[Gast-Rezension] Road to Hallelujah (Cindy)

German Cover

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‚Road to Hallelujah‘
von Martina Riemer

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Nach dem Tod ihrer Großmutter beschließt Sarah sich ihren großen Traum zu erfüllen: eine Reise nach New York mit nichts als ihrer Gitarre im Gepäck. Doch dann wird sie von ihrem besorgten Bruder dazu überredet, mit dem Aufreißer und Weltenbummler Johnny die Reise anzutreten. So hatte sich Sarah die Erfüllung ihres Traums nicht vorgestellt. Und Johnny sich seinen Amerika-Trip ganz sicher auch nicht. Zu allem Überfluss wird auch noch Sarahs geliebte Gitarre während des Flugs zerstört. Nur gut, dass Sarah nicht die Einzige mit einem Instrument im Gepäck ist…
(Source: Carlsen Impress)

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Sarah ist mit ihrem Bruder Nat bei ihrer geliebten Großmutter aufgewachsen. Kurz vor dem Abitur verstirbt diese jedoch und Sarah ist am Boden zerstört. Ihre Großmutter hat sich jedoch von ihr gewünscht, das Leben zu genießen, also erfüllt sie sich endlich ihren großen Traum: Eine Reise nach New York, nur mit ihrer Gitarre als Begleitung. Ihr Bruder Nat fühlt sich allerdings überhaupt nicht wohl dabei, seine kleine Schwester allein in die große Stadt zu schicken, also schickt er ihr einfach seinen besten Freund Johnny mit auf die Reise. Sarah weiß nur ziemlich wenig über ihn und das ist alles keinesfalls positiv: Johnny ist ein unglaublicher Frauenheld, komplett von sich eingenommen und unausstehlich. Und dann treffen sie sich am Flughafen und sind beide ziemlich überrascht, was für attraktive Begleiter sie wider Erwarten haben.

Gleich nach den ersten Zeilen ist mir aufgefallen, wie unglaublich toll Martinas Schreibstil ist. Ich kenne bereits “Essenz der Götter” von ihr, deshalb kann ich sagen, dass sich ihr Stil verbessert hat und noch mal schöner lesen lässt. Die Sprache in “Essenz der Götter” hat mir auch schon gefallen, keine Frage, “Road to Hallelujah” wirkte auf mich aber noch mal runder und flüssiger und die Dialoge wirkten komplett authentisch. Die Atmosphäre und die Settings waren spannend, allerdings hätte ich mir noch viel mehr Reise-Feeling gewünscht. New York und diverse andere Orte, die sie gemeinsam besuchen, sind mir hier etwas zu kurz gekommen, sodass ich mir oft nicht wirklich vorstellen konnte, wo genau sie sind. Ein paar weitere Details zu den Ortschaften hätten mir sicherlich geholfen, mich noch mehr in die Geschichte einzufühlen.

Diese Geschichte wird im Wechsel aus den Sichtweisen von Sarah und Johnny erzählt. Mit Sarah bin ich sofort warm geworden, an Johnny musste ich mich zunächst noch gewöhnen. Sarah hat eine sehr starke Persönlichkeit, und das, obwohl sie noch um ihre Großmutter trauert und auch ansonsten nicht die glücklichste Kindheit hatte. Sie weiß, was sie will, und wenn das mal nicht so ist, kann sie sich recht schnell entscheiden. Zudem ist sie selbstbewusst und kämpferisch und dabei mit ihren 1,55m ziemlich klein. Johnny ist dagegen ein Riese, nicht nur von seiner Körpergröße her, sondern auch sein Ego wächst noch weit über ihn hinaus. Er ist nicht nur selbstbewusst, sondern auch noch komplett von sich überzeugt und eingebildet. Die Geschichten um den herzlosen Frauenheld stimmen, denn schon am Flughafen wird er regelrecht von einer alten, wenn auch kurzen, Bekanntschaft angesprungen. Doch nach und nach erfährt man auch bei Johnny von einer alles anderen als glücklichen Kindheit und kann besser verstehen, warum er so geworden ist.

Beide zusammen bringen beim Lesen unglaublich viel Spaß! Zunächst finden sie sich zwar beide ganz heimlich total attraktiv, aber sympathisch deshalb noch lange nicht. Das führt dazu, dass sie sich wirklich die ganze Zeit verbal streiten und necken. Besonders Sarah gibt ihm immer ganz toll Kontra und deshalb sind die Dialoge zwischen den beiden immer witzig und niedlich. Dazu gibt es dann noch Nebencharaktere, die auch viel zur Geschichte beitragen, allen voran Kelsey: Eine absolute Powerfrau, die nicht glücklich ist, wenn sie nicht reden oder zumindest quietschen und wild rumhüpfen kann. Ich bin mir nicht sicher, ob ich so einen Energie-Flummi täglich um mich haben könnte, aber in dieser Geschichte hat sie ordentlich frischen Wind reingebracht.

Natürlich gibt es in “Road to Hallelujah” auch noch ganz viel Gefühl, Romantik, sexy moments und Drama. Hier wird auch schnell klar, dass die beiden natürlich nicht nur die selbstbewussten und reisevernarrten Musiker sind, sondern dass ihre Persönlichkeiten noch viel tiefer gehen. Nach und nach erzählt Martina von der Vergangenheit beider und lässt sie ganz schön leiden. Bis auf ein paar Ereignisse am Ende, die mir zu dramatisch waren und die ich nicht wirklich vermisst hätte, fühlte sich das für mich glaubwürdig an und hat mich auch nicht genervt. Da es sich um das Genre New Adult handelt, ist es natürlich nicht zu viel verraten, dass sich Sarah und Johnny irgendwann annähern werden. Die romantischen Momente zwischen den beiden sind wirklich schön und ansprechend geschrieben und ich hatte ein paar Mal richtige Schmetterlinge im Bauch.

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Wer hätte gedacht, dass Füße so hübsch sein können? Ich finde Füße doch eher unansehnlich, doch dieses Cover kann sich wirklich sehen lassen. Es verbreitet nicht nur Sommerstimmung, sondern ist meiner Meinung nach auch noch etwas ganz besonderes. Man kann direkt erkennen, dass man bei diesem Buch eine romantische Geschichte erwarten darf, obwohl das Cover überhaupt nicht 08/15 ist, sondern ein neues und außergewöhnliches Motiv hat. Ich hab etwas ähnliches jedenfalls noch nicht gesehen.

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“Road to Hallelujah” ist eine witzig-spritzige und romantische Sommergeschichte aus dem Genre New Adult, die überhaupt nicht seicht daherkommt, sondern ganz viel Tiefgang hat. Obwohl ich mich in diesem Genre bisher noch nicht wirklich heimisch fühlen konnte, hat Martina Riemer mich mit ihrem Buch wegen der amüsanten Dialoge, der tollen Charaktere und der schönen Liebesgeschichte überzeugen können.

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4 of 5 points – (Great, Great, Great)


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(© Riemer)

Dieses Tattoo symbolisierte genauso wie das Tattoo auf dem Arm mein Ziel: zu leben und frei zu sein, mich gehenzulassen und durchzuatmen – einfach zu fliegen. Leider tat ich mich genau damit etwas schwer, denn dieses Loslassen, das Gehirnabstellen, war leichter gesagt als getan. Oder vielleicht konnte ich es einfach nur nicht?

Ich hatte meine Augen geschlossen und mich der Musik hingegeben, die mich alles andere vergessen ließ. Trotz allem hatte ich Johnny aber neben mir noch immer spüren können, mehr als zuvor, nur die anderen Menschen rund um uns waren vergessen gewesen.

Denn genau dort, an dieser dunklen Ecke, im kalten Wind traf ich eine Entscheidung. Ich beschloss, alles zu nehmen, was ich von ihr kriegen konnte. Sei es eine kleine Umarmung, ein Lächeln mit Grübchen oder ein Stoß in die Rippen.

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Sonnig strahlende Grüße

von Piranhapudel.de
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#1: Road to Hallelujah
#2: Road to Forgiveness*

*Über Sarahs Bruder Nat, der schon in diesem Band total interessant wirkte. Er ist ein ziemlich ruhiger, melancholischer und aufopferungsvoller Charakter und ich freue mich schon auf seine Geschichte.

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Riemer

(© goodreads.com)

Martina Riemer:
Martina Riemer wurde 1985 in Niederösterreich geboren und wohnt nun in Wien. Zurzeit ist sie als Sachbearbeiterin mit eher zahlenlastigen Arbeiten beschäftigt. Privat geht sie ihrer Leidenschaft Bücher zu lesen und eigene Geschichten zu schreiben mit Freude nach. 2014 hat sie ihre ersten beiden Bücher veröffentlicht und es damit bei Lovelybooks sogar auf Platz 5 der besten Debütautoren des Jahres geschafft.
(Source: Carlsen Impress)

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Veröffentlicht am 01.07.2015 in * Deutsche Rezis, * Lieblinge ♥, Cont. Romances, Erwachsen/Erotik, New Adults und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 9 Kommentare.

  1. oh *seufz* die Rezi ist ja toll!! Freu mich sehr, dass es dir gefallen hat *breit grins*

  2. Ich lach mich weg. xD Das ist natürlich eine Möglichkeit, das eigene Buch auf dem eigenen Blog zu bewerben. ^^
    Ich finde, das hast du echt gut gesagt, Cindy. Du bist nicht die erste, die den Vergleich zu den Göttern zieht und da bin ich jetzt echt gespannt drauf. =)

    • *lol* was soll ich darauf sagen, … kann ja meinen lieben Redakteuren nicht verbieten eine Rezi zu nem gelesen Buch zu schreiben… xD

    • Cindy Piranhapudel

      Zumindest kannst du es noch lustig finden.😉 Kann mir auch vorstellen, dass ein paar Leute den Kopf geschüttelt haben, aber hey. Wie Tina schon gesagt hat, sie kann mir nichts verbieten (😛 ), aber sie musste mich auch zu nichts zwingen oder so. Ich wünsche dir auf jeden Fall jetzt schon viele schöne Lesestunden mit dem Buch!

      • Nee, ich glaube, das hast du falsch verstanden. Road to Hallelujah habe ich schon gelesen, die Götter noch nicht.😉

        • Cindy Piranhapudel

          Ja, das habe ich, aber das macht gar nichts, mit den Göttern wünsch ich dir auch viel Spaß.😉

  1. Pingback: Wir verlängern den Sommer-Blogtour: Die Songs in „Road to Hallelujah“ | Piranhapudel

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