[Gast-Rezension] Für immer Hollyhill (Nadine)

(Bildquelle: goodreads.com)

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‚Für immer Hollyhill‘

von

Alexandra Pilz

Hollyhill #3

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Zwei Mal schon hat Emily mit dem englischen Dorf Hollyhill Abenteuer in anderen Zeiten erlebt. Doch jetzt ist sie schweren Herzens nach Hause zurückgekehrt, wild entschlossen, ihre große Liebe Matt zu vergessen und einfach ein ganz normales Leben zu führen. Ein Leben mit ihrer Oma und ihrer besten Freundin Fee. Aber wo steckt die eigentlich? Sie wird doch nicht …? Doch, Fee ist kurzerhand in den Flieger gestiegen und hat Hollyhill gefunden. Und noch während sich Fee in den umwerfend charmanten Cullum verguckt, reist der Ort in die wilden Zwanzigerjahre. Emily muss hinterher! Denn dort lauert große Gefahr: Matt ist dabei, eine riesige Dummheit zu begehen. Nicht nur sein Schicksal, sondern das von ganz Hollyhill steht auf dem Spiel. Kann Emily das Dorf und den Jungen retten, den sie über alles liebt?  (Source: Goodreads.com)

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Lange, lange, lange habe ich auf den dritten und letzten Teil der Hollyhill-Reihe gewartet, weil ich es kaum erwarten konnte, was Emily und das Zeitreisedorf dieses Mal erwartet.

Der wie gewohnt charmante, witzige und flüssige Schreibstil von Alexandra Pilz hat mir auch hier wieder viel Freude bereitet, leider konnte mich aber die Story dieses Mal nicht durchweg überzeugen. Es war immer ein Auf und Ab – ich wollte schon wissen was passiert, aber so ganz dabei war ich eben nicht und manchmal fühlte ich mich auch etwas frustriert. Ihr werdet dieses Hin-un Hergerissen-Sein wahrscheinlich auch in der Rezi bemerken…

Das Buch beginnt kurz nach dem Ende des zweiten Bands; zur Erinnerung: Emily hat Hollyhill UND MATT! verlassen und sich dazu entschieden bei ihrer Großmutter in München zu bleiben und dort ein normales Leben zu leben.

Seit ihrer Rückkehr jedoch wird sie von schrecklichen Alpträumen geplagt, zudem hinterfragt sie auch immer wieder, ob sie wohl die richtige Entscheidung getroffen hat. Leider kann sie darüber auch nicht mit ihrer besten Freundin sprechen, da diese scheinbar verschwunden ist. (Anm: Fae taucht am Ende des zweiten Bands ja in Hollyhill auf!). Als dann auch noch ganz unvermittelt Joe und Silly auf der Türmatte stehen, scheint ihr Chaos perfekt. Sie erfährt von den beiden, dass Fae in Hollyhill ist – und zwar in den 1920-ern! Kurzerhand entschließt sich Emily nach Hollyhill zurückzukehren und Fae zurückzuholen…

Bis hierhin war das für mich alles ein ziemlich guter Start, der mich sofort hat mitfiebern lassen. Allerdings kam  die Enttäuschung recht schnell.

Wie bereits am Ende von Teil 2 „angekündigt“, war es klar, dass es in diesem Teil wahrscheinlich auch um Fae gehen wird. Allerdings hatte ich nicht erwartet, dass sie so in den Vordergrund rückt! Auch Fae war eine witzige und liebenswürdige Figur für mich, aber ich habe mich etwas verloren gefühlt zwischen ihr und Emily und allem Hin und Her. Das lag sicherlich daran, dass man bei Fae’s Geschichte relativ schnell reingeworfen und vor vollendete Tatsachen gestellt wurde und die Entwicklung nicht so recht mitbekommen hat und weil der Anfang des Buches eher auf eine Emily-&-Matt-Geschichte hoffen ließ – die mir in diesem Teil übrigens wirklich gefehlt hat (ich hatte mich SO darauf gefreut!!!)  und als sie endlich kam, war sie irgendwie zu plump! Es war aber nicht nur die Abwesenheit von Emily-&-Matt, die mich gestört hat, generell hätte ich mir mehr Miteinander der anderen Figuren (Joe, Silly, Josh, Adam, Eve etc.) gewünscht. Für mich war es hier einfach zu weit an der Oberfläche gekratzt. Hingegen gab es mir auf der anderen Seite zu viel Fae und Geschnulz. Auch hat mich ihre Geschichte nicht fesseln können, sondern war eher so ein „Achja, hm,…ok…“. Vielleicht wäre es besser gewesen einen ganzen Band mehr oder minder Fae in Hollyhill allein zu widmen um ihre Geschichte und Entwicklung besser an den Leser zu bringen, oder eben Fae mehr in den Hintergrund zu rücken. Schade, da hätte ich mir ein bisschen mehr (oder weniger) gewünscht, vor allem, da es der letzte Band ist.

Wie ich oben schon erwähnt habe, hat mich auch der Plot nicht besonders überzeugt.

Es war interessant und merkwürdig was mit dem Dorf passiert, dass es verrückt spielt und eigenartige Sachen geschehen,  und klar wollte ich wissen was da los ist, aber insgesamt hat mir dann doch irgendwie Handlung gefehlt, da sie von den ganzen Emotionen der Mädels (Fae & Emily) überschattet wurde und am Ende auch immer noch Sachen offen gelassen haben.

Der Schauplatz bleibt in diesem Buch fast ausschließlich in Hollyhill, was einerseits sehr schön ist, andererseits fehlte mir so aber auch etwas vom Flair der 20er, den ich immer nur bekommen habe, wenn es um das Holyhome ging.

Die Sichtweisen in diesem Buch wechseln zwischen Emily und Fae und es gibt sogar 1 Kapitel aus Matts Sicht, was meines Erachtens aber entweder viel zu spät kam oder aber einfach hätte wegbleiben können, da es mir das letzte bisschen Spannung (und Vorfreude) weggenommen hat!

Achtung Spoiler: 

Und am allerschlimmsten fand ich das Ende! Klar ist es toll, dass Emily in Hollyhill bleibt und es ist auch kein Problem, dass sie zwar trotz des ganzen Traras im gesamten Buch „Bleiben oder nicht bleiben?“ am Ende ihre Entscheidung überdacht und geändert hat, aber Hallo? Wollte sie nicht auch ihre Oma aus München haben? Sie erzählt die ganze Zeit, dass sie sie nicht allein lassen will usw. Und am Ende bleibt sie in Hollyhill und es wird in KEINEM SATZ mehr an die andere Großmutter gedacht???!!! Das hat mich wirklich geärgert! Da hätte ich mir (nicht von Emily sondern von der Autorin) wirklich noch ein – zwei Zeilen erhofft. Ein Lösungsvorschlag, eine Idee, ein Gedanke – IRGENDWAS! Und wenn es einfach nur heißt „Wir finden schon eine Lösung!“.  Auch die Tatsache, dass Fae in den 20ern bleiben will um sich dort, naja, irgendwie selbst zu finden, fand ich etwas arg gewöhnungsbedürftig. Kann sie das nicht auch in der Gegenwart tun, wenn ihre Eltern doch eh so wenig von ihr mitbekommen? Klar locken die 20ies, aber ähm…hallo?! Diese Entwicklung hat mich leider auch nicht so ganz zufrieden stellen können…

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Das Cover ist ähnlich gehalten wie seine beiden Vorgänger. Der rosarote Ton des Umschlags sieht wirklich toll aus und die kleine Dame am Rand zeigt mit ihrem Fransenkleid, der  Stola und dem Chapeau bereits in welche Ära es dieses Mal geht. Auch die kleinen Details rechts finde ich treffend. Worum es dabei geht müsst ihr aber selbst lesen.

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Ein letzter Teil, der mich sehr mit gemischten Gefühlen zurück lässt. Einerseits würde ich mir noch einen Teil wünschen, um nochmal ein ähnliches Flair wie in den ersten beiden Bänden zu bekommen, andererseits war in diesem Teil dann doch so wenig Handlung, dass es ok ist, dass es vorbei ist.

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3 (I Liked it)

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Liebe Grüße


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#1:     Alexandra Pilz – Zurück nach Hollyhill
#2:     Alexandra Pilz – Verliebt in Hollyhill
#3:     Alexandra Pilz – Für immer Hollyhill

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(Quelle: Random House)

Alexandra Pilz:
Alexandra Pilz hat am gleichen Tag Geburtstag wie Jane Austen. Die Journalistin liebt England, hat eine Schwäche für komplizierte Liebesgeschichten, lebt mit Mann und Katze in München und träumt von einem Cottage in Cornwall. Ihr Debütroman „Zurück nach Hollyhill“ war ein großer, von Publikum und Presse gefeierter Erfolg.
(Source: randomhouse.de)

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Vielen Dank für das Rezensionsexemplares an:

© Random House

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Veröffentlicht am 18.04.2016 in * Deutsche Rezis, Jugendbücher, Liebesgeschichte, Reinfall, Urban Fantasie und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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