlt hat (ich hatte mich SO darauf gefreut!!!)  und als sie endlich kam, war sie irgendwie zu plump! Es war aber nicht nur die Abwesenheit von Emily-&-Matt, die mich gestört hat, generell hätte ich mir mehr Miteinander der anderen Figuren (Joe, Silly, Josh, Adam, Eve etc.) gewünscht. Für mich war es hier einfach zu weit an der Oberfläche gekratzt. Hingegen gab es mir auf der anderen Seite zu viel Fae und Geschnulz. Auch hat mich ihre Geschichte nicht fesseln können, sondern war eher so ein „Achja, hm,…ok…“. Vielleicht wäre es besser gewesen einen ganzen Band mehr oder minder Fae in Hollyhill allein zu widmen um ihre Geschichte und Entwicklung besser an den Leser zu bringen, oder eben Fae mehr in den Hintergrund zu rücken. Schade, da hätte ich mir ein bisschen mehr (oder weniger) gewünscht, vor allem, da es der letzte Band ist.

Wie ich oben schon erwähnt habe, hat mich auch der Plot nicht besonders überzeugt.

Es war interessant und merkwürdig was mit dem Dorf passiert, dass es verrückt spielt und eigenartige Sachen geschehen,  und klar wollte ich wissen was da los ist, aber insgesamt hat mir dann doch irgendwie Handlung gefehlt, da sie von den ganzen Emotionen der Mädels (Fae & Emily) überschattet wurde und am Ende auch immer noch Sachen offen gelassen haben.

Der Schauplatz bleibt in diesem Buch fast ausschließlich in Hollyhill, was einerseits sehr schön ist, andererseits fehlte mir so aber auch etwas vom Flair der 20er, den ich immer nur bekommen habe, wenn es um das Holyhome ging.

Die Sichtweisen in diesem Buch wechseln zwischen Emily und Fae und es gibt sogar 1 Kapitel aus Matts Sicht, was meines Erachtens aber entweder viel zu spät kam oder aber einfach hätte wegbleiben können, da es mir das letzte bisschen Spannung (und Vorfreude) weggenommen hat!

Achtung Spoiler: 

Und am allerschlimmsten fand ich das Ende! Klar ist es toll, dass Emily in Hollyhill bleibt und es ist auch kein Problem, dass sie zwar trotz des ganzen Traras im gesamten Buch „Bleiben oder nicht bleiben?“ am Ende ihre Entscheidung überdacht und geändert hat, aber Hallo? Wollte sie nicht auch ihre Oma aus München haben? Sie erzählt die ganze Zeit, dass sie sie nicht allein lassen will usw. Und am Ende bleibt sie in Hollyhill und es wird in KEINEM SATZ mehr an die andere Großmutter gedacht???!!! Das hat mich wirklich geärgert! Da hätte ich mir (nicht von Emily sondern von der Autorin) wirklich noch ein – zwei Zeilen erhofft. Ein Lösungsvorschlag, eine Idee, ein Gedanke – IRGENDWAS! Und wenn es einfach nur heißt „Wir finden schon eine Lösung!“.  Auch die Tatsache, dass Fae in den 20ern bleiben will um sich dort, naja, irgendwie selbst zu finden, fand ich etwas arg gewöhnungsbedürftig. Kann sie das nicht auch in der Gegenwart tun, wenn ihre Eltern doch eh so wenig von ihr mitbekommen? Klar locken die 20ies, aber ähm…hallo?! Diese Entwicklung hat mich leider auch nicht so ganz zufrieden stellen können…

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Das Cover ist ähnlich gehalten wie seine beiden Vorgänger. Der rosarote Ton des Umschlags sieht wirklich toll aus und die kleine Dame am Rand zeigt mit ihrem Fransenkleid, der  Stola und dem Chapeau bereits in welche Ära es dieses Mal geht. Auch die kleinen Details rechts finde ich treffend. Worum es dabei geht müsst ihr aber selbst lesen.

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Ein letzter Teil, der mich sehr mit gemischten Gefühlen zurück lässt. Einerseits würde ich mir noch einen Teil wünschen, um nochmal ein ähnliches Flair wie in den ersten beiden Bänden zu bekommen, andererseits war in diesem Teil dann doch so wenig Handlung, dass es ok ist, dass es vorbei ist.

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3 (I Liked it)

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Liebe Grüße


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#1:     Alexandra Pilz – Zurück nach Hollyhill
#2:     Alexandra Pilz – Verliebt in Hollyhill
#3:     Alexandra Pilz – Für immer Hollyhill

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(Quelle: Random House)

Alexandra Pilz:
Alexandra Pilz hat am gleichen Tag Geburtstag wie Jane Austen. Die Journalistin liebt England, hat eine Schwäche für komplizierte Liebesgeschichten, lebt mit Mann und Katze in München und träumt von einem Cottage in Cornwall. Ihr Debütroman „Zurück nach Hollyhill“ war ein großer, von Publikum und Presse gefeierter Erfolg.
(Source: randomhouse.de)

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplares an:

© Random House

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