[Rezension] Clockwork Princess

(© goodreads)

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‚Clockwork Princess‘
by Cassandra Clare

Chroniken der Schattenjäger #3/
The Infernal Devices #3.

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Fir.

Inhaltsangabe:
Danger and betrayal, secrets and enchantment in the breathtaking conclusion to the Infernal Devices trilogy
Tessa Gray should be happy – aren’t all brides happy?
Yet as she prepares for her wedding, a net of shadows begins to tighten around the Shadowhunters of the London Institute.
A new demon appears, one linked by blood and secrecy to Mortmain, the man who plans to use his army of pitiless automatons, the Infernal Devices, to destroy the Shadowhunters. Mortmain needs only one last item to complete his plan. He needs Tessa. And Jem and Will, the boys who lay equal claim to Tessa’s heart, will do anything to save her… (Source: Goodreads.com)

Meine Gedanken zum Buch:
Ich habe mir einige Tage nach dem beenden des Buches Zeit gelassen, um die Rezension zu schreiben, weil ich einfach irgendwie enttäuscht war und nicht zu streng bei meiner Rezension sein wollte. (Hat nicht ganz geklappt^^) Eigentlich war ich nach den ersten drei Bänden von Chroniken der Unterwelt ein Fan von Cassandra Clare, aber das ändert sich leider immer mehr.

Ihr Schreibstil ist zwar ähnlich, wie bei ihren anderen Büchern, aber ich finde, sie schweift immer mehr ab und ihre Umgebungsbeschreibungen werden immer länger und ausführlich, dass ich einfach manchmal ein oder zwei Seiten kurz überfliege, weil sowieso nichts passiert. Das ist mir auch schon bei Clockwork Prince oder beim fünften Teil von Chroniken der Unterwelt aufgefallen. Und auch hier bei Clockwork Princess waren unzählige, unnötige Seiten, die man besser kürzen hätte sollen. Aber anscheinend muss sich eine CC nicht  mehr kurzfassen oder das Lektorat traut sich nichts mehr zu streichen… keine Ahnung. Mir war es zu viel.

Genauso die Dramatik in der Liebesbeziehung! Geht es eigentlich noch dramatisch und aufgebauschter? Nein, ich denke, das ist fast unmöglich. Die erste Hälfte des Buches passiert quasi fast nichts in der eigentlichen Handlung, sondern es dreht sich alles nur um das Liebestriangel von Tessa, Jem und Will. Wahnsinn – und das bei einem fast 600-Seiten-Buch! Einigen hat das vielleicht gefallen, ich fand es schlecht.
Was zum größten Teil wohl daran liegt, dass ich Tessa irgendwie nicht mehr mag. Zuerst verliebt sie sich Hals über Kopf in Will, dann nimmt sie sich halt Jem als Trostpflaster, weil sie sonst nicht weiß, was sie mit ihrer Zeit anfangen soll und willigt sogar ein, in zu heiraten… nur um dann die unglückliche Verlobte spielen zu können, die sich eigentlich nach Will sehnt… *würg*

Natürlich ist Will ihr genauso verfallen *Überraschung* aber er muss seine Gefühle verstecken und unterdrücken, weil er Jem sooo sehr liebt und ihm keine Schmerzen zufügen möchte, besonders weil dieser ja bald stirbt – zum Glück für die beiden – aber daran dürfen sie ja nicht denken, weil sonst wären sie ja böse, böse Charaktere und das sind sie ja nicht. *Augen verdreh*
Ich finde, Will war nicht mehr der gleiche sarkastische, geistreiche, umwerfende Charakter, den wir in Teil eins kennengelernt haben. Keine Ahnung, aber irgendwann im Laufe der Reihe, hat er an Charme eingebüßt. Und auch Tessa fand ich in Teil eins um einiges besser. Jetzt nervt sie mich nur noch mit ihrem perfekt sein… sie ist dadurch sterbenslangweilig geworden. Oder geht es nur mir so? Tja, die drei Hauptcharas haben leider von mir nur ein Minus bekommen, dafür konnten aber die Lightwoodbrüder bei mir punkten, und auch Wills kleine Schwester Cecily fand ich toll.

Zur Handlung, die dann doch ab der Hälfte etwas ins Rollen gekommen ist, war für Clares Verhältnisse sehr mau und eher langweilig. Keine Ahnung, aber es war mehr ein Lese-Muss, als ein Lese-Wollen und es hat sich durchwegs gezogen. War der Bösewicht in Teil zwei noch jemand zum fürchten, hat auch er hier im letzten Teil sehr an seiner Stärke eingebüßt und sein Ende war auch nicht so, wie ich es erwartet hätte.

Achtung, ab hier –> !! SPOILER !!

Aber der absolute Tiefpunkt des Buches war für mich erreicht, nachdem Jem vermeintlich gestorben war und Will danach Tessa gefunden hat. Anstatt wegen ihrem gemeinsamen Freund Jem zu trauern – okay, zwei/ drei Stunden haben sie sich kurz dafür Zeit genommen – sind sie einfach miteinander in die Kiste gesprungen… ich glaub’s nicht!! Wie unsensibel kann man eigentlich sein?? … Da behauptet Tessa ständig, sie ist in beide verliebt oder liebt Jem und er ist noch nicht einmal richtig kalt und sie treibt es mit einem anderen??? Hallo? Sorry, wenn ich mich etwas grob ausdrücke, aber das ist doch ohne jeglichen Charakter, oder regt das nur mich so auf? Und das BESTE ist, dass Clary und Jace das nicht geschafft haben, in der Zeit, in der sie sich kennen und lieben, obwohl die MI-Story im Jahr 2008 spielt, aber Tessa und Will machen das im prüden, alten London. Das soll noch jemand verstehen. *tz*

Außerdem weiß ich auch nicht, was ich über das Ende sagen soll – aber es hat mich doch überrascht oder weinend zurückgelassen, aber auch verärgert… und traurig gemacht. Die ganze Zeit über rennt Tessa will nach, nachdem Jem aus dem Weg ist und sie endlich zusammen sein können, ist die Geschichte vorbei und es kommt sofort der Epilog, der x-Jahre später spielt und in dem man sofort erfährt, wie Will gestorben ist. Wieder einmal sehr sensibel, Miss Clare.
Und warum das, na damit in der Gegenwart, Tessa wieder auf Jem treffen kann, der überaschenderweise nun wieder der alte Jem ist – jung und gesund – und mit ihm nun glücklich eine Beziehung eingehen kann. Na, da hätte Tessa ja nun alles in ihrem Leben bekommen. Jipie und Tralala *Kopf schüttel*

Cover:
Schönes Cover und vom Stil her sehr ähnlich zu den beiden Vorgängern. Wobei mir der goldene Strahl aus dem Buch, es zu kitschig macht, wenn er derart schillert.

All in all:
Für manche wird es wohl ein schöner, passender Abschluss für die Reihe sein, aber ich bin nicht ganz glücklich damit gewesen. Trotzdem bin ich froh, dass diese Serie nun beendet ist und ich sie abschließen konnte. Clare überzeugt mich leider immer weniger und nachdem ich auch MI nächstes Jahr beende, werde ich wohl keine Reihe/ Buch mehr von ihr lesen.

Rating:
3 of 5 points (I liked it)

Quotes:

„A very magnanimous statement, Gideon,“ said Magnus.
„I’m Gabriel.“
Magnus waved a hand. „All Lightwoods look the same to me.“
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Will: „Life is a book and there are a thousand pages I have not yet read.“
O

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Serienreihenfolge:

# 1: Cassandra Clare – Clockwork Angel  »»
# 2: Cassandra Clare – Clockwork Prince »»
# 3: Cassandra Clare – Clockwork Princess »»
.


(© goodreads.com)

About the author – Cassandra Clare:
Cassandra Clare was born to American parents in Teheran, Iran and spent much of her childhood travelling the world with her family. She lived in France, England and Switzerland before she was ten years old. Since her family moved around so much she found familiarity in books and went everywhere with a book under her arm. She spent her high school years in Los Angeles where she used to write stories to amuse her classmates.
After college, Cassie lived in Los Angeles and New York where she worked at various entertainment magazines and even some rather suspect tabloids. She started working on her YA novel, City of Bones, in 2004, inspired by the urban landscape of Manhattan, her favourite city. She turned to writing fantasy fiction full time in 2006. (Source: cassandraclare.com)

Visit her Website: »»

Veröffentlicht am 06.04.2013 in * Deutsche Rezis, Historische +Fant., Jugendbücher, VampirWerwolf und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 6 Kommentare.

  1. Hmm… Also, ich kann dir bei dem Punkt mit Will und Tessa nach Jems „Tod“ schon zustimmen. Der hat mich auch dazu gebracht, dass Buch erst einmal eine Viertelstunde lang ungläubig anzustarren, bis ich weitergelesen habe. Ich finde die Szene nach wie vor unnötig, aber ich konnte mich einigermaßen damit arrangieren.
    Das Ende hingegen fand ich ausgesprochen super. Beklagen wir uns nicht immer darüber, dass diese Liebesdreiecke langweilig werden? Hier bekommen wir immerhin mal einen anderen Ausgang, den wohl keiner vorausgesagt hätte. Er mag manche ja nicht gefallen, aber man muss Cassandra Clare auf jeden Fall zusprechen, dass sie hier etwas Neues verarbeitet.
    Auch den Bericht von Wills Tod habe ich nicht als unsensibel empfunden. Es war ja klar, dass er irgendwann sterben wird, und sein Tod war dann doch eher als ein „schöner“ beschrieben.

    • ach Mist… jetzt ist alles weg, was ich gerade geschrieben habe😦
      Na gut, dann von neuem:
      Also ich fand es schon sehr unpassend in diesem Moment und und mehr als nur ein wenig unsensibel von Clare. Aber ich habe ja wie gesagt schon länger ein wenig ein Problem mit Clare. Keine Ahnung.. irgendwie funktionieren nur ihre ersten drei MI Bände für mich… der Rest ist mir schon zu hoch gebauscht.
      Tja und das Ende… das wäre ja nicht so schlecht gewesen, wenn sie den Epilog weggelassen hätte. Drei Bände lang quälen sie sich um endlich zusammen sein zu können, dann schaffen sie es und ich freu mich darüber, nur um zwei Seiten später, wieder von Tod und Trauer zu lesen… tja, da hätte ich wohl eher eine Lesepause vorher einlegen sollen, das war mir nämlich zu schnell.

  2. WAS?! Wie Will stirbt?! Bitte leute sagt mir dass is ein scherz! Ich hab grad GEHEULT! Ich dachte bruder zacharia in MI is Will! Oh nein nein nein! Is die krank?! Die hat jetzt ernsthaft WILL den wundervollen perfekten Will! Ich hab grad echt ein trauma… ):

    • War dieser Teil nicht im Spoiler-Ende – wo ich darauf hingewiesen habe?
      Jedenfalls ja, stimmt – aber erst nach einem LANGEN glücklilchen Leben gemeinsam mit ihr… nur sie ist eben ein Warlock und daher unsterblich, aber er wird trotzdem älter und ALT und stirbt dadurch irgendwann…😦

  3. Tia, leider muss ich da zustimmen ! Eigendlich fand ich sogar schon den zweiten Teil der Saga enttäuschend, als dieses ganze langweilige Beziehungsdrama anfing habe ich sogar kurz überlegt das Buch abzubrechen. Mal erlich, sowas hat man doch schon 100 mal gelesen und auch hier war es keine Überraschung. Dazu kommt noch, dass die Handlung an sich im ganzen restlichen Buch auch nur mäßig spannend ist. Ich finde aus dieser ganzen Idee hätte man mehr raushohlen können, stattdessen passiert bis zur hälfte des dritten teils eigendlich immer nur das gleiche: die Institutbewohner ziehen in irgendeinen Kampf und kommen mehr oder minder unbeschadet aus der Sache raus. Als dann vermeidlich Jem stirbt, dessen Charakter mir im laufe des Buchen immer besser gefallen hat und das Buch wieder ein wenig an Spannung gewinnt, landen will und Tessa im Bett und poof fragt man sich wo die Ernsthaftigkeit der Gefühle die in den Seiten zuvor so ausgeführt wurden geblieben ist? Der Prolog hat mir dann den Rest gegeben, wenn ich vorher noch einen kleinen Hoffnungsfunken hatte, dass wenigsten Will und Tessas Beziehung interessant werden könnte hatte so würde dieser durch den Prolog entgültig genommen.
    Ich hoffe sehr dass im nachfolgenden Teil mehr Spannung und Überraschung auf mich wartet, sonst wäre diese Reihe leider eine echt Enttäuschung und das obwohl mir die ‚City of…‘ Bücher gut gefallen haben.

    • Hallo Maggy,
      ja geht mir genauso – wollte zwar nicht, dass ich so viel kritisieren muss an dem Buch, aber ich konnte nicht anders, auch wenn das schlechte Gewissen sich ein wenig gemeldet hat.
      JAAA – haha, ging mir komplett gleich wie dir. Dieses ewige nervige hin und her zwischen den zwei Männern war schon langweilig genug, und nach Jems Tod springt sie ganz einfach mal mit Will in die Kiste – hallo?!
      Und mit dem Prolog bin ich auch einer Meinung. Wie kann sie zuerst Will und Tessa zusammen kommen lassen, nur um am Ende alles mit zwei Seiten zu zerstören, in dem sie ihre Leben herunter rattert wie ein Kochrezept und dann taucht plötzlich Jem wieder auf – ging gar nicht und hat mich nur irritiert und genervt.
      Ich werde nur noch die Chroniken der Unterwelt Reihe fertig lesen, aber die neue Spin-Off Serie werde ich nicht mehr anfangen. Habe genug von Clares Liebeswirr-warr.
      LG Martina

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