Rezension: Totenbraut

(© goodreads)

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‚Totenbraut‘
by
Nina Blazon
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First Sentence:
„Der Fremde klopfte mitten in der Nacht an unsere Tür.“

Last Sentence:
„Er lauscht eine Weile, dann fällt er vorsichtig ein, sucht den Takt und findet die Melodie. Und bald singen wir es gemeinsam.“

Inhaltsangabe:
Serbien im 18. Jahrhundert: Die vierzehnjährige Jasna wird von ihrem Vater an den reisenden Pferdezüchter Jovan Vucovic verkauft, der einen Gutshof an der Grenze zum Osmanischen Reich besitzt. Dort soll sie seinen Sohn Danilo heiraten und ihm einen Erben schenken. Doch nach der hastig abgehaltenen Hochzeit merkt Jasna schnell, dass mit ihrem Ehemann und dessen Familie etwas nicht stimmt. Zum einen verweigert Danilo sich ihr und spricht nicht mit ihr, schon gar nicht über den geheimnisvollen Tod seiner Mutter. Zum anderen ist die Familie aus dem Dorf verbannt: Sie darf nicht am Gottesdienst teilhaben und es gibt viele widersprüchliche und schaurige Gerüchte; sogar von einem Fluch und Vampir ist die Rede. In ihrer großen Angst und Verzweiflung gibt Jasna nur der junge Holzfäller Duschan Halt und sie verliebt sich in ihn. Während sich die mysteriösen Vorkommnisse häufen — seltsame Todesfälle, gerissene Schafe und blutige Male an Pferdehälsen — und die Dorfbewohner immer hysterischer werden, kommt Jasna langsam den dunklen Geheimnissen ihrer neuen Familie auf die Spur. (Source: goodreads.com)

Meine Gedanken zum Buch:
Totenbraut war für mich ein Buch mit gemischten Gefühlen und meine Begeisterung dafür hat sich leider erst ziemlich spät entwickelt. Es hat sich zu Beginn sehr gezogen und die Handlung konnte nur wenig Spannung bieten, beziehungsweise waren zu viele offene Fragen, welche das Lesen nicht interessanter gemacht haben, sondern mich eher verwirrten. Besonders weil man nicht weiß wer von den Personen im Buch zu den Guten oder zu den Bösen gehört und man erst ziemlich spät darauf gekommen ist.
Auch die Tatsache, dass es in einer früheren Zeit spielt und die Charaktere deswegen sehr gottesfürchtig sind, war für mich ein Punkt, mit dem ich weniger anfangen konnte. Trotzdem konnte ich aber im Verlauf der Geschichte darüber hinweg sehen und es wurde klar, warum gerade der Glaube wichtig für die Handlung ist und hat mich somit wieder besänftigt.

Die Schreibweise von Blazon gefällt mir normalerweise sehr gut, da sie es schafft schöne Beschreibungen der Gefühle und der Umgebung einzubauen ohne damit zu übertreiben, sodass es nicht den Lesefluss stört. Aber hier hat es mich etwas irritiert. Und hinzu kam noch, dass mir in diesem Buch die Dialoge nicht sonderlich gefallen haben, da sie teilweise zu altbacken klangen. Dafür war es für mich aber kein Problem, es aus der Ich-Perspektive zu lesen, so wie für manch andere.

Was mir in diesem Buch am besten gefallen hat, waren die Charaktere. Hier besonders Jasna, da sie eine sehr sture, dickköpfige Person mit einem losen Mundwerk ist und immer sagt was sie sich denkt. Etwas, das sehr hervor zu heben ist, weil die Geschichte in Serbien im 18. Jahrhundert (1731) spielt, und es dort eher ungewöhnlich ist, dass eine Frau sagt was Sache ist. Obwohl sich Jasna von ihrem Vater verkaufen lassen musste und nicht über ihren eigenen Gatten entscheiden durfte, bleibt sie stark und präsentiert sich innerlich als gefestigt und auch schlau. Sie hat mich verblüfft, manchmal zum Lachen gebracht und wenn ich jetzt an Jasna zurück denke, erinnert sie mich eine Spur an die Zeichentrickfigur ‚Heidi‘. Das freche kleine Gör war auch stets ungezogen und hatte einen himmlischen Dickkopf, der mich aber immer wieder zum schmunzeln und mich dazu gebracht hat, den Charakter lieb zu gewinnen. Genauso erging es mir hier bei Jasna.
Auch Danilo konnte sich zum positiven wenden und ich war sowieso von der ersten Begegnung an, ein Fan von Dusan! 🙂 Er ist ein typischer leichtköpfiger Typ, den man bald ins Herz schließen muss. Er macht Späße, hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen und erst nach einiger Zeit lässt er einem hintere die Fassade blicken und man erkennt auch seine Ernsthaftigkeit. Daher war ich ehrlich gesagt am Ende auch etwas enttäuscht als es dann doch schon so schnell zu Ende war. Ich hätte gerne noch mehr von den Figuren in der Geschichte gelesen und auch einen genaueren Ausblick auf deren zukünftiges Leben bekommen.

Cover:
Dieses Buch war wieder eine Coverauswahl. Das heißt, ich habe das Buch nur aufgrund des Covers mitgenommen und daher ist es klar, dass mir das Cover aufgrund der Farbgebung und dem schönem Bild sehr gut gefällt.

All in all:
Ein Buch für alle, die gerne Geschichten aus früheren Zeiten lesen und sich für den geschichtlichen Hintergrund des Vampirismus interessieren, oder sich auch gruseln wollen. Aber nur ganz wenig 🙂

Rating:
3 of 5 points

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(© goodreads)

About the author – Nina Blazon:

Jahrgang 1969, Studium der Slavistik und Germanistik. Nach einigen beruflichen Abstechern (Lehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten und Texterin in einer Werbeagentur) arbeitet sie heute als Journalistin und (seit 2003) als Jugendbuchautorin.
Genres: Fantasy, Krimi und Historischer Roman.

(Source: http://www.ninablazon.de/)

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Veröffentlicht am 05.02.2012 in * Deutsche Rezis, Historische +Fant., Jugendbücher und mit , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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