Rezension: Dance with me

(© goodreads)

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‚Dance with me‘
by
Pu Bea W. Jaksarn
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Inhaltsangabe:
Darf ein japanisches Idol sich nicht auf verlieben?
Das fragt sich zumindest Zoey, eine engagierte und talentierte Tanztrainerin, die zusammen mit ihrem Vater Akai, der selbst Choreograph ist, der jungen Boygroup ATTECK zugeteilt wird. Durch den charismatischen Jin, ein Mitglied der and, wird sie immer weiter in die schillernde Welt des Showbiz gezogen und merkt, dass in dieser Welt mehr Schein als Sein herrscht und Liebe für Ruhm geopfert wird. Kann ihre Liebe trotz des gnadenlosen Druckes des Showbusiness bestehen? (Source: goodreads.com)

Meine Gedanken zum Buch:
Wieder einmal ein Buch das mir sehr gefallen und mich ebenso überrascht hat. Ich gebe zu, dass ich alleine nicht auf dieses Buch gekommen wäre und es auch vom Cover und von der Beschreibung her, nicht zu meinem ‚Beuteschema’ passte. Auch da es äußerlich ein wenig so wirkte, als ob das Buch für 13–jährige Mädchen geschrieben wurde. Aber dieser Eindruck änderte sich sofort zu Beginn, schon alleine deswegen, weil die Hauptprotagonistin 20 Jahre alt ist. Außerdem muss ich zugeben, dass ich kein Japan Fan bin und mich auch wenig mit Mangas oder der dortigen Unterhaltungsindustrie usw. auskenne, bzw. ich einfach nichts mit den viel zu strengen Verhaltensregeln und -mustern, welche dort herrschen, anfangen kann.

Doch ich habe versucht ohne Vorurteile zu Lesen und nach den ersten 1-2 Kapiteln, die etwas lau begonnen haben, hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Den Großteil meiner Sympathie für dieses Buch trägt die Hauptperson im Buch, die 20-jährige Zoey, weil sie endlich wieder mal ein Charakter war, der trotz aller Gegebenheiten immer sympathisch blieb und zu sich und den eigenen Werten und Einstellungen stand. Außerdem hat es mir bei ihr gefallen, dass sie nicht auf den Mund gefallen war und habe mich teilweise köstlich über ihre Aussagen amüsiert und sie schnell ins Herz geschlossen. Weiters ist sie eine Persönlichkeit, die nicht lang fackelt und jammert, sondern hart anpacken kann und mit Witz und Esprit bestückt ist.

Aber nicht nur Zoey hat mich durch ihren ansprechenden Charakter angesprochen, sondern auch die übrigen Personen im Buch. Egal ob nun Zoey’s Vater oder ihr grimmiger Boss, mit einem versteckten weichem Herzen, oder die 2, 3 ‚netten’ Jungs, welche im Buch vorgekommen sind. Ich mochte Jin, Reno, Keisuke und auch Hayato, obwohl sie alle schwer zu merkende Namen besitzen, und sie konnten mit ihrer Persönlichkeit punkten. Besonders Jin und Reno haben es mir sehr schwer gemacht mich für einen zu entscheiden. Zuerst dachte ich Zoey wäre mit Reno besser bedient, weil er der Lockere, Spaßigere der zweien ist. Vor allem weil ich Jin im Mittelteil sehr herrisch und zu launisch empfand. In diesem Zusammenhang hat mich sein Verhalten etwas gestört, wurde aber dadurch wieder besser, dass auch die Hauptprotagonistin Zoey es zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls gesehen und auch so formuliert hat. Hinzu kam, dass es dann doch eine positive Wendung gab, die dem ganzen etwas die Härte und Spannung genommen hat und mich wieder an meiner vorigen Entscheidung für Reno schwanken lies. Es ist immer schwer, wenn es zwei Charaktere gibt, die sich um ein Mädchen reißen, aber erst wenn man sich selbst als Leser nicht für einen der beiden entscheiden kann, spricht das nur von der Qualität der Charakterbildung. *toll*

Aber ich muss hier leider auch etwas bemängeln. Und zwar fand ich es etwas lähmend und hat mich seufzen lassen, dass Zoey, obwohl sie wirklich toll ist und gut aussieht, 3 oder sogar 4 Jungs den Kopf verdreht hat. Es ist für mich immer so unrealistisch, wenn sich gleich mehrere tolle, anbetungswürdige😉 Kerle in ein und dasselbe Mädchen verlieben, obwohl diese sich selber immer nur als gewöhnlich sieht. Das habe ich leider schon zu oft gelesen und entspricht, wenn wir ehrlich zu uns selber sind, fast nie den Tatsachen und die Realität sieht komplett anders aus.

Weiters fand ich es auch störend, wenn nicht sogar manchmal komisch, dass die zwei Hauptpersonen, Zoey und vor allem Jin, hin und wieder englische Wörter einfließen ließen. Das hat meiner Meinung nicht zur Stimmung im Buch oder in die Geschichte gepasst.
Dafür waren aber die Songzeilen, welche fast bei jedem Kapitelanfang standen, sehr passend und haben mir wirklich sehr gut gefallen. Erstens weil sie zum kommenden Kapitel passten und zweitens, weil sie schön und poetisch klangen.

Die Schreibweise der Autorin hat mir ebenfalls gut gefallen. Sie hat hin und wieder schöne Floskeln oder Formulierungen einfließen lassen, aber hat damit gespart und dadurch die Handlung angetrieben. Ich mag es einfach und ich bevorzuge Bücher, in denen etwas geschieht, in denen man die Charaktere durch ihre Handlungen kennen lernt und nicht durch Erzählungen von Früher und wo alles mühsam und lange erklärt wird. Und genau das habe ich hier bekommen und es ist alles Wichtige durch das Geschehene erzählt worden.

Schade, fand ich es, dass das Buch nach meinem Geschmack leider viel zu dünn war und es auch mitten in der Geschichte aufgehört hat. Ich habe gerade total mit den Charakteren mit gezittert und gebangt und auf einmal war es einfach aus. Das hat mich glaube ich am meisten gestört und ich hoffe sehr, dass ich bald einen zweiten Teil in den Händen halten kann, da mich die Charaktere berührt haben und ich nun noch mehr von ihnen wissen möchte.

Ein weiterer Punkt, der mir unangenehm war, ist das Coverdesign des Bildes. Es ist zwar oberflächlich gesehen schön, aber um ehrlich zu sein, passt es nicht zum Buch, auch wenn ein japanisches Mädchen darauf abgebildet ist. Es ist zu bunt und zu Manga- mäßig und aufgrund dessen hätte ich es sicher nicht gekauft. Auch weil die Zielgruppe durch das Cover meiner Meinung nach total verfehlt wurde. Objektiv nur vom Bild aus gesehen, dachte ich, dass es eine seichte Teeny-Geschichte wird. Daher war ich gleich Mal überrascht davon, dass Zoey bereits 20 und Jin sogar 25 Jahre alt sind, und es hier im Buch nicht mehr nur um Händchen halten geht. Es wurden bereits andere, intensivere Szenen angedeutet, was mir persönlich ja gefallen hat, und ich hätte gerne auch noch mehr davon gehabt🙂 , aber durch das Coverbild wurde man auf eine ganz andere ‚Fährte’ geführt.

Cover:
Habe ich bereits ausführlich besprochen. Finde es passt nicht zum Buch und schreckt meiner Meinung nach Leser ab, deren die Geschichte sicherlich gefallen würde.

All in all:
Ein tolles Buch, das zwar nicht durch Action und Spannung aufwarten konnte, aber einem berührt und mitfühlen lässt, und dadurch ebenso zum Page- Turner wird und in dem die Charaktere bestechen, welche man bald ins Herz schließt.

Rating:
3,5 of 5 points

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Quote:

Jin: „Er machte keinen Hehl aus seiner Absicht, die sich in seinen verlangenden Augen widerspiegelte.
Abwehrend wisperte sie: „Ich weiß, was du willst.“
„Hm, ich weiß auch, was ich will. Deswegen brauchst du es mir also nicht unbedingt sagen.

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Zoey: „Zoey schluckte schwer und stemmte ihre Hand gegen seine Brust. In einem Shojo-Manga würde die Heldin sich schreiend verteidigen, während der attraktive böse Held rücksichtslos über sie herfiel. In der Realität musste eine Frau gegen sich selbst kämpfen, dass sie sich nicht schamlos hingab, wenn ein gut aussehender Mann sie verführen wollte.“

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About the author –
Pu Bea W. Jaksarn:

Die Germanistik- und Romanistikstudentin Pu Bea betätigt sich in ihrer Freizeit bevorzugt als Autorin von Romanen und Geschichten.
Für die Entwicklung ihrer Werke liest und recherchiert sie viel und ausgiebig, um sich genügend Einblicke und Impressionen zu verschaffen. Der Jugendroman „Dance with me“, veröffentlicht beim CCV, ist ihr bisher erstes Werk in gedruckter Form.
(Source: http://comic-culture-verlag.de/wb/pages/autoren-main/j/pu-bea-w-jaksarn.php)

Visit her Website »»

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Veröffentlicht am 17.02.2012 in * Deutsche Rezis, Cont. Romances, Jugendbücher und mit , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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