Snapshot: Die Gefährten

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Snapshots sind kurze Rezensionen zu gelesenen Büchern, die einen Einblick geben sollen, wie mir ein Buch generell gefallen hat, ob es in meine Augen empfehlenswert ist oder für welchen Geschmack es passen würde.

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‘Der Herr der Ringe – Die Gefährten’
by J. R. R. Tolkien.

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(© goodreads)

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll und für mich ist es wirklich schwer eine passende Bewertung zu schreiben. Ich liebe die Filme und habe sie schon unzählige Male und so oft gesehen, dass ich schon die Dialoge mitsprechen kann. Daher kann wohl jeder verstehen, dass das Buch nicht mehr wirklich viel Reiz oder Spannung für mich geboten hat und es ein mühsames Lesen war. Ich habe das Buch bereits vor Jahren auf Englisch gekauft und seitdem zweimal versucht es zu lesen und jedesmal wieder abgebrochen.

Auch dieses Mal habe ich sehr mit mir gehadert, aber alle haben auf mich eingeredet und mir gesagt, ich muss bis zu einem bestimmten Punkt kommen, und dann wird es besser. Aber für mich ist dieser Punkt leider nie richtig gekommen, dass ich sagen würde, ich muss jetzt unbedingt weiter lesen weil es mich interessiert, sondern es war immer ein Zwang dabei, endlich das Buch zu beenden, das ich bereits Ende Dezember angefangen habe –> das sagt wohl alles. :(

Die Schreibweise von Tolkien war eindeutig nicht das was ich mag. Es war mir viel zu überladen, zu poetisch und alles zu genau beschrieben. Besonders der Anfang war Horror für mich, als die gesamten Verwandtschaftsverhältnisse von Frodo und Bilbo erklärt wurden. Wen interessiert das?
Ich möchte, dass etwas passiert, aber die richtige Handlung hat dann erst nach dem ersten Drittel des Buches begonnen. Auch war nicht alles leicht zu verstehen und meiner Meinung nach auch am Anfang schwierig hinein zu kommen, durch das Altenglisch von Tolkien, das er sehr ausgereizt hat und mir leider überhaupt nicht gefallen hat. Es wurde in der Handlung später besser, aber die Dialoge blieben übertrieben altertümlich und hochgestochen, dass ich mich zwingen musste weiter zu lesen.

Trotzdem kann ich das Buch jetzt nicht nur negativ bewerten, weil ich die eigentliche Geschichte und die Charaktere liebe… aber, wenn ich ehrlich bin, hauptsächlich aus dem Film. Hier konnte ich wenig Verbindung aufbauen und es war kein Kitzel oder Freude beim Lesen dabei. Aber wie gesagt, das liegt sicher daran, dass ich die Filme in und auswendig kenne. Daher würde ich dieses Buch für jeden empfehlen, der Fantasy mag, aber die Filme noch nicht, oder noch nicht soo oft gesehen hat. :)

Die Handlung und der Verlauf der Geschichte wird, ab dem Punkt, nachdem sie den Wald verlassen in dem Tom Bombadil lebt, besser und auch interessanter. Wirklich spannend wird es aber erst, wenn sie beschließen den Ring zu zerstören und eine Gruppe bilden, um gemeinsam den gefährlichen und fast unmöglichen Weg dorthin zu bestreiten. Meine Lieblingscharaktere sind Sam, Gandalf, Strider oder auch bekannt als Aragon.

Ich bin froh nach fast 3 Monaten dieses Buch beenden zu können und werde sicher nicht die weiteren 2 Teile auch noch lesen. Da gebe ich mich voll und ganz mit den Filmen zufrieden. ;)

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Quote:

Frodo: “I wish it need not have happened in my time.” 
Gandalf: “So do I, and so do all who live to see such times.
But that is not for them to decide.
All we have to decide is what to do with the time that is given us.”

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Serienreihenfolge:

# 1: J. R. R. Tolkien – Die Gefährten (The Fellowship of the Ring)
# 2: J. R. R. Tolkien – Die zwei Türme (The two Towers)
# 3: J. R. R. Tolkien – Die Wiederkehr des Königs (The Return o. t. King).

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I read this book for the ‘Book2Movie – Challenge’ 2012 !

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4 Responses to “Snapshot: Die Gefährten”

  • buchstabentraeume

    Mir gefallen die Filme auch wesentlich besser als die Bücher. Wie du, tue ich mich auch mit dem Stil von Tolkien sehr schwer. Dennoch sind die Bücher ein Muss für jeden Fantasy-Fan, finde ich. ;-)

    • Martina Bookaholic

      Genau dieses ‘Muss’ habe ich auch beim Lesen empfunden *g*
      Sicher sind die Bücher toll und klasse und nach einer Weile kommt man auch in den Schreibstil von Tolkien hinein, aber wenn man die Filme soo oft gesehen hat wie ich, dann ist es nur noch langweilig. Sorry. Aber kann das Buch nur empfehlen, wenn man nicht schon die Handlung/ Dialoge auswendig kann :D

  • buchstabentraeume

    Tolkien gibt sich halt viel Mühe mit den Beschreibungen der Umgebung, der Charaktere und der Handlung. ;-) Wird auf Dauer etwas anstrengend…

    • Martina Bookaholic

      Genau – und er legt auch sehr viel wert auf die Familienverhältnisse, weil sonst kennt man sich ja in der Geschichte nicht mehr aus, wenn man nicht weiß wer der Schwager, vom Vetter von dem Bruder seines Onkels ist. :p
      Ja, man muss schon viel Durchhaltevermögen besitzen *g*

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