Review: Wenn du stirbst,…

(© goodreads)

.

‚Wenn du stirbst,
zieht dein ganzes Leben
an dir vorbei,
sagen sie‘
von Lauren Oliver

(Before I Fall)..

.

Inhaltsangabe:
Das Leben von der High School Schülerin Samantha Kingston ist einfach perfekt. Sie hat 3 tolle Freundinnen, den heißesten Typen an der Schule als Freund, eine nette Familie und ist so beliebt an ihrer Schule, dass sie alles haben und machen kann. Der 14 Februar- Valentinstag, beginnt wie immer und soll ein weiterer Tag ihres glorreichen Lebens werden, doch das ist er nicht – den am Ende stirbt sie.
Von nun an durchlebt sie ihren letzten Tag immer wieder aufs neue, genauer gesagt 7 Tage lang, hat sie die Chance ihre Leben zu retten oder Dinge zu ändern, die zu verändern sind, Steine ins Rollen zu bringen… Nun bemerkt sie was wirklich im Leben zählt, abgesehen vom oberflächlichen High School Leben mit Glamour und Chic und was sie im Begriff ist zu verlieren…

Meine Gedanken zum Buch:
!!! SPOILER in der Bewertung !!!

Was soll ich zu diesem Buch sagen?! Zurzeit bin ich mir nicht ganz sicher darüber, was ich denken soll. Hätte man mich gefragt während ich mitten drin beim Lesen war, wäre ich begeistert gewesen und hätte fast nur positives sagen können. Aber jetzt, nachdem ich es beendet habe, bin ich nicht mehr so enthusiastisch und begeistert davon wie zuvor. Das Ende hat es für mich auf eine Art „zerstört“, aber dazu später noch mehr.
Zuerst muss ich sagen, dass Oliver eine sehr gefühlsbetonte Schreibweise hat und man dadurch einen sehr guten Einblick in die Gefühlswelt des Hauptcharakters Sam bekommt und somit auch versteht warum sie Dinge so tut und was sie sich dabei denkt und fühlt. Man merkt, dass Oliver in ihrer Ausbildung etwas mit Schreiben zu tun hatte, da ihre Sprache wie ein Melodie ist wirkt. Aber manchmal wird es dadurch auch etwas zu hochgestochen und übertrieben/ überladen. Außerdem verwendet sie auch gerne Vergleiche wenn sie beschreibt, wie sie etwas anfühlt: „…es ist wie…“ und dann kommen hin u wieder abgedroschene Vergleiche. Was mich prinzipiell nicht stören würde, nur macht sie das leider alle paar Sätze und dadurch wird es zu viel des Guten. Ich find auch, durch diese Schreibart/-weise wird die Sprache zu voll und verliert an der gewohnten Lockerheit und Leichtigkeit, die ich von anderen YA Büchern kenne. Aber nach ein paar Seiten kommt man rein und gewöhnt sich auch daran.
Über die Geschichte selber: Ich muss zugeben, dass ich nie ein Fan von „und täglich grüßt das Murmeltier“ war und solche Zeitschleifen im Grunde nicht mag. Weil immer wieder den gleichen Tag zu durchleben ist langweilig und macht einen depressiv, weil keine Veränderung oder keine Wachsen stattfindet. Aber Oliver hat es doch hinbekommen, trotz dieser Tatsache jeden Tag (obwohl er der gleiche ist) immer wieder interessant und anders wirken zu lassen, und Sam in ihrem einen Tag, jeden Tag aufs neue wachsen und reifen zu lassen. Sie hat sich am Ende hin wirklich zu einer netten Person entwickelt, der man vertrauen würde und mit der man befreundet sein könnte.
Außerdem finde ich Kent einfach umwerfend – er ist nett, freundlich, intelligent, sieht gut aus, hat Humor, ist vertrauenswürdig, ehrlich und noch dazu ein kleiner Chaot, was ihn einfach nur noch liebenswerter macht.
Und nun zum vielbesagten Ende: Ich kann es immer noch nicht fassen, dass es einfach so aus war, und dass es kein weiteres Buch geben wird. Der Prolog hat es meiner Meinung nicht besser, sondern noch schlimmer gemacht. Obwohl ich von Anfang an ja wusste, dass Sam am Ende stirbt, war ich trotzdem nicht darauf vorbereitet, dass es am Ende wirklich soweit kommen würde. So wie es auch Oliver im Buch geschrieben hat: Die Menschen haben Hoffnung-> das ist etwas, dass uns ausmacht und auch ich hatte die Hoffnung, das sie einen Weg findet, eine Lösung parat hat und Sam nicht sterben muss.
Aber diese Hoffnung wurde in den letzten 3 Seiten kurz und bündig zerschmettert und übrig blieb nichts als die Frage: Warum? Was ist die Absicht der Autorin mit diesem Ende? Ich weiß nicht, was Oliver damit sagen wollte, aber es ist meiner Meinung nach NICHTS, was jungen Erwachsenen Hoffnung und Zuversicht gibt und ihnen zeigt, dass am Ende doch alles gut wird und es irgendwie immer weiter geht. Dieses Ende ist deprimierend und niederschmetternd und hat die Aussage: Egal was du tust, egal welche netter Mensch du bist und egal wie sehr du dich auch bemühst- Es ist egal – es zählt nicht! Dir wirst trotzdem nicht gerettet und dir passieren trotzdem schlechte Dinge. Vielleicht will sie damit ausdrücken, dass das Leben unfair ist- ABER das WISSEN wir BEREITS. Man braucht nur die Zeitung aufzuschlagen oder die Nachrichten im TV beobachten. Man sieht es jeden Tag – schlimme Dinge passieren auch oft/öfter guten Menschen und man kann nichts dagegen tun. Gerade deswegen lese ich gerne ein YA Buch, um für einen Moment abzuschalten, um eine Pause zu machen und mich mit einem guten, süßen, netten Buch eine Zeit dahinzuschweben und noch an das Gute zu hoffen und etwas Positives und Hoffnungsvolles und Aufbauendes zu lesen. Deshalb bin ich wirklich unglücklich mit dem Ende des Buches und ich finde es deprimierend und es hat daher auch nicht meinen Erwartungen entsprochen, und das nur wegen dem Ende, und diese Tatsache macht mich traurig.

Cover:
Der Titel selber ist meines Erachtens doch ‘etwas’ zu lange geraten (wenn man bedenkt, dass der englische Titel ‚Before I Fall“ lautet) und deshalb wirkt auch das Cover nicht so toll, wie es sein sollte. Der einzige Punkt, der mir gefällt ist, dass man das Gefühl hat man liegt auf einer grünen Wiese und blinzelt gegen die Sonne, wenn man sich das Cover ansieht.

Fazit:
Ein an sich tolles Buch mit interessanter Geschichte und gutem Aufbau, das sich aber durch dieses Ende viel zerstört hat.

Bewertung:
3,5 von 5 Punkten

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Veröffentlicht am 26.08.2011 in * Deutsche Rezis, Cont. Romances, Fantasiebücher, Jugendbücher und mit , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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